17. September 2020 / 20:23 Uhr

BG Göttingen verliert knapp gegen die Löwen Braunschweig

BG Göttingen verliert knapp gegen die Löwen Braunschweig

Kathrin Lienig
Göttinger Tageblatt
Luke Nelson (l.) – hier gegen den überzeugenden Kostja Mushidi – war einer der erfolgreichsten Werfer im Trikot der Veilchen.
Luke Nelson (l.) – hier gegen den überzeugenden Kostja Mushidi – war einer der erfolgreichsten Werfer im Trikot der Veilchen. © Swen Pförtner
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Die BG Göttingen verliert das Testspiel gegen die Löwen Braunschweig knapp. Während die Veilchen kämpferisch überzeugten, taten sich in der Defensive und in der Abstimmung untereinander noch Defizite auf. Schon am Sonntag kann es besser laufen.

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Hatte die BG Göttingen im Testspiel der Basketball-Bundesligisten bei den Fraport Skyliners einige Tage zuvor noch die zweite Luft bekommen und die Partie in der Schlussphase für sich entschieden, so ging das Liga-Duell gegen die Löwen Braunschweig am Donnerstagabend verloren. 85:87 (39:46) unterlag die Mannschaft von Headcoach Roel Moors dem „Nachbarn“ im Südniedersachsenduell und überzeugte dabei nur ansatzweise in den ersten 15 Minuten der Partie.

Testspiel: BG Göttingen gegen Basketball Löwen Braunschweig

Göttingens Ron Jackson Jr. (r) spielt gegen Braunschweigs Luc van Slooten. Foto: Swen Pförtner Zur Galerie
Göttingens Ron Jackson Jr. (r) spielt gegen Braunschweigs Luc van Slooten. Foto: Swen Pförtner ©

Noch immer war Dennis Kramer – verletzungsbedingt – nur Zuschauer, ebenso wie der Mexikaner Jorge Gutiérrez, der sich zwar mit warm gemacht hatte, aber noch ein Spiel geschont wurde. Marvin Omuvwie war gar nicht in der Halle. Er hatte beim Test in Frankfurt am vergangenen Sonntag einen Schlag auf die Nase bekommen, der allerdings Folgen hatte. Am Montag wurde bei ihm eine Gehirnerschütterung diagnostiziert, die ihn in dieser Woche außer Gefecht gesetzt hat.

Viele Dreier im ersten Viertel

Anfangs lief in der BG-Offensive nicht viel zusammen, es fehlten die Anspielstationen. Im vierten Angriff gelangen den Veilchen dann die ersten Punkte durch Ron Jackson, der auch noch den anschließenden Freiwurf zum 3:6 versenkte, Christian Vital legte einen Dreier nach und glich aus, nach einem weiteren erfolgreichen Distanzwurf von Luke Nelson gingen die Gastgeber beim 9:8 (4.) erstmals in Führung. Vier verwandelte Dreier zeugten in diesem Abschnitt allerdings von genügend Selbstbewusstsein bei den Veilchen. In der Folge blieb die Partie ausgeglichen, die Führung wechselte und offensichtlich war, dass die BG-Defensive noch nicht immer alles im Griff hatte, zu oft fanden die Braunschweiger Lücken oder kamen frei zum Wurf. 26:23 führten die Basketball-Löwen nach dem ersten Viertel.

War die Anfangsphase des zweiten Abschnitts noch ausgeglichen, schafften es die Braunschweiger zum Ende sich etwas abzusetzen. In dieser Phase hatten die Veilchen Probleme in der Offensive – hier ein Foul, da ein Schrittfehler und immer mal wieder zu schnell abgeschlossene Angriffe. Mit einer 46:39-Führung für die Braunschweiger wurden schließlich die Seiten gewechselt. Beste Werfer auf Seiten der BG Göttingen waren bis dahin Tai Odiase (8) und Nelson Weidemann (7). Auf der Gegenseite stach Kostja Mushidi bis dahin mit 20 Punkten – erzielt aus allen Distanzen.

Dawkins dreht nach der Pause auf

Die Gäste haben nach der Halbzeitpause da weiter gemacht, wo sie zuvor aufgehört hatten und zogen auf 56:41 (23.) davon, ehe BG-Headcoach Roel Moors eine Auszeit nahm. In einem Zwischenspurt, in dem der aufmerksame Aubrey Dawkins der Antreiber war, verkürzten die Veilchen auf 50:58 (26.). Gut drei Minuten später war der Vorsprung der physisch stärkeren Braunschweiger wieder zweistellig (63:52/29.). Mit einem 54:68-Rückstand ging es ins Schlussviertel, in dem die Veilchen dann doch bei der Ehre gepackt wurden, sich erneut durch Dawkins – mit Dunking und Dreier – bis auf 76:77 (27.) heranspielten. Braunschweig zog wieder davon (81:76/27.), Göttingen tastete sich heran (85:87/29.), aber schaffte es nicht mehr die Partie zu drehen.

Moors hat noch viel Arbeit vor sich

„Ein gutes Viertel reicht nicht aus. Ein Spiel dauert 40 Minuten. Wir haben noch viel Arbeit vor uns“, sagte BG-Headcoach Roel Moors anschließend. Als sein Team im Schlussviertel aggressiv gespielt habe, habe sich der Erfolg eingestellt. „Aggressivität ist das einzige Mittel, mit dem wir gewinnen können.“ Der Einsatz von Akeem Vargas habe das Spiel verändert, Aubrey Dawkins sei erst in der zweiten Halbzeit richtig heiß gelaufen. „Tai Odiase kann viel, muss sich aber auch noch verbessern.“ Braunschweig habe physischer gespielt.

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Das nächste Testspiel bestreiten die Veilchen bereits am kommenden Sonntag. Gegner ist um 17 Uhr in der nicht-öffentlichen Begegnung im Göttinger Basketball-Zentrum das ProA-Team der Paderborn Baskets. Auch diese Partie verpassen die Fans nicht, sie wird im Livestream auf dem You Tube-Kanal „Veilchen TV“ übertragen.

Punkte BG Göttingen: Weidemann (7), Vital (6), Nelson (17), Vargas (1), Onwuegbuzie (5), Odiase (10), Mönninghoff (2), Jackson (12), Dawkins (18), Turudic (7).

Punkte Braunschweig: Wank (9), Koné (2), Zeeb (3), Slooten (5), Robinson (17), Mushidi (28), Göttsche, Schilling (16), Jallow (7).