04. Januar 2022 / 18:42 Uhr

BG Göttingen: Nach der Derby-Pleite geht es zu Medi Bayreuth

BG Göttingen: Nach der Derby-Pleite geht es zu Medi Bayreuth

Eduard Warda
Göttinger Tageblatt
BG-Headcoach Roel Moors und sein Team schwimmen momentan auf einer Erfolgswelle.
Emotionen pur: BG-Trainer Roel Moors. © Swen Pförtner
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Die BG Göttingen hat ausgerechnet im Derby gegen die Basketball Löwen Braunschweig einen schwarzen Tag erwischt. Nun will sich der Basketball-Bundesligist in der Auswärtspartie bei Medi Bayreuth wieder auf seine Stärken besinnen – wobei Nachverpflichtungen nach wie vor auf sich warten lassen.

War es ein Schuss vor den Bug zur rechten Zeit? Was die Bundesligabasketballer der BG Göttingen aus der 85:93-Heimpleite im Derby gegen die Basketball Löwen Braunschweig gelernt haben, wird sich im Auswärtsspiel am Mittwoch um 19 Uhr bei Medi Bayreuth zeigen. „Wenn wir mit der gleichen Leistung spielen, haben wir 0,0 Prozent Chance zu gewinnen“, stellt BG-Headcoach Roel Moors klar.

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„Wir waren eigentlich von Anfang an nicht da“, sagt der Belgier über den enttäuschenden Auftritt seines Teams, mit dem eine Serie von fünf Siegen in Folge zu Ende ging. Aber Erfolg ist eben kein Selbstläufer, auch nicht in der BBL. „Je länger eine Serie ist, desto wahrscheinlicher ist, dass sie mal endet. Wir werden nicht alle Spiele in dieser Saison gewinnen können“, sagt Moors.

Aber natürlich will der BG-Trainer das Spiel nicht einfach so abhaken. „Es ist schwer zu sagen, woran es lag. Das Hauptproblem war die mangelnde Aggressivität, wir hatten nicht die Balance wie in den Spielen zuvor, aber es könnte auch Energie gefehlt haben“, sagt er. Womöglich habe jedoch Braunschweig gerade wegen der schweren Verletzung von Top-Spieler Amaize mehr Energie zur Verfügung gestanden. „Dann machen andere Spieler etwas extra, das ist oft so. Dann trifft einer einen Dreier, der sonst nie wirft.“

Moors: Löwen waren in allem ein bisschen schärfer

Er habe vor dem Spiel nicht das Gefühl gehabt, dass sein Team nicht bereit sei, „aber eigentlich waren die Löwen in allem ein bisschen schärfer. Wir hatten keine einfachen Stopps und kamen immer einen Schritt zu spät“, sagt Moors. Tatsache ist, dass in dieser Situation der Coach gefragt war. „Vielleicht habe ich zu viel geändert“, sagt er selbstkritisch. „Wir haben inside gedoppelt und hatten selbst dann keine Chance. Ich habe alles probiert, aber nichts hat funktioniert“ – Fußball-Philosoph Andreas Brehme hat sich dieser unglücklichen Schicksalskonstellation einst mit seiner berühmten Metapher von den Exkrementen am Fuß genähert.

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Der Blick der Veilchen geht aber schon längst wieder nach vorn. „Vielleicht ist es wichtiger, wie wir reagieren“, unterstreicht Moors. „Wir dürfen jetzt bloß nicht vier bis fünf Spiele in Folge verlieren“, mahnt er. Die nächsten Partien werden nach Angaben des Belgiers definitiv ohne Nachverpflichtungen gespielt, wobei ein weiterer durchschlagskräftiger Center dem Team gegen Braunschweig gut getan hätte. „Ich will keine Lösung, hinter der ich nicht 100-prozentig stehe“, stellt der BG-Headcoach klar.

Andererseits kommt nun eine englische Woche nach der anderen auf die Veilchen zu, ein Mammutprogramm, bei dem sich Moors insbesondere für die Nachholpartie am Mittwoch der kommenden Woche in Chemnitz einen anderen Termin gewünscht hätte. „Wir haben gegen Bayreuth schon ein verlegtes Spiel, und wir haben nicht 25 Spieler zur Verfügung“ – sollten sich BG-Akteure verletzen, wird es angesichts des ausgedünnten Kaders ganz eng für die Veilchen.

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Momentan sieht es noch gut aus. Sämtliche Spieler hätten mittrainiert und seien einsatzbereit, wenngleich einige leicht angeschlagen nicht bei 100 Prozent gewesen seien, berichtet Moors. Bayreuth sei nun ein Gegner mit viel Qualität, der sich bisher unter Wert verkauft habe „und der wie Braunschweig sehr präsent sein wird“, verdeutlicht der Belgier. Insbesondere warnt Moors vor Point Guard Cameron Wells, Shooting Guard Marcus Thornton und Center Martynas Sajus.

Der Gegner ist zwar stark, doch andererseits spielen die Veilchen bisher eine super Saison – daran ändert auch die Pleite gegen Braunschweig nichts. „Die Spieler“, unterstreicht Moors, „haben in dieser Saison schon viele gute Sachen gezeigt“.

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