20. August 2020 / 07:37 Uhr

Bialek noch nicht alles: VfL Wolfsburg baggert auch an Nunez und Vlahovic

Bialek noch nicht alles: VfL Wolfsburg baggert auch an Nunez und Vlahovic

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Linton Maina (l.) , Bartosz Bialek (M.), Dusan Vlahovic (r.)
Einer ist schon da, kommen noch zwei weitere Stürmer? Bartosz Bialek (M.) hat unterschrieben, der VfL buhlt aber auch um Darwin Nunez (l.) und Dusan Vlahovic. © VfL Wolfsburg / Matteo Papini (Imago Images) / Florian Petrow
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Einen hoffnungsvollen Stürmer hat Bundesligist VfL Wolfsburg mit Bartosz Bialek gebunden, zwei weitere Kandidaten für den Angriff hat er offenbar ins Visier genommen. Um einen dritten gibt es Stillstand.

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Der VfL hat mit Bartosz Bialek seinen ersten Neuzugang in diesem Sommer eingetütet. Der 18-Jährige wechselt von Zaglebie Lubin zum Wolfsburger Fußball-Bundesligisten – und hat beim VfL einen Vertrag bis 2024 unterschrieben. Aber Bialek dürfte nicht der einzige Neue für den Sturm bleiben. Zwei weitere Angreifer könnten noch kommen.

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Im Visier haben die Wolfsburger Dusan Vlahovic von Ribery-Klub AC Florenz aus der Serie A. Ein 20-Jähriger Mittelstürmer, neun Tore in 35 Pflichtspielen in der vergangenen Saison, dazu noch zwei Torvorlagen, 1,90 Meter groß, robust. Einer, der dahin geht, wo es wehtut. Viele Klubs haben den Serben auf dem Zettel. Vlahovic steht bei den Italienern noch bis 2023 unter Vertrag, Juventus Turin und die AS Rom wurden zuletzt als Interessenten gehandelt. Der VfL hat Vlahovic schon länger auf dem Zettel. Der Spieler kann sich einen Wechsel in die Bundesliga vorstellen, aber Florenz will ihn – Stand jetzt – nicht verkaufen, möglicherweise verleihen, was jedoch der VfL nicht priorisiert.

Ebenfalls im VfL-Visier: Darwin Nunez, ebenfalls ein Mittelstürmer, der laut „zerozero.pt“ aber nicht nur in Wolfsburg ein Thema ist. Nach AZ/WAZ-Infos beschäftigen sich die VfL-Verantwortlichen mit dem 21-jährigen Stürmer aus Uruguay, der im vergangenen Sommer zu UD Almeria in die spanische LaLiga2 gewechselt war und da in 32 Pflichtspielen 16 Tore und drei Torvorlagen erzielt hat. Nunez ist ein Stürmer mit Tiefgang – einer, der etwa um VfL-Top-Torjäger Wout Weghorst herum spielen könnte.

Vlahovic und Nunez – beides interessante Spieler, genau wie Bialek, der schon da ist. Um kurz nach 10 Uhr fuhr der Pole gestern Vormittag mit seinem Berater aufs VfL-Gelände. Am frühen Nachmittag gab der VfL den Transfer bekannt. „Wir sind sehr froh, mit Bartosz einen sehr talentierten Spieler verpflichtet zu haben, der in der ersten polnischen Liga schon in jungen Jahren sehr starke Leistungen gezeigt hat“, so VfL-Sportdirektor Marcel Schäfer in der VfL-Pressemitteilung. „Er ist jung, erfolgshungrig und passt exakt in unsere Philosophie. Wir sind überzeugt, dass er jetzt bei uns den nächsten Schritt in seiner Entwicklung macht und in den kommenden Jahren mit dazu beiträgt, dass wir unsere Ziele erreichen“, so Schäfer weiter.

Beim VfL bekommt Bialek, den auch Frankfurt und Gladbach wollten, das Trikot mit der Nummer 21, die er auch in Polen auf dem Rücken trug. „Für mich ist mit dem Wechsel in die Bundesliga ein Traum in Erfüllung gegangen. Ich freue mich sehr auf die Herausforderung, meinen Weg in einer der stärksten Ligen der Welt fortsetzen zu können. Ich werde jetzt versuchen, mich schnellstmöglich in meinem neuen Umfeld einzugewöhnen und meine Mannschaftskameraden kennenzulernen, damit ich mich dann voll und ganz auf den Fußball fokussieren kann.“

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Stillstand bei Maina

Bialek ist fix, Vlahovic und Nunez hat der Klub auf dem Radar, ebenfalls ein Thema bleibt Hannovers Linton Maina. Aber: Seit Wochen bewegt sich nichts. Die Positionen sind abgesteckt. Wolfsburg hat zwar weiter Interesse und 96 würde ihn auch verkaufen, aber nicht zu dem Preis, den der VfL zahlen will. Die Spanne soll vom Wolfsburger 3,5 Millionen-Angebot bis zum 6-Millionen-Ertragswunsch von 96 reichen. „Wir sind Herr der Spielregeln“, sagt 96-Chef Martin Kind. „Ich bin da entspannt. Wir müssen ihn nicht verkaufen, das könnten wir auch noch im nächsten Jahr machen, und zwar nicht zwangsläufig nach Wolfsburg. Dann behalten wir Linton und haben jetzt noch einen guten Spieler mehr.“