03. Juni 2020 / 11:03 Uhr

Bis zu 22 Teams in der Sachsenliga: Landesverband sucht nach alternativem Spielmodus

Bis zu 22 Teams in der Sachsenliga: Landesverband sucht nach alternativem Spielmodus

Frank Müller
Leipziger Volkszeitung
Symbolbild
Wie genau soll der Ball in der Sachsenliga in der nächsten Saison rollen? © Archiv
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Der Sächsische-Fußballverband sieht sich in der kommenden Saison mit einer wahren Teilnehmerflut in seiner höchsten Spielklasse konfrontiert. Die Verantwortlichen diskutieren deshalb aktuell Möglichkeiten, die von einer handelsüblichen Hin-und Rückrunde in der Sachsenliga abweichen.

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Leipzig. Die Planung der kommenden Fußball-Saison auf Landesebene nimmt nach und nach Gestalt an. Am Dienstagabend beriet sich der Spielausschuss des Sächsischen Fußball-Verbandes (SFV) mit den meisten der für 2020/21 möglichen 22 Sachsenligisten in einer Videokonferenz. Einige fehlten entschuldigt in der Schalte, einige potenzielle Aufsteiger haben ihre Absichten auch noch nicht schriftlich erklärt. Der SSV Markranstädt indes hat das als Erster der hiesigen Landesklasse Nord bereits getan.

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Bis zum 15. Juni haben die Vereine noch Zeit, die Frist dafür wurde wegen der besonderen Lage in diesem Jahr verlängert. Wenn alle in Frage kommenden Teams dabei sein wollen, würden voraussichtlich am 5./6. September in der Sachsenliga 22 Mannschaften an den Start gehen, sofern „Corona“ nicht noch einen Strich durch die Planung macht. „Dieser Auftakttermin würde allen eine ordentliche Saisonvorbereitung ermöglichen“, betont Spielausschuss-Chef Volkmar Beier. Da sich allerdings bei 22 Teams kaum zu bewältigende 42 Spieltage ergäben, sucht Beier mit seinen Mitstreitern und den Vereinen nach einem alternativen Modus: „Im Gespräch ist die Bildung von Staffeln und danach eine Playoff- sowie eine Playdown-Runde. Möglich wäre aber auch, nur eine Hinrunde mit 21 Spieltagen zu spielen und dann Playoffs und Playdowns folgen zu lassen.“

Auch Sachsenpokal muss eingeflochten werden

Binnen zwei Jahren soll die Liga wieder auf die Sollstärke von 16 Teams reduziert werden. Das heißt, es müssten zwei Spieljahre lang jeweils mehr Mannschaften absteigen als aus den vier Landesklassen heraufkommen. Ab 2022/23 wäre dann wieder der „Normalzustand“ erreicht.

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Wie sich die Landesklassen demnächst zusammensetzen, ist ebenfalls noch nicht ganz klar, weil man erst abwarten muss, welche und wie viele Mannschaften aus den Kreisober- und Stadtligen aufsteigen wollen. Auch hier gilt der 15. Juni als „Stichtag“ für die Entscheidung. Absteigen muss aus den Landesklassen wie auch aus der Sachsenliga diesmal niemand. Die Kreisverbände planen wohl auch größtenteils, am ersten Septemberwochenende in die neue Saison zu starten – soweit man das momentan sagen kann.

Feststeht: Die offenen Sachsenpokal-Halbfinalpartien zwischen dem FC Eilenburg und dem FC Lok Leipzig sowie und dem FC International Leipzig und dem Chemnitzer FC sollen Anfang August nachgeholt werden. Darauf einigten sich Vertreter aller vier Vereine in der Sportschule „Egidius Braun“ in Leipzig mit SFV-Präsident Hermann Winkler und Volkmar Beier.