07. Juni 2021 / 11:30 Uhr

BG Göttingen verpflichtet Philipp Hartwich für die Centerposition

BG Göttingen verpflichtet Philipp Hartwich für die Centerposition

Kathrin Lienig
Göttinger Tageblatt
 Philipp Hartwich (r., gegen Oldenburgs Rickey Paulding) trägt in Zukunft das BG-Trikot.
Philipp Hartwich (r., gegen Oldenburgs Rickey Paulding) trägt in Zukunft das BG-Trikot. © imago images/Eibner
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Ein echter Big Man: Mit 2,18 Meter war Philipp Hartwich der zweitlängste Spieler in der Basketball-Bundesliga. In der abgelaufenen Saison stand er für den Syntainics MBC auf dem Spielfeld, in Zukunft wird er das Trikot der BG Göttingen tragen.

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Der Kader der BG Göttingen für die kommende Saison in der Basketball-Bundesliga wird immer größer. Philipp Hartwich wird in der kommenden Saison das Veilchen-Trikot tragen. Der 2,18 Meter große deutsche Center wechselt vom Liga-Konkurrenten Syntainics MBC in die Universitätsstadt an der Leine und erhält einen Einjahresvertrag.

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Nur knapp 200 Kilometer muss der Umzugswagen fahren, wenn Hartwich von Weißenfels über die A38 in Richtung Göttingen weiter zieht. „Philipp bringt eine sehr interessante Mischung aus Länge und Mobilität mit. Er ist bekannt dafür, dass er in der Defensive den Korb gut abschirmt“, sagt BG-Headcoach Roel Moors über den 25-Jährigen. „Ich bin froh über seine Verpflichtung und freue mich darauf, mit Philipp zu arbeiten und ihm dabei zu helfen, Fortschritte zu machen.“ Bis Alba Berlin in diesem Jahr Christ Koumadje verpflichtet hat, war Hartwich der längste Spieler in der BBL. Der Alba-Center aus dem Tschad hat noch drei Zentimeter mehr aufzuweisen als die Göttinger Neuzugang.

Kein BBL-Akteur hat so oft geblockt

Für den in Köln geborenen und aufgewachsenen Hartwich war die vergangene Saison in Weißenfels seine erste Profi-Station in seinem Heimatland. Für die „Wölfe“ absolvierte der Center 33 Liga-und drei Pokalspiele. Im Schnitt kam der Veilchen-Neuzugang in der Liga rund 16 Minuten zum Einsatz, erzielte 4,2 Punkte und holte 3,5 Rebounds. Zudem gelangen ihm durchschnittlich 1,7 Blocks pro Partie – so viele wie keinem anderen BBL-Akteur.



Seine Basketball-Karriere startete der Rheinländer erst spät im U18-Bereich seines Heimatklubs Cologne 99ers, mit denen er 2014 den Aufstieg in die 1. Regionalliga schaffte. Nach seinem Abitur entschied sich Hartwich für ein Studium in den USA und wechselte an die University of Portland (US-Bundesstaat Oregon), wo er für die Portland Pilots auf Korbjagd ging.Von 2014 bis 2018 absolvierte er 117 Partien für sein College-Team und stach auch dort als Shot-Blocker hervor. In seinem Abschlussjahr kam der Center auf 2,3 Blocks pro Spiel und holte 7,9 Rebounds.

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Nach seinem Uni-Abschluss wechselte der Kölner nach Spanien in die zweite Liga (LEB Gold). In der Saison 2018/19 lief er für CB Penas Huesca auf, die darauffolgende Saison für Melilla Balancesto. In 58 Spielen kam der Deutsche bei beiden Klubs auf durchschnittlich 5,7 Punkte, 5,8 Rebounds und 1,5 Blocks, bevor es ihn im Sommer 2020 zurück in sein Heimatland zog.

Auch andere Leistungsträger verlassen den MBC

Die Verantwortlichen des Syntainics MBC hatten schon am Wochenende den Abgang Hartwichs vermeldet, der eine Ausstiegsklausel in seinem bis Saisonende 2021/22 laufenden Zweijahresvertrag genutzt hat, um zu wechseln. Zuvor hatten bereits die beiden Topspieler Michal Michalak und Quinton Hooker den MBC verlassen. Demnächst wollen die Weißenfelser ihren neuen Cheftrainer vorstellen. Er wird Nachfolger von Silvano Poropat, der 208 Spiele an der Seitenlinie des MBC gestanden hat.

Zum Veilchen-Kader für die Saison 2021/22 gehören mit Mathis Mönninghoff, Akeem Vargas, Haris Hujic und Philipp Hartwich inzwischen vier Spieler mit einem deutschen Pass. Der Amerikaner Jake Toolson war vor dem vergangenen Wochenende die erste ausländische Neuverpflichtung.