10. November 2020 / 09:35 Uhr

"Bin sehr froh und stolz": Judoka Marie Branser gewinnt African Open in Kamerun

"Bin sehr froh und stolz": Judoka Marie Branser gewinnt African Open in Kamerun

Frank Schober
Leipziger Volkszeitung
Marie Branser erkämpfte sich in Kamerun eine Goldmedaille.
Marie Branser erkämpfte sich in Kamerun eine Goldmedaille. © Privat
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Trotz turbulenter Begleitumstände hat die Leipziger Judoka Marie Branser bei den African Open überzeugt und bringt einen Sieg mit nach Hause. Die Kämpferin des SC DHfK Leipzig startet für die zentralafrikanische Republik Kongo.

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Leipzig. Die für die Republik Kongo startende Leipziger Judoka Marie Branser arbeitet weiter an ihrem Traum von der Olympiateilnahme. Erstmals seit März konnte die 28-Jährige vom SC DHfK an einem internationalen Turnier teilnehmen, die Reise ging zu den African Open nach Yaoundé in die Hauptstadt Kameruns. Die Felder waren in diesen schwierigen Zeiten sehr ausgedünnt.

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Unter den nur 60 Startern aus neun Nationen waren 21 Frauen, in Marie Bransers Halbschwergewicht (bis 78 kg) gab es sofort das Finale. Dieses gewann die Leipzigerin gegen eine Kontrahentin aus Kamerun nach bereits 54 Sekunden durch Ippon. „Ich bin sehr froh und stolz auf meine Leistung“, sagt die Sächsin. Dieser Erfolg war die zweite Goldmedaille der Sächsin bei einem Turnier der Kategorie Continental Open.

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Wie so oft waren die Begleitumstände sehr aufregend und anstrengend – erst recht unter Coronabedingungen. Das Visum wurde zur ersten großen Herausforderung. Zum wiederholten Mal fand die Leipzigerin ihre XXL-Sporttasche nicht auf dem Gepäckband, erst auf dem Heimweg konnte sie ihr Gepäck in Istanbul vor einen Solotrip in den Kamerun retten. Auf dem Flughafen in Yaoundé mussten die Judoka und Offiziellen zwei Stunden auf den ersten von zwei Coronatests warten, das durchaus teure Hotel sei für den Preis eine einzige Katastrophe gewesen.

„Aber es hat sich gut angefühlt, endlich wieder zu kämpfen“, sagte die 60. der Weltrangliste, die besonders ihrem Trainer Tobias Mathieu und ihrer Psychologin Nadja Walther für die intensive Zusammenarbeit und tolle Betreuung dankte.