18. Dezember 2020 / 15:35 Uhr

BG Göttingen kann wieder mit Jorge Gutiérrez planen

BG Göttingen kann wieder mit Jorge Gutiérrez planen

Kathrin Lienig
Göttinger Tageblatt
In der vergangenen Saison standen sich Jorge Gutiérrez (r.) und Dennis Kramer noch gegenüber, inzwischen spielen sieg gemeinsam für die BG Göttingen.
In der vergangenen Saison standen sich Jorge Gutiérrez (r.) und Dennis Kramer noch gegenüber, inzwischen spielen sieg gemeinsam für die BG Göttingen. © imago
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Im zweiten von drei Heimspielen in Folge empfängt die BG Göttingen die Hamburg Towers. Nach der Niederlage gegen den Syntainics MBC will der Basketball-Bundesligist zurück in die Erfolgsspur.

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Zwei Heimspiele noch, dann ist Weihnachten. Die Hamburg Towers sind am Sonntag um 15 Uhr in der Sparkassen-Arena zu Gast, am Tag vor Heiligabend kommen die EWE Baskets Oldenburg zum Niedersachsenduell. Besinnlich wird es nicht, eher arbeitsreich.

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„Wir haben die ganze Woche gut trainiert“, berichtete Roel Moors am Freitagnachmittag. Auch am Sonnabend bittet er die Mannschaft noch einmal in die Halle. Jorge Gutiérrez habe trainieren können nach seinen Adduktorenproblemen, Mathis Mönninghoff (Bänderriss) und Luke Nelson (Muskelfaserriss) dagegen nicht. „Da waren wir nur zehn Spieler beim Training, die Intensität war entsprechend hoch. Wir haben gemacht, was wir können“, berichtet der Headcoach. Spieler aus dem NBBL-Team könne er nicht im Training einsetzen. „Wegen Covid ist das Risiko zu groß. Die gehen noch in die Schule, haben zu viele Kontakte“, erklärt Moors.

Moors fordert die Mannschaft

Woran wurde in den Trainingseinheiten gearbeitet? „Alles muss besser werden. Die Mannschaft muss bereit sein, muss 40 Minuten konzentriert spielen und Mentalität zeigen“, sagt Moors. Vor allem die Mentalität anzusprechen, wird der Belgier nicht müde. „Das ist mein Job. Wenn es sein muss, sage ich das jeden Tag wieder. Wir haben in den vergangenen Tagen viel an der Aggressivität gearbeitet.“

Das Abschneiden der Hamburg Towers bis zum sechsten Spieltag sei für ihn keine Überraschung. Es passt aber zu der besonnenen Art des Göttinger Headcoaches, wenn er sagt: „Die haben gut angefangen. Wirklich etwas sagen, kann man aber erst nach 18, 20 Spielen in der Saison.“ Er attestiert den Hanseaten guten Basketball mit viel Aggressivität.

Towers sind runderneuert

Nach ihrer Premieren-Saison in der Basketball-Bundesliga, die mit der coronabedingten Unterbrechung im März und nur drei Siegen endete, haben sich die Hamburger runderneuert. In Pedro Calles holten die Hanseaten einen Trainer, der sich durch geduldige, fleißige Arbeit vom spanischen Drittliga-Coach über Stationen in Quakenbrück und Vechta zum etablierten BBL-Cheftrainer entwickelt hat. Aus der vergangenen Spielzeit sind nur Justus Hollatz und Marvin Ogunsipe in Hamburg geblieben. Für Gutiérrez wird sich die Wiedersehensfreude mit seinem Ex-Team deshalb wohl in Grenzen halten.

„In Hamburg haben sie das Team gut zusammengestellt und einige Spieler rekrutiert, die die Liga kennen. Das ist immer ein Vorteil“, sagt BG-Co-Trainer Thomas Crab. US-Guard Kameron Taylor, der aufgrund einer Zerrung die vergangenen beiden Spiele verpasste, ist bester Towers-Punktesammler (16,0 Zähler pro Partie). Auf ihn folgen US-Guard Jordan Swing (15,5 Punkte), Aufbauspieler T.J. Shorts (13,8) und der estnische Center Maik Kotsar (12,5), der auch die meisten Rebounds holt (6,8). „Jordan Swing ist einer ihrer Schlüsselspieler“, analysiert der Veilchen-Assistenztrainer. „Er spielt momentan auf einem sehr hohen Level und trifft sehr leicht, insbesondere von jenseits der Dreier-Linie. Zudem ist er auch ein sehr guter Passgeber.“ Der nachgemeldete Tucker Haymond von Towers-Kooperationspartner SC Rist-Wedel (ProB) hatte bei der Niederlage gegen Ulm seinen ersten Einsatz.

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Keiner BBL-Mannschaft gelingen pro Partie mehr Steals als den Hamburgern (9,3). Zudem zwingen die Towers ihren Gegner durchschnittlich zu 16,7 Ballverlusten pro Spiel. „Wir müssen unsere Systeme richtig ausführen, den Ball gut bewegen und das Feld auseinander ziehen“, fordert Crab.

Auch für BG-Spieler Nelson Weidemann ist der gute Hamburger Start keine Überraschung: „Ich denke, dass Hamburg Ambitionen hat, eines Tages mal ganz oben mitzuspielen. Die Bedingungen sind da, das ist eine Metropole. Die werden bald eine große Halle haben. Es ist schon attraktiv, dort zu spielen und nur eine Frage der Zeit, wann die Top Level haben werden.“

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Basketball-Bundesligist BG Göttingen muss weiterhin auf die gewohnte Heimspielatmosphäre in der Sparkassen-Arena verzichten. Doch wie bereits beim Heimspiel gegen den Syntainics MBC können Veilchen-Anhänger ihr Team in den beiden Heimpartien vor Weihnachten mit Geisterspiel-Tickets unterstützen. Die BBL-Partien gegen die Hamburg Towers am Sonntag, 20. Dezember, und gegen die EWE Baskets Oldenburg am Mittwoch, 23. Dezember, gibt es nun im Paket zum Preis von einer Partie. Die Karten sind als Print@Home-Variante im Online-Ticketshop unter bggoettingen.de erhältlich.

Die Paket-Tickets können Fans wie zuvor in fünf verschiedenen Kategorien buchen: Trainingsspieler (10 Euro), Starting Five (15 Euro), Topscorer (25 Euro), MVP (50 Euro) und Legende (100 Euro). Auf den Tickets wird der Name des Käufers und die Kategorie erscheinen. Fans, die bereits einen Pappaufsteller für das Spiel gegen Weißenfels bestellt haben, brauchen diesen nicht noch einmal zu buchen, sondern benötigen nur das Ticket. Die BG stellt die Figur für die Partien gegen Hamburg und Oldenburg dann erneut auf.