09. November 2020 / 17:32 Uhr

Bierhoff schließt DFB-Rückkehr von Hummels, Müller und Boateng weiter aus: "Macht etwas mit Gruppe"

Bierhoff schließt DFB-Rückkehr von Hummels, Müller und Boateng weiter aus: "Macht etwas mit Gruppe"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Haben keine guten Chancen auf ein DFB-Comeback: Mats Hummels, Thomas Müller und Jerome Boateng.
Haben keine guten Chancen auf ein DFB-Comeback: Mats Hummels, Thomas Müller und Jerome Boateng. © 2019 Getty Images
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Trotz der Topleistungen von Mats Hummels, Jerome Boateng und Thomas Müller in ihren Klubs kommt das Weltmeister-Trio nach wie vor nicht für eine Rückkehr in die deutsche Nationalmannschaft in Frage. DFB-Direktor Oliver Bierhoff deutete an, dass eine solche Aktion die wachsende Hierarchie der Mannschaft durcheinander bringen würde.

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DFB-Direktor Oliver Bierhoff hat einmal mehr deutlich gemacht, dass eine Rückkehr der ausgebooteten, aber wiedererstarkten Ex-Nationalspieler Mats Hummels, Jerome Boateng und Thomas Müller zum deutschen Team unwahrscheinlich ist. "Mich freut es, wenn sie gute Spiele machen", sagte der 52-Jährige, verteidigte jedoch die eingeschlagene Marschroute von Bundestrainer Joachim Löw: "Es ist absolut richtig, dass Jogi den Weg weitergeht. Den jungen Spielern muss man Raum geben, um sich zu entwickeln."

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Es sei "nichts Zwischenmenschliches vorgefallen" zwischen dem Bundestrainer und den Spielern. Allerdings deutete Bierhoff an, dass man bei einer Rückkehr der drei Weltmeister "einen gewissen Umgang vorsetzen" würde. Sprich: Eine solche Aktion würde wenig Sinn machen, wenn man die Spieler dann auf die Ersatzbank setzen würde. "Du kannst keinen Thomas Müller holen und sagen: Schau mal wie es ist, wie es läuft und wie es geht." Der DFB-Direktor warf diesbezüglich folgende Frage auf: "Was bedeutet es für die Gruppenkonstellation? Du musst dich dafür entscheiden, dass diese Spieler dann gesetzt sind, wenn man so verdiente Spieler zurückholt."

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Er erinnerte dabei auch an eine Rückholaktion des damaligen Bundestrainer Berti Vogts, der Lothar Matthäus vor der WM 1998 doch noch nominiert hatte, nachdem die Bild eine Kampagne zugunsten des Rekordnationalspielers gestartet hatte. "Das macht etwas mit der Gruppe, weil das Alphatiere sind", so Bierhoff. Das würde jedoch den Entwicklungsspielraum der jüngeren Spieler einschränken. "Zurzeit besteht kein Handlungsbedarf", sagte Bierhoff.

Löw: "Gnabry & Co brauchen Räume, um sich weiterzuentwickeln"

Bundestrainer Löw erklärte im SPORTBUZZER-Interview, an seiner Einschätzung von vor 20 Monaten habe sich "bislang nichts geändert", meinte Löw und erklärte: "Wir wollten den Verjüngungsprozess ganz bewusst, und Spieler wie Gnabry, Sané, Kimmich, Werner, Goretzka, Süle, Havertz brauchen Räume, um sich weiterzuentwickeln. Sie brauchen Einsatzzeit und müssen Erfahrungen machen. So, wie Thomas, Mats, Jerome das auch brauchten, bevor sie zu Säulen bei der WM in Brasilien wurden. Ich weiß aber, dass dies drei tolle Persönlichkeiten sind mit individueller Extra-Klasse."