12. Februar 2020 / 10:39 Uhr

Biathlon-Ikone überreicht Gifhorns Hendrik Berner den Pokal

Biathlon-Ikone überreicht Gifhorns Hendrik Berner den Pokal

Nick Heitmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Gruppenbild mit Biathlon-Ikone: Staffel-Olympiasieger Fritz Fischer (v. l.) mit Tour-Gewinner Hendrik Berner und Vorjahressieger Steffen Hannich.
Gruppenbild mit Biathlon-Ikone: Staffel-Olympiasieger Fritz Fischer (v. l.) mit Tour-Gewinner Hendrik Berner und Vorjahressieger Steffen Hannich.
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Mit dem Siegerpokal im Gepäck waren Steffen Hannich und Hendrik Berner zum Finale der deutschlandweiten Biathlon-Tour nach Ruhpolding gefahren, auf der Rückreise der beiden Sportler des USK Gifhorn lag die Trophäe erneut im Auto. Der Besitzer hatte allerdings gewechselt. Während Titelverteidiger Hannich die Jedermann-Serie auf Platz vier beendete, gewann diesmal Kumpel Berner im Schnee der Chiemgau-Arena. Ein Triumph mit Ansage.

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Hannich hat das richtige Näschen

Hannich hatte im Vorfeld das richtige Näschen gehabt. „Steffen hat bei Facebook auf meinen Sieg getippt“, so Berner. Allzu gewagt war diese Prognose freilich nicht. Schließlich hatte der 27-Jährige Biathlon einst auf Wettkampfniveau betrieben. „Das ist zwar schon eine Weile her, aber mit dem Langlaufen ist es wie mit dem Fahrradfahren – das verlernt man nicht.“

Im Oktober hatte Berner im brandenburgischen Wildau das Ticket für Ruhpolding gelöst – dank eines fehlerfreien Schießens mit dem Infrarotgewehr und einer starken 400-Meter-Zeit auf dem Thorax-Trainer. Hannich dagegen war als Vorjahressieger automatisch qualifiziert für das Tour-Finale in Bayern, an dem 41 Athleten teilnahmen.

Üben mit dem Olympiasieger

„Die Veranstaltung ist sehr gut organisiert und bietet auch Leuten, die vorher noch nie auf Skiern standen, die Möglichkeit, etwas selbst zu erleben, das man sonst nur aus dem Fernsehen kennt“, lobte Berner. Los ging’s mit einer Übungseinheit, geleitet von Biathlon-Ikone und Staffel-Olympiasieger Fritz Fischer. „Die eineinhalb Stunden haben gereicht“, so Gelegenheits-Langläufer Hannich schmunzelnd. „Wenn man das nicht so kann, wird’s irgendwann anstrengend.“

Danach starteten bei idealen Bedingungen die Vorläufe. Die beiden USK-Asse, die 2019 Staffel-Gold bei der Sommerbiathlon-DM geholt hatten, lagen nach drei 300-Meter-Runden und zwei Liegendschießen jeweils vorn, Berner zauberte sogar die mit Abstand schnellste Zeit in den Naturschnee. Hannich: „Da wusste ich, dass ich mit meinem Tipp Recht behalte.“

Beim Tour-Finale in Bayern waren 41 Athleten am Start.

Hendrik Berner vom USK Gifhorn. Zur Galerie
Hendrik Berner vom USK Gifhorn. © Privat
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Wander- wird zum Reisepokal

Im Finale (fünf Runden, vier Schießeinlagen) ließ Berner mit dem Kleinkaliber zwar Federn, hatte trotz der sieben Fehler am Ende aber 13 Sekunden Vorsprung. „Es hat gut funktioniert“, jubelte der frischgebackene Tour-Sieger. Hannich dagegen strauchelte direkt nach dem Start, „da war das Rennen für mich fast schon gelaufen“, so der 26-Jährige. Doch er fightete, schaffte es noch auf Rang vier unter sieben Finalteilnehmern – und betonte. „Es hat wieder Spaß gemacht.“

Das lag auch an der abendlichen Party samt Siegerehrung, bei der Berner – wie im Vorjahr Hannich – aus den Händen von Fischer die Trophäe erhielt. Tags darauf wurde der Wander- wieder zum Reisepokal und quer durch die Republik kutschiert. Berner schmunzelnd: „Der Pokal fühlt sich anscheinend wohl beim USK.“

Das Finale im Video:

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