13. September 2020 / 18:49 Uhr

BG Göttingen gewinnt ersten Test bei den Fraport Skyliners

BG Göttingen gewinnt ersten Test bei den Fraport Skyliners

Kathrin Lienig
Göttinger Tageblatt
Die BG Göttingen (hier beim Medientraining) hatte in der Vorbereitung erstmals Grund zu jubeln.
Die BG Göttingen (hier beim Medientraining) hatte in der Vorbereitung erstmals Grund zu jubeln. © Peter Heller
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Nach gut einer Woche Training haben die Basketballer der BG Göttingen erstmals als Team auf dem Feld gestanden: Beim Liga-Konkurrenten Fraport Skyliners gab es ein erstes Erfolgserlebnis.

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Es war der erste Test der vollkommen neuen Mannschaft des Basketball-Bundesligisten BG Göttingen, es war aber auch das erste Beschnuppern mit den Fraport Skyliners, die beim BBL-Pokalturnier in Vechta einer der Gegner der Veilchen sein werden. Am Ende setzte sich die Mannschaft von BG-Trainer Roel Moors am Sonntagnachmittag in der Main-Metropole mit 83:76 (31:37) durch.

Bei der Partie, die in Frankfurt unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen wurde, hatten die Gäste aus Göttingen in der ersten Halbzeit große Schwierigkeiten mit den bissigen Gastgebern. In der zweiten Hälfte zeigten die Veilchen eine gute Reaktion und entschieden das Spiel dank eines guten Schlussviertels für sich. Bester BG-Werfer war Aubrey Dawkins mit 21 Punkten.

Mit kleiner Rotation im Einsatz

Nachdem die BG, bei der Akeem Vargas und Jorge Gutiérrez aufgrund kleinerer Blessuren geschont wurden, mit einem 8:0-Lauf ins Spiel gestartet war, kamen die hessischen Gastgeber immer besser ins Spiel. Durch einen 2:16-Lauf übernahm die Mannschaft von Skyliners-Headcoach Sebastian Gleim die Führung und die Kontrolle über das Spiel. Die Göttinger kämpften, aber vieles lief noch nicht so, wie Moors sich das vorstellte. So behielten die Hessen die Oberhand und bauten ihren Vorsprung zur Halbzeitpause auf 37:31 aus.

In der zweiten Halbzeit glichen die Veilchen die Partie in der 24. Minute durch einen Dreier von Luke Nelson zum 40:40 aus. Zwar wehrte sich die Gleim-Truppe gegen die Göttinger Aufholjagd und setzte sich wieder ein wenig ab, doch die BG blieb dran, obwohl sie im dritten Abschnitt auch auf Marvin Omuvwie verzichten musste, der einen Schlag auf die Nase bekommen hatte und nicht mehr zum Einsatz kam (51:52/30).

Spannendes Schlussviertel

Im letzten Viertel setzten sich die Veilchen erstmals in der Partie ein bisschen ab (57:52/33.), doch die Frankfurter gaben sich noch nicht geschlagen und glichen zum 62:62 aus (35.). In der 38. Minute brachte Quantez Robertson die Gastgeber durch einen Dreier sogar in Front (71:72/38.), aber die Göttinger blieben ruhig, holten sich die Führung durch Benedikt Turudic zurück und gerieten nicht mehr in Bedrängnis.

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Roel Moors sagte anschließend: „Wir müssen noch an sehr vielen Dingen arbeiten. Wir haben 20 Offensiv-Rebounds zugelassen, das macht mir Sorgen. Außerdem haben wir keine guten Entscheidungen getroffen, was zu 23 Ballverlusten geführt hat. Normalerweise gewinnt man mit solchen Statistiken kein Spiel. Zudem haben wir zu viele Spieler, die gerne dribbeln – das will ich nicht sehen. Aber das war unser erstes Spiel, darum gibt es auch positive Aspekte. Wir haben eine gute Reaktion in der zweiten Halbzeit gezeigt, aggressiveren und besseren Basketball gespielt. Auf der Bank haben wir Enthusiasmus gesehen.“ – BG Göttingen: Weidemann (9 Punkte/1 Dreier), Vital (16/3), Nelson (8/2), Onwuegbuzie (4/1), Omuvwie (4), Odiase (12), Jackson (5), Dawkins (21/2), Turudic (4).

Von Kathrin Lienig