07. September 2020 / 11:36 Uhr

Verständnis für Kritik: Bierhoff reagiert nach Shitstorm wegen DFB-Flug und kündigt Nachdenken an

Verständnis für Kritik: Bierhoff reagiert nach Shitstorm wegen DFB-Flug und kündigt Nachdenken an

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Oliver Bierhoff hat die Kritik am DFB-Flug nach Basel angenommen.
Oliver Bierhoff hat die Kritik am DFB-Flug nach Basel angenommen. © imago images/Revierfoto/Twitter/Montage
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Nachdem die Nationalmannschaft für ihre Reise mit dem Flugzeug von Stuttgart nach Basel einen Shitstorm kassiert hatte, sperrte sich der DFB am Sonntag noch gegen die Kritik. Nun hat DFB-Manager Oliver Bierhoff reagiert und Besserung gelobt.

Für die Anreise der Nationalmannschaft zum Länderspiel gegen die Schweiz in Basel musste der Deutsche Fußball-Bund viel Kritik einstecken. Die Mannschaft hatte die Strecke von Stuttgart nach Basel – rund 180 Kilometer Luftlinie entfernt – nämlich mit dem Flugzeug angetreten, statt mit dem Mannschaftsbus oder dem Zug. In den Sozialen Medien, vor allem auf Twitter, hatte dies einen regelrechten Shitstorm ausgelöst. Sogar ZDF-Kommentator Oliver Schmidt merkte während der Übertragung der Partie gegen die Schweiz (1:1) seine Bedenken an der Umweltverträglichkeit des Reisemittels an. Und während sich der Verband am Sonntagabend noch verteidigte, lenkte man nun in Person von Oliver Bierhoff ein.

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"Wir können die kritischen Stimmen nachvollziehen und nehmen die entstandene Diskussion zum Anlass, uns zu hinterfragen, wie wir künftig die wichtigen Aspekte Umwelt und Nachhaltigkeit stärker in unseren Planungen und Entscheidungen berücksichtigen können", sagte der Direktor Nationalmannschaft und Akademie in einem Statement auf der DFB-Homepage. Allerdings betonte auch Bierhoff abermals, warum man in diesem konkreten Fall die Flugreise bevorzugt hatte: "In der Vorbereitung auf die beiden Länderspiele hatten wir uns vollkommen auf die Hygienesicherheit für die Mannschaft und optimale Voraussetzungen konzentriert, die körperliche Regeneration der Spieler zu gewährleisten", sagte Bierhoff.

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Bierhoff: "Möchten alles tun, damit die Spieler gesund zurückkehren"

Schon am Sonntagabend hatte DFB-Pressesprecher Jens Grittner den Flug damit gerechtfertigt, dass man andernfalls keinen optimalen Corona-Schutz gewährleistet hätte. Bei einer Zugreise von Stuttgart nach Basel hätte die Elf von Bundestrainer Joachim Löw nämlich mindestens einmal umsteigen müssen. Im Mannschaftsbus wäre hingegen die Regeneration gefährdet, weil die Spieler bis zu dreieinhalb Stunden sitzen müssten. "Aus Verantwortung gegenüber den Vereinen möchten wir auch alles von unserer Seite tun, damit die Spieler gesund zurückkehren", erklärte Bierhoff nun.

Am Sonntag hatte sich auch Nationalspieler Thilo Kehrer zu der Anreise geäußert: "Zwischen dem Spiel gegen Spanien und der Schweiz haben wir alles daran gesetzt, so schnell wie möglich zu regenerieren und die bestmögliche Fitness zu haben", sagte der Rechtsverteidiger von Paris Saint-Germain und erklärte: "Da ist es schon ein Unterschied, ob man drei oder dreieinhalb Stunden sitzt oder 45 Minuten. Das Sitzen oder Nicht-Bewegen ist für die Regeneration nicht optimal."