18. März 2022 / 20:42 Uhr

BG Göttingen: Headcoach Roel Moors warnt vor offensivstarken Oldenburgern

BG Göttingen: Headcoach Roel Moors warnt vor offensivstarken Oldenburgern

Eduard Warda
Göttinger Tageblatt
BG-Headcoach Roel Moors erwartet von seinem Team eine bessere Defensivleistung als zuletzt.
BG-Headcoach Roel Moors erwartet von seinem Team eine bessere Defensivleistung als zuletzt. © Swen Pförtner
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Auf einen offensivstarken Gegner trifft die BG Göttingen in der Basketball-Bundesliga am Sonnabend um 20.30 Uhr: Die Veilchen sind zu Gast bei den EWE Baskets Oldenburg, und BG-Headcoach Roel Moors mahnt: „Wenn wir verteidigen wie gegen Bayreuth, wird es sehr schwierig.“

Gegen ein Team, das offensiv momentan kaum zu bremsen ist, tritt am Sonnabend die BG Göttingen in der Basketball-Bundesliga an: Die Veilchen sind zu Gast beim Tabellensechzehnten EWE Baskets Oldenburg, der in den vergangenen acht Spielen im Durchschnitt sage und schreibe 98 Punkte erzielt hat. Doch nach dem schwierigen Bayreuth-Heimspiel, als die BG gegen sechs Franken zu einem mühevollen 92:91-Sieg nach Verlängerung kam, schauen die Göttinger in erster Linie auf sich und das eigene Spiel. Tipoff der Partie ist um 20.30 Uhr.

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„Ich möchte zu dem Spiel noch sagen, dass sich Bayreuth zu Recht großen Respekt verdient hat, weil es auch physisch eine Top-Leistung abgeliefert hat“, sagt BG-Headcoach Roel Moors im Rückblick auf die Begegnung. Der Erfolgsdruck für sein sowieso favorisiertes Team war enorm, und das war den Veilchen-Akteuren im Verlauf der Partie auch deutlich anzumerken. „Am Ende war das Spiel für Bayreuth einfacher als für Göttingen. Sie hatten nichts zu verlieren, und wenn sie mit 30 Punkten verloren hätten, hätten sie trotzdem großen Respekt eingeheimst.“

Die BG-Spieler hatten womöglich einen Moment des Mitleids

Das heißt aber nicht, dass Moors in den vergangenen Tagen nicht hart mit seiner Mannschaft ins Gericht gegangen wäre. „Es gab viel zu viele individuelle Fehler, und offensiv haben wir nicht im richtigen Rhythmus gespielt.“ Möglicherweise habe es nach dem fulminanten Beginn und einer schnellen 11:0-Führung „einen Moment gegeben, in dem wir Mitleid hatten“, sagt der BG-Headcoach. „Und wenn die Einstellung nicht hundertprozentig ist, sind das andere Würfe und du triffst nicht“, weiß der ehemalige Point Guard aus leidvoller Erfahrung.

Auch nach der Partie in Frankfurt führte er viele Fehlversuche bei freien Dreiern auf die mentale Disposition der Spieler zurück, doch sei das Spiel gegen die Skyliners in keinster Weise mit der Bayreuth-Begegnung zu vergleichen. „Es war eine andere Situation. Da hatten wir am Anfang Probleme, aber am Ende eine Dreierquote von 39 Prozent. Gegen Bayreuth hatten wir nur 21 Prozent, das war sehr wenig“, unterstreicht Moors.

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„Das hat dann mit der Einstellung zu tun, und wir haben das auch nach dem Spiel besprochen. Wir hatten auch zu viele defensive Fehler und haben offensiv in der zweiten Halbzeit zu langsam gespielt und zu viel 1:1-Basketball. Das ist nicht das Spiel, das ich sehen will“, erläutert der Belgier. Und: „ Offensiv haben wir den Ball außerdem zu früh den Händen von Kamar Baldwin überantwortet.“

Andererseits findet Moors auch, dass im Hinblick auf die Konstellation mit einem Gästeteam, das nichts zu verlieren hatte, mit seiner Mannschaft zu rüde umgegangen worden sei. „Wir spielen eine gute Saison und können ziemlich viel erreichen. Und da könnte ich mir vorstellen, dass die Mannschaft etwas mehr Kredit hat“, sagt er.

BG Göttingen befindet sich auf dem Weg in die Playoffs

Bestätigt wird der Trainer durch die Statistik: Die Veilchen rangieren nach drei Siegen in Folge auf dem siebten Platz und befinden sich auf dem besten Weg in die Playoffs der laufenden Saison. Zwar muss Moors erneut auf Center Harper Kamp (Muskelverletzung) verzichten, dafür sollte aber der restliche Kader einsatzbereit sein. Gegen Oldenburg komme es nun darauf an, dass sein Team sich nicht zu einem Wettschießen mit den Offensiv-Monstern verleiten lässt, sondern das eigene System durchspielt.

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„Sie sind offensiv unglaublich stark, und deshalb müssen wir zwei Punkte beachten“, betont der belgische BG-Coach: „Erstens müssen wir absolut bereit sein, sie zu verteidigen, und zweitens dürfen wir nicht das Spiel von Oldenburg mitspielen. Die Baskets nehmen viele Würfe sehr früh, und das wollen wir nicht mitmachen. Wir wollen zwar auch schnell spielen, aber keine Würfe nehmen, von denen wir nicht überzeugt sind.“

Der Erfolg werde sich nur dann einstellen, „wenn wir das Scoring so niedrig wie möglich halten“, wenn also die Punkte am Sonnabend nicht durch die Decke schießen, ist Moors überzeugen – und fügt hinzu: „Wenn wir verteidigen wie gegen Bayreuth, wird es sehr schwierig.“

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