10. November 2019 / 19:15 Uhr

BG Göttingen bejubelt ersten Saisonsieg

BG Göttingen bejubelt ersten Saisonsieg

Eduard Warda
Göttinger Tageblatt
Kyan Anderson (2. v. r.), hier mit Elias Lasisi (2. v. l.) und Terry Allen (r.) ist gegen Oldenburg Mann des Tages.
Kyan Anderson (2. v. r.), hier mit Elias Lasisi (2. v. l.) und Terry Allen (r.) ist gegen Oldenburg Mann des Tages. © Pförtner
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Was für ein wichtiger Sieg, was für ein Jubel in der Sparkassen-Arena: Ausgerechnet im Heimspiel gegen die favorisierten EWE Baskets Oldenburg gelang dem Basketball-Bundesligisten BG Göttingen beim 104:87 (56:47)-Sieg der erste Saisonerfolg.

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Die BG-Fans hatten gegen Oldenburger mit vielem gerechnet, aber nicht damit, dass ihr Team dem Playoff-Kandidaten bereits zur Halbzeit 56 Punkte einschenkt. Bereits im dritten Viertel beim Stand von 79:63 erklangen die ersten Jubelgesänge der Anhänger, kurz nach dem Anderson-Korb zum 100:82 (38.) war „Steht auf, wenn ihr Veilchen seid“ zu hören.

2613 Zuschauer hatten ein Spiel gesehen, das Fans und Spieler dringend gebraucht hatten, nachdem die sportliche November-Tristesse verflogen war. Wer nicht dabei war, wird sich mächtig ärgern.

BG Göttingen - EWE Baskets Oldenburg: Einlauf der BG-Spieler

Im ersten Viertel erholte sich die BG von einem 4:7-Rückstand (3.) schnell, weil der US-amerikanische Center Dylan Osetkowski ebenso wie Kyan Anderson sein bestes Spiel für die Veilchen machte und sogar von jenseits der Drei-Punkte-Linie traf. Der überragende Anderson wiederum, der später zur Humba gebeten wurde, übernahm selbstbewusst Regie – etwas, das die Verantwortlichen zu Beginn der Saison noch vermisst hatten. Gleichzeitig entlastete er damit Hundt. „Ich freue mich, zwei solche Top-Point Guards zu haben“, sagte Headcoach Johan Roijakkers später. Als Anderson in der 35. Minute vom Parkett genommen wurde, erntete er Sonderapplaus. Am Ende hatte er 26 Punkte und neun Assists gesammelt.

Ein weiterer wichtiger Faktor war Dominic Lockhart, der nicht nur Paulding klasse verteidigte, sondern sich auch selbstbewusst Würfe nahm. Letztlich hatte er fünf von sechs Dreiern versenkt. Wenn ein Nationalspieler so gut spielt und dann im SPORTBUZZER-Fantalk erfährt, dass Bundestrainer Henrik Rödl in der Halle war, dann ist die Freude über umso größer.

BG Göttingen - EWE Baskets Oldenburg, BBL 2019/20

BG Göttingen - EWE Baskets Oldenburg, BBL 2019/20 Zur Galerie
BG Göttingen - EWE Baskets Oldenburg, BBL 2019/20 © Pförtner
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Für die BG standen nach dem ersten Viertel 31 Punkte zu Buche. Die Veilchen hatten den Oldenburgern, die sich gern Offensivrebounds schnappen, unter dem eigenen Korb den Schneid abgekauft, hatten den Neuzugang Tyler Larson nicht ins Spiel kommen lassen. Seine ersten Punkte, einen erfolgreichen Dreier, sollte Larson erst in der 15. Minute zum 31:39 landen.

Friedrich Merz hätte den Auftritt der Oldenburger, bei denen neben dem verletzten Robin Amaize überraschend auch Braydon Hobbs fehlte, als „grottenschlecht“ bezeichnet. Und auch Baskets-Headcoach Mladen Drijencic wirkte nach dem Spiel arg mitgenommen: „Wir haben es nicht geschafft sie zu stoppen. Wenn man ein Spiel mit 31 Punkten gegen sich beginnt, ist der Gegner vollgetankt mit Selbstvertrauen“, sagte er.

Die BG feiert Kyan Anderson und den Sieg mit einer Humba.

Unter diesen Voraussetzungen seien die Dreier schwer zu kontrollieren gewesen. Damit spielte Drijencic auf die BG-Dreierquote von 63 Prozent an – neben Lockhart traf Anderson vier von sechs Versuchen, und Lasisi und Allen waren bei drei von vier Würfen erfolgreich. Grundstein war eine zum Teil sehenswert schnelle Rotation der BG.

SPORTBUZZER-Fan-Talk mit Dominic Lockhart

Nach dem 56:47-Halbzeitstand (erzielt zur Freude der Fans per Carter-Dunk) kam Oldenburg noch mal auf 57:61 heran (23.), doch spätestens als Drijencic beim 79:61 durch Ozetkowski das Gesicht in den Händen begrub, war der Kuchen gegessen – und die Halle aus dem Häuschen. „Meine Mannschaft war heute richtig hungrig auf den ersten Sieg. Wir spielen schon seit einiger Zeit guten Basketball, sodass die Frage nicht war, ob wir gewinnen, sondern wann wir gewinnen“, sagte Roijakkers, der sich bestätigt fühlen dürfte. Die BG lebt – das war die Nachricht des Sonntags.

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