02. Juni 2021 / 12:24 Uhr

BG Göttingen zieht Bilanz: Tai Odiase steht in allen Spielen auf dem Feld

BG Göttingen zieht Bilanz: Tai Odiase steht in allen Spielen auf dem Feld

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Tai Odiase (l.) war nicht nur Vielspieler, er blockte auch eine Menge Würfe und machte mit 455 Zählern die meisten BG-Punkte in dieser Saison.
Tai Odiase (l.) war nicht nur Vielspieler, er blockte auch eine Menge Würfe und machte mit 455 Zählern die meisten BG-Punkte in der abgelaufenen Saison. © Swen Pförtner
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Der Blick zurück lohnt sich: Die BG Göttingen ist zufrieden mit der abgelaufenen Saison. Vor allem die Dreierquote von 38,8 Prozent brachte die Veilchen weit nach vorn – auf Platz drei. Aber auch individuell konnten sich einige Akteure weit vor platzieren.

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Während das Playoff-Halbfinale in der Basketball-Bundesliga in vollem Gange ist, ziehen andere schon Mannschaften Bilanz und widmen sich der Saisonplanung 2021/22. Auch die BG Göttingen blickt zurück – auf eine sehr gute Spielzeit, die mit dem Erreichen des Top Four im Pokalwettbewerb ihren Höhepunkt hatte.

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Zwar hätte sich BG-Headcoach Roel Moors gewünscht, in der Liga-Hauptrunde noch etwas länger um den achten Platz und die Playoff-Teilnahme mitzukämpfen, dennoch kann der Belgier zufrieden mit dem Abschneiden seines Teams sein. Die Veilchen schlossen die Saison als Tabellenzwölfter ab. Erst dreimal seit dem Wiederaufstieg 2015 gelang ihnen eine bessere Platzierung, nur zweimal erreichte ein Team mehr Siege als in der abgelaufenen Saison. Und auch in einigen Statistik-Kategorien stachen die Südniedersachsen hervor.

Beste Defensivleistung: nur 55 Gegenpunkte

Insgesamt 2.874 Punkte erzielte das Moors-Team in der gesamten Spielzeit. Durchschnittlich kam die Mannschaft auf 84,53 Punkte pro Partie, wobei es in beide Richtungen Ausreißer gab. So schafften die Veilchen in sechs Spielen mehr als hundert Punkte. Die höchste Punkteausbeute gelang im MagentaSport BBL Pokal gegen die JobStairs Giessen 46ers (123). Die größte Differenz dagegen erreichten die Göttinger im Spiel gegen den späteren Absteiger Rasta Vechta, das Ende März mit einem 103:79-Auswärtssieg (plus 24 Punkte) endete. Dieses Spiel ist damit auch Bestandteil der längsten Siegesserie der Veilchen: Drei Siege in Folge gelangen gegen die Telekom Baskets Bonn, Vechta sowie die Niners Chemnitz. Das Spiel gegen die Chemnitzer stellte auch die beste Defensivleistung des Teams dar: Nur 55 Punkte ließ es gegen die Sachsen zu.



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In den ligaweiten Rankings tauchen die Veilchen ebenfalls in einigen Kategorien in der oberen Tabellenhälfte auf. Mit einer Dreierquote von 38,8 Prozent belegen die Südniedersachsen in dieser Kategorie sogar den dritten Platz. In zwei Defensiv-Rankings belegt das Team von Roel Moors den sechsten Platz: Bei den Blocks pro Spiel (2,7) sowie bei den Defensiv-Rebounds mit 24,1 pro Spiel. Dies lag nicht zuletzt an US-Center Tai Odiase, der sich mit 1,6 Blocks pro Spiel den zweiten Platz im Ligaranking sicherte und mit 6,4 Rebounds auf dem fünften Platz landete. Der Big Man ist außerdem der Dauerbrenner der Veilchen: In allen 34 Ligapartien stand er auf dem Parkett. Da verwundert es nicht, dass er mit insgesamt 455 Punkten auch auf die meisten Zähler in der Mannschaft kommt.

Lomazs’ 38 Punkte pro Spiel bleiben unerreicht

Neben Tai Odiase machten aber noch weitere BG-Akteure auf sich aufmerksam. Allen voran der im Winter aus Frankreich nachverpflichtete Rihards Lomazs. Der Guard stellte mit seinen 38 Punkten beim Sieg nach Verlängerung gegen Bonn einen BBL-Saisonrekord auf, der auch im Schlussspurt der Saison von keinem Akteur mehr eingestellt wurde. Mit durchschnittlich 16,6 Punkten pro Spiel belegte Lomazs in dieser Kategorie den fünften Platz in der Liga und rangierte damit noch vor dem Ludwigsburger Jaleen Smith, der zum Most Valuable Player der BBL-Hauptrunde gewählt wurde.

Und auch wenn der Lette den Fans vor allem durch seine vielen spektakulären Drei-Punkte-Würfe aufgefallen sein dürfte: Die teaminterne Rangliste in Bezug auf die Dreier-Trefferquote führte Forward Aubrey Dawkins an. Starke 45,9 Prozent seiner Dreierversuche brachte der US-Amerikaner im Korb des Gegners unter. Bei der Quote der Zwei-Punkte-Würfe ging indes der Kapitän voran: Akeem Vargas versenkte 62,5 Prozent seiner Zweierversuche und führt damit die teaminterne Rangliste in dieser Kategorie an. Als Ballverteiler stach vor allem der britische Nationalspieler Luke Nelson hervor; mit durchschnittlich 4,6 Assists pro Spiel landete er im ligaweiten Ranking auf dem neunten Platz.

Von Kathrin Lienig/r