01. November 2020 / 11:13 Uhr

"Bin in der Form meines Lebens": Box-Profi Wojcicki enttäuscht über Absage

"Bin in der Form meines Lebens": Box-Profi Wojcicki enttäuscht über Absage

Yannik Haustein
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Bald wieder im Ring? Der Wolfsburger Patrick Wojcicki hofft darauf.
Der Eliminator-Fight muss warten: Patrick Wojcicki (l.) benötigt wegen des erneuten Lockdowns Geduld. © Sebastian Bisch
Anzeige

Der erneute Corona-Lockdown macht Patrick Wojcicki wieder einen Strich durch die Rechnung - der Wolfsburger Box-Profi hätte eigentlich am 14. November einen IBF-Eliminator-Fight bestreiten sollen, muss sich nun aber gedulden.

Das Heimspiel wäre nicht weit entfernt gewesen, am 14. November hätte Patrick Wojcicki mit einem Sieg im IBF-Eliminator-Kampf gegen Patrice Volny den letzten Schritt in Richtung WM-Fight machen können - stattdessen muss sich der Wolfsburger Box-Profi nun in Geduld üben. Eine bittere Pille - zumal der Mittelgewichtler in der Vorbereitung bestens unterwegs war.

Anzeige

Absage am Freitag

Unter der Woche hatte der 29-Jährige noch gehofft, dass der Fight trotz aller neuen Corona-Maßnahmen steigen könnte, die Absage gab's dann am Freitag - der Sauerland-Boxstall will das Risiko angesichts der jüngsten Entwicklungen nicht eingehen. "Die Enttäuschung ist sehr, sehr groß. Auf diesen Fight habe ich lange gewartet", sagt Wojcicki. "Es war die Chance, meinen Durchbruch zu starten."

Mehr zu Patrick Wojcicki

Kein neues Datum für den Fight

Der muss nun warten. Wie lange ist unklar, ein neues Datum für den Fight gibt es noch nicht. "Das drückt ein bisschen die Motivation", gibt der "Wolf" zu. "Ich hoffe, dass der Kampf trotzdem zustande kommt." Erst einmal werden Wojcicki und sein Trainer Antonino Spatola das Training aber etwas herunterfahren "und gucken, wie wir trainieren können und dürfen. Vielleicht geht es ja, dass wir zu zweit in die Halle können", hofft Wojcicki. Personen aus maximal zwei unterschiedlichen Haushalten dürfen sich schließlich treffen.

Anzeige

Zu viel will Wojcicki dann aber auch nicht tun. "Man will sich ja nicht übertrainieren. Irgendwann macht man keine Fortschritte mehr, stattdessen wird der Körper schwächer", weiß der Mittelgewichtler. Die Vorbereitung war zuletzt sehr intensiv. "Ich bin in der Form meines Lebens, habe sogar schon mein Kampfgewicht", erklärt Wojcicki. "Da war viel Motivation dabei. Erstmal gönne ich mir jetzt drei, vier Tage Pause und Physiotherapie, damit die Muskeln zur Ruhe kommen können."

Mehr Zeit für die Familie und den Waffelladen

Wie im Frühjahr gilt es dann, sich möglichst gut fit zu halten, Wojcicki setzte schon beim ersten Lockdown auf Lauftraining. "Das Krafttraining wird aber schwieriger", weiß der Profi. Abseits des Sports freut sich Wojcicki auf "mehr Zeit mit der Familie. Und nebenbei wollen wir unseren Waffelladen mit Außer-Haus-Verkauf und Lieferdienst in Betrieb halten, da werde ich gut beschäftigt sein", glaubt Wojcicki. Schließlich sei der Laden seit der Eröffnung im Frühsommer gut angenommen worden. "Wir haben sehr gutes Feedback bekommen."

Trotzdem wünscht sich Wojcicki natürlich, dass eine Rückkehr in den Ring möglichst bald machbar wäre. "Ich hoffe, es bleibt bei dem angekündigten einmonatigen Lockdown", so der 29-Jährige. "Dann wäre es alles ganz gut auszuhalten." Und dann könnte der "Wolf" schon bald wieder seinen Durchbruch ins Visier nehmen.