09. Februar 2021 / 17:02 Uhr

BG Göttingen will in Bayreuth nachlegen

BG Göttingen will in Bayreuth nachlegen

Eduard Warda
Göttinger Tageblatt
Nach dem Spiel ist vor dem Spiel: Nelson Weidemann posiert im Anschluss an die Partie in Würzburg für den Fotografen.
Nach dem Spiel ist vor dem Spiel: Nelson Weidemann posiert im Anschluss an die Partie in Würzburg für den Fotografen. © Heiko Becker/DeFodi images
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Wie verkraftet die BG Göttingen die momentane BBL-Dauerbelastung? Einen ersten Fingerzeig gibt es bei der Partie am Mittwoch um 20.30 Uhr, wenn die Veilchen bei Medi Bayreuth antreten.

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Für die BG Göttingen geht es in der Basketball-Bundesliga momentan Schlag auf Schlag: Es stehen drei Spiele in fünf Tagen an. Zum Auftakt gastiert das Team von Trainer Roel Moors am Mittwoch um 20.30 Uhr bei Medi Bayreuth – ein Team, das wie die BG Göttingen frisches Selbstbewusstsein getankt hat.

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Die Bayreuther gewannen am vergangenen Freitag etwas überraschend mit 95:92 nach Verlängerung bei den Hamburg Towers. Es war der zweite Sieg in Folge für den nächsten Veilchen-Gegner, der in der Tabelle auf dem zehnten Platz rangiert. „Bayreuth ist ein sehr gut strukturiertes Team“, sagt BG-Co-Trainer Thomas Crab. „Wenn man gute Spieler hat, die ihre Leistung bringen, dann gewinnst du irgendwann auch Spiele.“

Stabile Veilchen sichern sich in Würzburg verdienten Sieg

Die Veilchen präsentierten sich ihrerseits beim 87:82-Sieg bei s.Oliver Würzburg enorm stabil und brachten ihren Vorsprung souverän über die Zeit, selbst wenn im Schlussdurchgang ein wenig der Sprit ausging. Wie verkraftet das Team, das nicht gerade für eine tiefe Bank und große Möglichkeiten bei der Rotation bekannt ist, diese Belastung? „Das ist natürlich immer schwierig“, sagt Moors. „Wenn mann gute Spiele macht, ist das aber immer einfacher, weil die Belastung nicht nur physisch ist, sondern auch mental.“

Moors baut in dieser Hinsicht auf seinen Kader: „Ich glaube wir haben genug Spieler, um damit umzugehen.“ Erschwerend kam für die BG-Reisegesellschaft auf der Rückfahrt von Würzburg der Wintereinbruch und das Schneegestöber in der Nacht von Sonnabend auf Sonntag dazu, was zu Folge hatte, dass die Veilchen erst am frühen Sonntagmorgen Göttingen erreichten. Nun übernachtet die BG in Bayreuth, um von dort aus nach Ulm zu starten. Erst im Anschluss geht es zurück nach Göttingen, wo am Sonntag Crailsheim erwartet wird.

Bilder vom Spiel in Würzburg:

Die BG Göttingen hat beim Auswärtsspiel gegen s.Oliver Würzburg den fünften Saisonsieg in der Basketball-Bundesliga geholt. Zur Galerie
Die BG Göttingen hat beim Auswärtsspiel gegen s.Oliver Würzburg den fünften Saisonsieg in der Basketball-Bundesliga geholt. © Heiko Becker

Wenn nach den Worten von Moors eine gute Leistung besser über die körperliche Belastung hinweghilft, müsste BG-Center Tai Odiase nach der Würzburg-Partie topfit sein: Im Spiel bei s.Oliver war er mit 23 Punkten nicht nur Topscorer der Begegnung, sondern steuerte mit elf Rebounds auch ein Double-Double bei und durfte sich somit als Matchwinner feiern lassen.

Allerdings hatte der „Big Man“ danach 35 Minuten Spielzeit in den Beinen, was auch darin begründet war, dass Dennis Kramer nach zuletzt schwachen Leistungen gar nicht zum Einsatz kam und Marvin Omuvwie, der noch gegen Alba Berlin auf der Center-Position fünf erfolgreich ausgeholfen hatte, nur kurz. Nach vier Minuten auf dem Parkett wies die Statistik für Omuvwie bis auf die Einsatzzeit nichts Zählbares aus.

Für wen er sich unter den Körben entscheidet, hänge auch vom Gegner ab, relativierte Moors am Dienstag: Würzburg habe über weite Strecken mit einem Forward auf der Position fünf gespielt, „deswegen war es schwierig, Dennis Spielzeit zu geben“. Omuvwie sei nach wie vor eine Alternative auf der Center-Position und habe gegen Alba Berlin viel Energie gebracht, „aber gegen Würzburg fand ich es wieder weniger in den Minuten, die er gespielt hat“. In jedem Fall werde nicht über eine weitere Verstärkung unter den Körben nachgedacht, so Moors.

Bayreuth „geht sehr gut unter den Korb“, sagt Crab

„In der Offensive geht Bayreuth sehr gut unter den Korb und kreiert von dort“, sagt Co-Trainer Crab über den nächsten BG-Gegner. „In der Defensive spielen sie auf eine sehr solide Art und Weise – jeder Spieler kennt dort seine Rolle.“

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Die Veilchen arbeiten laut Statistik etwas besser unter den Brettern, holen 10,1 Offensiv-Rebounds pro Spiel (Bayreuth 8,6) und 34,6 Rebounds insgesamt (31,9). „Wir müssen die Stärken und Schwächen der einzelnen Spieler sehr gut kennen und versuchen, ihnen das Aufposten ein wenig wegzunehmen.“ In der Offensive wünscht sich der Assistenztrainer viel Disziplin und eine gute Ballbewegung. Laut Moors sind sämtliche BG-Spieler fit und einsatzbereit.