05. März 2020 / 17:45 Uhr

Bildung Peine gewinnt Derby trotz Verletzungsschreck

Bildung Peine gewinnt Derby trotz Verletzungsschreck

Peter Konrad
Peiner Allgemeine Zeitung
Die Teamkolleginnen muntern Bildungs Pechvogel auf: Die Freude über den Derby-Sieg wurde getrübt, da sich Katja Marquering schwer verletzte.
Die Teamkolleginnen muntern Bildungs Pechvogel auf: Die Freude über den Derby-Sieg wurde getrübt, da sich Katja Marquering schwer verletzte. © Ralf Büchler
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Klare Sache im Stadt-Derby der Handball-Regionsliga: Der TSV Bildung Peine setzte sich bei der PSG mit 24:12 durch und baute damit in der Tabelle die Distanz nach unten weiter aus. Der TSV musste jedoch einen gehörigen Verletzungsschreck verkraften. Katja Marquering zog sich einen dreifachen Nasenbeinbruch zu.

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Für die Titelhoffnungen der HSG Nord Edemissen II hingegen gab es einen herben Dämpfer, denn sie verlor sowohl in Bad Harzburg als auch in Thiede.

Peiner SG 04 – TSV Bildung Peine 12:24 (4:12). Als Jessica Wöhler per Siebenmeter das 3:1 für die Gastgeberinnen erzielte (7.), „sah es nach einer ausgeglichenen Partie aus“, erklärte PSG-Coach Lutz Benckendorf. Doch es kam anders: „Fehlwürfe, Pässe ins Nirvana und individuelle Fehler in der Abwehr nahmen kontinuierlich zu“, monierte Benckendorf. Folge war, dass die PSG 21 Minuten kein Tor erzielte. Das nutzte der TSV Bildung, um bis zur Pause auf 12:4 davonzuziehen. „In der zweiten Halbzeit ging es ähnlich weiter“, sagte Benckendorf. Positiv sei jedoch gewesen, „dass das Team gekämpft hat und in der zweiten Halbzeit das Ergebnis noch halbwegs im Rahmen gehalten hat. Letztlich aber haben wir auch in der Höhe zurecht verloren.“

Wesentlich zufriedener hingegen war der TSV Bildung. „Wir sind glücklich, dass wir die beiden Punkte mit nach Hause genommen haben“, betonte Trainerin Alexandra Hermanns. Allerdings sei der Sieg teuer erkauft worden, sagte sie und verwies darauf, dass Katja Marquering sich einen dreifachen Nasenbeinbruch zugezogen hat. Zudem verletzte sich auch noch Stefanie Melberg. Ihr Team habe diese Ausfälle jedoch bestens kompensiert und somit auch am Ende einen ungefährdeten Sieg eingefahren. Grundlage für den Erfolg sei die sichere Abwehr und die starke Leistung von Torhüterin Martina Sachse gewesen. „Respekt vor dieser wirklich guten Leistung“, lobte Hermanns.

*PSG: *Oelker (3/1), Wöhler (2/1), Vanessa Grote (4/1), Schulze (1), Richter (1), Henne (1).

Bildung: Genter (10), Gieselmann (10), Marquering (1), Behrens (2), Schulze (1).

Mehr regionaler Handball

HSG Bad Harzburg – HSG Nord Edemissen II 16:12 (8:5). Mit Siegen beim Spitzenreiter Bad Harzburg und in Thiede hätte die HSG Nord diesen von Platz eins verdrängt und selbst wieder die Tabellenführung übernommen, doch stattdessen gab es zwei Niederlagen. „Irgendwie ist aktuell der Wurm drin“, haderte Edemissens Spielerin Selina Hofmeister. Wie schon gegen Seesen habe es kaum vernünftige Angriffe gegeben, bemängelte sie. „Die Leistung in der Abwehr dagegen war noch einigermaßen in Ordnung, aber in der Offensive hat es wieder keine von uns geschafft, das abzurufen, was sie zu leisten imstande ist.“

Entsprechend musste sich die HSG, die nur die Anfangsphase ausgeglichen gestaltete, zum zweiten Mal in Folge geschlagen geben.

HSG Nord: Rönick (3/1), Hofmeister (1), Führmann (1), Prilop (2), Höper (2), Hintz (1), Teichmann (2).

FC Viktoria Thiede – HSG Nord Edemissen II 19:18 (9:8). „Wir müssen die Talfahrt dringend beenden.“ Das hatte Edemissens Spielerin Selina Hofmeister nach der Partie in Bad Harzburg gefordert, aber auch beim Tabellensechsten setzte sich der Abwärtstrend der HSG fort. „Es war aber eine völlig unnötige Niederlage“, ärgerte sich Hofmeister. Eine Ursache für selbige war die mangelnde Durchschlagskraft. „Im Angriff läuft es weiterhin nicht rund.“ Hinzu kam, „dass wir nach den jüngsten Niederlagen an Selbstvertrauen eingebüßt haben und zu verkrampft gespielt haben“, sagte sie. Immerhin aber habe die Abwehr wesentlich besser agiert als zuletzt. Dennoch lag die HSG zur Pause mit 8:9 hinten.

Nach dem Seitenwechsel jedoch lief es zunächst besser, so dass die Edemissenerinnen den Rückstand in ein 13:9 umwandelten (39.). „In dieser Phase haben wir ansatzweise gezeigt, zu was wir in der Lage sind“, erklärte Hofmeister. Die Dominanz der HSG war aber nicht von allzu langer Dauer, so dass es dem FC noch gelang, die Partie zu drehen. Kurz vor Schluss erzielten die Gastgeberinnen den Siegtreffer und besiegelten damit die dritte Niederlage in Folge für die Gäste. Wichtig sei nun, „das spielfreie Wochenende zu nutzen, um die Köpfe freizubekommen“, mahnte Hofmeister.

HSG Nord: Rönick (3), Kim Majometano (5), Poersch (1), Duwe (2), Hintz (4/1), Teichmann (3).