06. Mai 2021 / 14:13 Uhr

BG Göttingen: Booker fehlt in Bamberg „aus disziplinarischen Gründen“

BG Göttingen: Booker fehlt in Bamberg „aus disziplinarischen Gründen“

Eduard Warda
Göttinger Tageblatt
Deishuan Booker (l.) wird von BG-Trainer Roel Moors aus disziplinarischen Gründen nicht für das Bamberg-Spiel berücksichtigt.
Deishuan Booker (l.) wird von BG-Trainer Roel Moors aus disziplinarischen Gründen nicht für das Bamberg-Spiel berücksichtigt. © Swen Pförtner
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Mit einer disziplinarischen Maßnahme lässt Roel Moors, Headcoach der BG Göttingen, vor der Partie der Veilchen am Freitag um 19 Uhr in Bamberg aufhorchen: Guard Deishuan Booker tritt die Reise ins Frankenland nicht mit an.

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Ohne Deishuan Booker tritt Basketball-Bundesligist BG Göttingen seine Reise zum Auswärtsspiel bei Brose Bamberg an: „Er fehlt aus disziplinarischen Gründen“, teilte Headcoach Roel Moors am Donnerstag mit. Tipoff der Partie in der Brose Arena ist am Freitag um 19 Uhr.

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Bereits bei der knappen 91:93-Niederlage bei den Hamburg Towers am Dienstag war der US-Guard lediglich etwas mehr als sechs Minuten zum Einsatz gekommen und hatte nur einen Punkt per Freiwurf beigesteuert. Was vorgefallen ist, wollte Moors am Donnerstag nicht verraten.

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Hätten sich die Veilchen weniger Turnover erlaubt, wären sie in Hamburg als Sieger vom Parkett gegangen – da waren sich die Beobachter nach der Partie einig. „Dafür gab es aus meiner Sicht zwei Gründe“, erläuterte Moors. „Einerseits die starke Defensive von Hamburg, andererseits den fehlenden Rhythmus und die fehlende Energie meines Teams nach der Quarantäne. Die Leute dürfen nicht unterschätzen, wie es ist, wenn man zwei Wochen nichts tun kann. Das ist wirklich nicht einfach.“



Trotz der Turnover ist Moors stolz auf sein Team

Auch für ihn seien einige Ballverluste „nur sehr schwer zu erklären“ gewesen, aber letztlich habe die Energie gefehlt. „Und dann trifft man sehr schlechte Entscheidungen“, so Moors. Auf der anderen Seite dürfe man das Positive nicht vergessen. „Wir haben vor dem Spiel gegen Bayern nur zwei Tage gehabt und waren kurz danach in Hamburg im Spiel. Vom Gefühl her haben wir sehr gute Sachen gemacht, sowohl offensiv als auch defensiv.“ Am Ende sei das Team sogar noch einmal zurückgekommen. „Das zeugt von einem guten Charakter.“

Im Gegensatz zu Dennis Kramer, der für seinen Auftritt in Hamburg vom Trainer Lob einheimst, ist dessen Center-Kollege Tai Odiase neben Booker ein zweites Sorgenkind der BG – dem US-Amerikaner gelang kein einziger Punkt. „Der größte Gegner von Tai Odiase ist momentan Tai Odiase“, sagt Moors. „Er spielt gegen sich selbst, denkt zu viel nach. Sachen, die für ihn einfach waren, sind es nicht mehr. Er arbeitet, aber es ist sehr schwierig für ihn.“

Gegner Bamberg, vom langjährigen Veilchen-Coach Johan Roijakkers trainiert und mit einigen ehemaligen BG-Spielern bestückt, hat durch den Sieg gegen die Giessen 46ers die Playoffs sicher. Andererseits wird Roijakkers alles daran setzen, die 80:87-Hinspielniederlage wettzumachen. Der Fokus von Moors liegt auf dem eigenen Team. „Wir haben unsere eigenen Probleme, müssen versuchen, die Ballverluste zu kontrollieren.“

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Dabei wird es vor allem auch auf Luke Nelson ankommen, der den Part von Booker mitübernehmen soll. „Lomazs hat schon genug zu tun, und ich hoffe, dass Nelson wieder seinen Rhythmus findet. Er hatte zuletzt überhaupt keinen Rhythmus“, sagt Moors. Alles in allem sei die laufende Phase der Saison mit fünf Spielen in neun Tagen eine schwierige Situation für sein Team. „Die vergangenen Spiele haben bereits viel Energie gekostet. Wir müssen versuchen, den Rhythmus zu bekommen und Verletzungen zu vermeiden.“

Keine große Bedeutung hat dagegen für den Belgier, dass er bei seinem alten Team antritt. Etwas anderes wäre es gewesen, wenn er vor Fans hätte spielen können. „Da ist immer eine gute Stimmung, das wäre für mich spezieller gewesen“, sagt Moors. Er sei zwar nicht lange in Bamberg gewesen, „aber ich habe dort viel gelernt – und kein Revanchegefühl“.

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