12. Februar 2021 / 21:00 Uhr

BG Göttingen verliert in Ulm deutlich mit 64:93

BG Göttingen verliert in Ulm deutlich mit 64:93

Eduard Warda
Göttinger Tageblatt
Tai Odiase kommt gegen Dylan Osetkowski zum Wurf – am Ende reichte es deutlich nicht für die BG Göttingen.
Tai Odiase kommt gegen Dylan Osetkowski zum Wurf – am Ende reichte es deutlich nicht für die BG Göttingen. © imago-images
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Eine in der Punktausbeute äußerst schwache BG Göttingen hat am Freitagabend in der Basketball-Bundesliga eine deutliche Niederlage kassiert: Die Veilchen unterlagen bei ratiopharm Ulm mit 64:93 (34:46).

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Ratiopharm Ulm war am Freitagabend für die BG Göttingen eine Nummer zu groß: Die wurfschwachen Veilchen unterlagen im Auswärtsspiel der Basketball-Bundesliga deutlich mit 64:93 (34:46).

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Die Ulmer waren mit zwei Niederlagen in Folge ins Spiel gegangen: Nach einer durchwachsenen Leistung am vergangenen Sonntag gegen die frisch aus der Quarantäne und durch Verletzungssorgen gehandicapten Basketball Löwen Braunschweig (92:94) unterlag ratiopharm unter der Woche im Heimspiel dem FC Bayern München mit 77:81. Ex-Veilchen Dylan Osetkowski kam auf ein Double-Double aus zwölf Punkten und elf Rebounds.

MagentaSport-Highlights: ratiopharm Ulm - BG Göttingen

Vor der Partie war das Duell der Center Thema: der Göttinger Tai Odiase gegen den Ulmer Osetkowski. „Sie sind beide lustig drauf, insofern haben sie schon etwas gemeinsam“, sagte Veilchen Mathias Mönninghoff vor der Partie im MagentaSport-Interview.

Kamp ist zu Beginn auf der Jagd nach 500. BBL-Punkt

Bei den Göttingern setzte sich zunächst Harper Kamp in Szene, der noch sechs Punkte von 500 BBL-Punkten entfernt und deshalb vielleicht etwas übermotiviert war – der US-Amerikaner sorgte für die ersten Ballverluste aus BG-Sicht. Es sollten bis zur Halbzeit noch viele folgen, weshalb sich BG-Headcoach Roel Moors zwischenzeitlich sichtlich ärgerte.


Zu konstatieren war über die gesamte erste Halbzeit hinweg eine extrem schwache Trefferquote der Veilchen, die auch nicht durch viele Offensivrebounds wett gemacht werden konnte. Vor allem die BG-Spielmacher trafen vielleicht mit Ausnahme von Neuzugang Rihards Lomazs nichts oder bestenfalls kaum etwas.

ratiopharm Ulm - BG Göttingen, BBL 2020/21

ratiopharm Ulm - BG Göttingen, BBL 2020/21 Zur Galerie
ratiopharm Ulm - BG Göttingen, BBL 2020/21 ©

Im Center-Duell Osetkowski gegen Odiase legte der Ulmer zum 4:2 vor und Odiase per Dunk zum 4:6 aus BG-Sicht nach. Osetkowski spielte bis zur Pause vor allem seine Defensivstärke aus, unter dem BG-Korb wurde er mitte des ersten Viertel spektakulär von Odiase geblockt.

Wenn aus BG-Sicht ein Spieler überraschte, dann war es der zuletzt oft gescholtene Dennis Kramer, der wie ausgewechselt spielte – er agierte endlich mal schnörkellos und verkürzte kurz vor Viertelende mit zwei überlegten Korblegern in Folge auf 13:17 (9.). Weitere Punkte folgten, und am Ende war Kramer BG-Topscorer. In die Pause gingen die Göttinger dank eines verwandelten Dreiers von Lomazs mit einem 18:22-Rückstand.

*Stimmen zum Spiel  *

Roel Moors (Headcoach BG Göttingen): „Das war heute eine enttäuschende Leistung von uns. Vor allem mental waren wir nicht auf der Höhe. Wir wussten, dass Ulm ein starkes Team ist, auch wenn sie in den letzten Spielen nicht unbedingt überzeugt haben. Nachdem wir zuletzt gute Leistungen gezeigt haben, dachten wir, dass es uns heute leichtfallen würde, hier mitzuspielen. Das war nicht der Fall. Sonntag treffen wir wieder auf einen starken Gegner und müssen ein anderes Gesicht zeigen.“ 

Jaka Lakovic (Headcoach ratiopharm ulm): „Ich bin heute sehr glücklich über den Erfolg und den Einsatz meines Teams. Wir haben verdient gewonnen und viele Dinge richtig gemacht. Auch wenn wir im Schlussviertel für ein paar Minuten nicht auf der Höhe waren, konnten wir das Spiel größtenteils kontrollieren. Jeder im Team, der heute auf dem Feld stand, war fokussiert und hat eine gute Leistung abgerufen.“

Eine Günther-Show mit einem traumhaften Distanztreffer und einem schönen Korbleger zwang BG-Headcoach Roel Moors zur Auszeit. Ein 9:0-Lauf der Ulmer gegen die Veilchen, die in dieser Phase gar nichts mehr trafen, führte im zweiten Durchgang zur 38:22-Führung des Gastgebers – die Vorentscheidung. Bis zur Pause hatte die BG elf Turnover gesammelt und steckte in großen Foulproblemen: Deishuan Booker und Luke Nelson agierten nicht nur glücklos, sondern hatten in der ersten Halbzeit auch bereits drei persönliche Fouls kassiert. Ulm führte zur Pause mit 46:34.

BG hat der Ulmer Offensivpower kaum etwas entgegenzusetzen

Der Gastgeber wurde im Verlauf der Partie offensiv immer stärker, und die BG hatte dieser Offensve-Power kaum etwas entgegenzusetzen: Ein Tip-in von Odiase und der 500. BBL-Punkt von Kamp in der 24. Minute zum 42:60 waren seltene Lichtblicke. Kurz darauf bedeutete ein erfolgreicher Dreier von Günther das 69:44 und damit eine 25-Punkte-Führung der Ulmer (27.). Beim 74:46 waren es eine Minute später bereits 28 Punkte.

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Ulm ließ es jetzt ruhiger angehen, und mit einem 51:76 aus BG-Sicht ging es in den Schlussdurchgang. Kramer, der sich im dritten Viertel ein unsportliches Foul geleistet hatte, setzte sich nach einem Fehler von Osetkowski mit seinen Punkten zehn und elf erneut in Szene (33.). Beim 58:80 nahm Moors noch mal die Auszeit (35.). Den Schlusspunkt setzte Andreas Obst für Drei zum 93:64.– Punkte BG: Kramer (15), Odiase (11), Lomazs (9). – Ulm: Caupein (17), Günther (16), Klepeisz (14), Obst (11), Conger (10).

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