08. Februar 2021 / 15:32 Uhr

BG Göttingen: Gegner Bayreuth hat in Hamburg Selbstvertrauen getankt

BG Göttingen: Gegner Bayreuth hat in Hamburg Selbstvertrauen getankt

Kathrin Lienig
Göttinger Tageblatt
Auf Tai Odiase (M.) wartet das nächste interessante Center-Duell mit Andreas Seiferth.
Auf Tai Odiase (M.) wartet das nächste interessante Center-Duell mit Andreas Seiferth. © Swen Pförtner
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Diese Woche hat es in sich: Noch drei Mal steht Basketball-Bundesligist BG Göttingen bis Sonntag auf dem Parkett. Die erste dieser Partien bestreiten die Veilchen bei medi Bayreuth.

Ein Gegner fehlt noch, dann ist die Hinrunde für die Bundesliga-Basketballer der BG Göttingen komplett. Am Mittwoch geht für die Veilchen die Serie gegen die Süd-Teams der Liga weiter, dann gastieren sie um 20.30 Uhr bei medi Bayreuth, bevor es anschließend weiter nach zu ratiopharm Ulm (Freitag, 19 Uhr) geht, ehe zum Abschluss die Hakro Merlins Crailsheim (Sonntag, 15 Uhr) nach Göttingen kommen.

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Bayreuther Festspiele gab es für die Mannschaft von Headcoach Raoul Korner am vergangenen Freitag bei den Hamburg Towers, wo sich die Franken zum Auftakt des 16. Spieltages mit 95:92 in der Overtime durchsetzten. Ein besonderer Sieg war das für den Routinier Bastian Doreth, der an diesem Abend sein 300. Bundesligaspiel bestritt. Damit kamen die Bayreuther den Playoff-Ränge ein Stückchen näher.

Effizienz war das Zauberwort der Bayern in der Hansestadt. 25:17 führten sie nach dem ersten Viertel, 46:41 zur Halbzeit. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten sie 76 Prozent ihrer Würfe aus dem Zwei-Punkt-Bereich im Ziel untergebracht. Und nur, weil sie sich kurz vor der Pause einige Nachlässigkeiten in der Defensive leisteten kamen die Hamburger noch einmal heran und konnten den Rückstand verkürzen.

Das dritte Viertel gehörte dann zwar dem Towers-Guard Jordan Swing (18 Punkte), der mit erfolgreichen Distanzwürfen sein Team erstmals in Führung brachte (59:58/27.). In dem engen Schlussviertel führte der Bamberger Topscorer Frank Bartley (19 Punkte) sein Team an, markierte allein 14 Punkte in diesem Abschnitt. Allerdings konnte auch er die Overtime nicht verhindern. Es ging mit 86:86 in die Verlängerung. Die Entscheidung fiel erst in den letzten Sekunden, denn nachdem Bartley per Freiwurf zum 92:95 erhöhte, blieben den Türmen noch fünf Sekunden, um per Distanzwurf auszugleichen. Held der Schlusssekunde wurde Dererk Pardon (13 Punkte): Der Bayreuther Center blockte zunächst Swing beim Dreier, bevor er dies mit Maik Kotsar beim letzten Wurfversuch wiederholte und das Spiel zugunsten seiner Mannschaft entschied.

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Für Heacoach Korner war es wichtig, ein Playoff-Team bezwungen zu haben. Er habe einen Aufwärtstrend beobachtet, sagte er nach dem Auswärtssieg. „Wenn man mich nach dem entscheidenden Unterschied fragt, würde ich sagen, dass wir die wichtigen Big Shots getroffen und in der Verteidigung wichtige Plays gestoppt haben.“

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Wie die Göttinger hat auch Bayreuth drei der letzten zehn Spiele gewonnen, mit insgesamt sechs Siegen aber schon einen Erfolg mehr in dieser Saison gelandet. Als Tabellenzehnter rangieren die Franken drei Plätze vor der BG – beim Blick auf die Statistiken wird dann auch klar warum: In fünf der sechs Kategorien haben sie leicht die Nase vorn. Durchschnittlich erzielen sie mehr Punkte (82,4/81,9), treffen besser aus dem Feld (49,0 Prozent/46,2) und von jenseits der Drei-Punkte-Linie (37,1 Prozent/35,0), verwandeln ihre Freiwürfe sicherer (79,6 Prozent/75,5) und führen bei den Assists knapp (18,6/18,1). Lediglich in der Reboundstatistik stehen die Göttinger besser da (34,6/31,9).

Neben Routinier Doreth sind es David Walker und Topscorer Barley (durchschnittlich 15,6 Punkte), die so um die 30 Minuten pro Partie auf dem Feld stehen. Andreas Seiferth zählt im Team zu den besten deutschen Werfern, kommt auf acht Punkte pro Partie im Schnitt, ist zudem der reboundstärkste Akteur seines Teams und nicht unbedingt der Spieler, der in engen Situationen gefoult werden sollte: Seine Freiwurfquote liegt bei 92,3 Prozent, Doreth (94,1) trifft sogar noch besser Bartley annähernd so gut (91,0).

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