19. September 2021 / 20:20 Uhr

Bilder, Stimmen und Statistik zum nächsten Derbysieg des OFC gegen den TuS

Bilder, Stimmen und Statistik zum nächsten Derbysieg des OFC gegen den TuS

Matthias Schütt
Märkische Allgemeine Zeitung
Waclawczyk trifft für den OFC im Derby
Die Entscheidung im Stadtderby: Der eingewechselte David Waclawczyk (links) überwindet TuS-Sachsenhausen-Keeper Nick Schrobback und netzt zum 2:0-Siegtreffer für den Oranienburger FC Eintracht ein. © Roeske
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Brandenburgliga: Die Mannschaft von Trainer Enis Djerlek gewinnt das Lokalduell mit 2:0 und fügt dem ärgsten Konkurrenten gleichzeitig die erste Saisonniederlage zu. 500 Zuschauer sind bei dem ausverkauften Match in Oberhavel dabei und sehen einen Erfolg des gastgebenden Oranienburger FC Eintracht gegen den TuS Sachsenhausen.

Oranienburger FC Eintracht - TuS Sachsenhausen 2:0 (1:0). Tore: 1:0 Basel Hawwa (15.), 2:0 David Waclawczyk (79.). Gelb-Rote Karte: Randy Kretschmann (78., OFC). Zuschauer: 500. Kurz vor seiner Einwechslung am Sonntag in der Orafol-Arena fragte Enis Djerlek, Trainer des Brandenburgligisten Oranienburger FC Eintracht, ob David Waclawczyk bereit für das Match sei. „Ich denke, ich habe die Antwort dann ganz gut auf dem Platz gegeben“, sagte Waclawczyk augenzwinkernd. Nur vier Uhrzeigerumdrehungen später stand der OFC-Sommerneuzugang bei einem Konter goldrichtig und netzte zum 2:0-Endstand im Stadtderby gegen den TuS Sachsenhausen ein – und das in Unterzahl. Denn kurz zuvor sah OFC-Abwehrspieler Randy Kretschmann nach einem Foul die Gelb-Rote Karte und musste die Partie von der Seitenlinie verfolgen.

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Der OFC klärte den folgenden TuS-Freistoß, schaltete schnell in den Angriff um und nach Vorarbeit von Lukas Bianchini traf Waclawczyk. „Die Mannschaft ist in die Geschichte eingegangen. Es wird keine Generation mehr geben, die zwei Derbys innerhalb von zwei Wochen hat und gegen so einen starken Gegner siegt“, so der OFC-Coach. „Ich ziehe den Hut vor der Mannschaft. Wir wussten, dass es ein Spiel für die Ewigkeit sein wird.“

In Bildern: Oranienburger FC besiegt den TuS Sachsenhausen.

<b>Oranienburger FC Eintracht - TuS Sachsenhausen 2:0 (1:0).</b> Tore: 1:0 Basel Hawwa (15.), 2:0 David Waclawczyk (79.). Gelb-Rote Karte: Randy Kretschmann (78., OFC). Zuschauer: 500. Zur Galerie
Oranienburger FC Eintracht - TuS Sachsenhausen 2:0 (1:0). Tore: 1:0 Basel Hawwa (15.), 2:0 David Waclawczyk (79.). Gelb-Rote Karte: Randy Kretschmann (78., OFC). Zuschauer: 500. © Robert Roeske

Während der OFC nach dem Landespokalderby 15 Tage zuvor nun auch das zweite Stadtduell gewann, bedeutete es für den TuS die erste Saisonniederlage. Der bis dato Tabellenführer rutschte in der Tabelle auf Rang zwei ab, steht aber noch vor dem OFC, der Dritter ist. Beide Mannschaften aus der Kreisstadt haben zwölf Zähler auf dem Konto. „Es ist schon ernüchternd. Wir waren zwar das dominantere Team, aber das bringt am Ende keine Punkte“, sagte TuS-Trainer Torsten Thiel. Dessen Mannschaft zeigte sich zum ersten Ligaderby in der Saison offensiv ausgerichteter und suchte direkt nach Anpfiff den Weg zum gegnerischen Tor.

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Die größte Chance hatten die Gäste nach elf Minuten, als Martin Pilz aber nur den Pfosten traf. Vier Minuten später nutzten die Gastgeber, die verletzungsbedingt weiter auf Kapitän Jerome Malanowski verzichten müssen, den ersten Fehler nach einem Querschläger in der TuS-Defensive. Einen Ball in die Schnittstelle verwertete OFC-Kicker Basel Hawwa zur 1:0-Führung. „So ein Derbysieg ist immer eine schöne Sache“, sagte der 31 Jahre alte Syrer, für den es gleichzeitig der erste Treffer in der laufenden Spielzeit war. Der TuS zeigte sich von dem Gegentreffer nur kurz geschockt, probierte es weiter mit einem druckvollen Offensivspiel.

Der Derby-Liveticker zum Nachlesen

Doch die OFC-Abwehr verteidigte geschickt. Zumal den Sachsenhausener bis auf Schüsse aus der zweiten Reihe vermehrt nicht viel einfiel. Doch OFC-Keeper Sven Roggentin war stets zur Stelle. „Jetzt hatten wir unser Ligaderby und wir können uns als Derbysieger fühlen“, so der Torhüter, der den Ligaerfolg höher einschätzt als den Pokalsieg. Mit der knappen Führung ging es für die Gastgeber in die Pause. In Halbzeit zwei sahen die 500 Zuschauer, damit war das Stadtderby unter den aktuellen Corona-Auflagen ausverkauft, zahlreiche Fouls auf beiden Seiten. Der Spielfluss litt zusehends, was der Spannung auf und neben dem Rasen aber keinen Abbruch tat, ehe Djerlek mit der Einwechslung von Waclawczyk ein glückliches Händchen bewies und dieser nur kurze Zeit später zum 2:0-Heimsieg traf. Der Rest war blauer Jubel auf dem heimischen Rasen.

Oranienburger FC Eintracht: Roggentin – R. Kretschmann, Knaack, T. Kretschmann, Dellerue (75. Waclawczyk), Unger (80. Krüger), Schütze (86. Rossak), Lakatos, Hawwa (86. Jäger), Iles Cruz, Bianchini (86. Hielscher-Reinelt).
TuS Sachsenhausen: Schrobback – Karaca, Höpfner, Wulff, Müller, Pehl, Kordecki, Schöps (66. Weigt), Pilz, Moryson, Duraku (80. Groll).