05. Dezember 2019 / 17:47 Uhr

BG Göttingen hat in München nichts zu verlieren

BG Göttingen hat in München nichts zu verlieren

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Dieses Duell wird es am Sonntag wieder geben: Dominic Lockhart und Münchens Danilo Barthel (r.) treffen im Audi Dome aufeinander.
Dieses Duell wird es am Sonntag wieder geben: Dominic Lockhart und Münchens Danilo Barthel (r.) treffen im Audi Dome aufeinander. © Swen Pförtner
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Es ist wahrscheinlich das leichteste Spiel der Saison, mit Sicherheit ist es aber die längste Auswärtsfahrt in dieser Spielzeit: Am Sonntag tritt die BG Göttingen beim amtierenden Deutschen Meister FC Bayern München an. Das Spiel im Audi Dome beginnt um 15 Uhr.

Ihre kurze Spielpause in der Basketball Bundesliga haben die Veilchen genutzt, um gestärkt in den Jahresendspurt zu gehen. „Wir haben ein bisschen mehr trainiert als normal, weil wir kein Spiel hatten und um die Intensität hoch zu halten“, sagt BG-Co-Trainer Hylke van der Zweep.

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Noch vier Partien stehen für die Mannschaft von BG-Headcoach Johan Roijakkers in diesem Jahr auf dem Programm, darunter auch das MagentaSport BBL Pokal-Viertelfinale bei ratiopharm Ulm. In den Endspurt starten die Veilchen mit einem Auswärtsspiel beim FC Bayern München am Sonntag. Der BBL-Tabellenführer ist in der Liga noch ohne Niederlage, verlor im Pokal allerdings gegen die Telekom Baskets Bonn. „Wenn München sein bestes Spiel spielt, werden wir dort keine Chance haben“, so van der Zweep. „Aber wir müssen dort mit Selbstvertrauen spielen. Wenn wir zu viel Respekt haben, ist es unmöglich zu gewinnen. Wir müssen an uns selber glauben.“

Bayern-Siege durchschnittlich mit 15 Punkten Differenz

Die Partie gegen die Bayern wird für die Göttinger einerseits eine große Herausforderung, andererseits haben Kyan Anderson und Co. nichts zu verlieren. Dem tief besetzten Münchener Kader ist die extreme Belastung durch die Teilnahme an der Euroleague anzumerken – bisher hat die Mannschaft von Bayern-Headcoach Dejan Radonjic ihre Bundesliga-Partien aber unter Kontrolle und gewinnt diese im Schnitt mit rund 15 Punkten Unterschied.

Wie ausgeglichen der Bayern-Kader ist, zeigt die Verteilung der Einsatzminuten: Kein Münchener Spieler steht durchschnittlich länger als 23 Minuten auf dem Parkett. Die meiste Spielzeit erhalten der serbische Forward Vladimir Lucic (rund 23 Minuten), die deutschen Nationalspieler Danilo Barthel und Paul Zipser (je 22 Minuten) und der deutsche Guard Nihad Djedovic (21 Minuten), der seinen letzten Liga-Einsatz allerdings Ende Oktober hatte und seitdem verletzt pausieren muss.

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Schlüsselspieler ist nur schwer auszumachen

Zipser ist mit 12,6 Punkten und 4,8 Rebounds pro Spiel effizientester Bayern-Akteur, gefolgt vom US-Center Greg Monroe (10,3 Punkte/4,6 Rebounds/3,1 Assists) und Barthel (10,3 Punkte/4,4 Rebounds). Bester Münchener Assistgeber ist der deutsche Nationalspieler Maodo Lo (3,5 Vorlagen pro Spiel). „Es ist schwer, einen Schlüsselspieler auszumachen. Sie haben 14, 15 Spieler, die leicht 15 Punkte pro Spiel erzielen können“, so van der Zweep. „Jeder kann ein Schlüsselspieler sein.“

Sehr effizient in der Offensive

Die Bayern nehmen von allen Bundesliga-Teams die wenigsten Würfe pro Spiel (rund 56), haben dafür aber die beste Trefferquote (rund 54 Prozent). Außerdem lassen die Süddeutschen die wenigsten Punkte zu (73,6 pro Spiel) und schaffen das mit den wenigsten Fouls aller Teams (18,6 pro Spiel). „Sie spielen eine sehr gute Eins-gegen-eins-Verteidigung und setzten Fouls schlau ein. Es ist schwer, an ihren großen, starken Spielern vorbeizukommen“, analysiert van der Zweep. „Außerdem sind sie in der Offensive wirklich effizient. Wir dürfen uns nicht zu viele Fehler erlauben, denn die bestrafen sie sofort.“

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Von Kathrin Lienig/R

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