21. November 2021 / 19:33 Uhr

Bischofswerdaer FV feiert in Merseburg den zweiten Auswärtssieg

Bischofswerdaer FV feiert in Merseburg den zweiten Auswärtssieg

Jürgen Schwarz
Dresdner Neueste Nachrichten
Bischofswerdas Trainer Frank Rietschel war mit der Leistung seiner Jungs in Merseburg zufrieden.
Bischofswerdas Trainer Frank Rietschel war mit der Leistung seiner Jungs in Merseburg zufrieden. © Steffen Manig
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In der Fußball-Oberliga Süd wurden wegen Corona nur drei Punktspiele angepfiffen. Der Bischofswerdaer FV gewann beim 1. FC Merseburg mit 1:0, Krieschow überrollte die Zweite von Jena mit 6:0 und der VfL Halle behielt beim 3:1 gegen Rudolstadt die Oberhand.

Dresden. Es dürften die letzten Punktspiele in der Fußball-Oberliga in diesem Jahr gewesen sein. Nachdem die Verbände in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen den Spielbetrieb auf Landesebene in der Vorwoche unterbrochen hatten, wurden am 14. Spieltag der NOFV-Oberliga nur noch drei Partien angepfiffen.

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Der Bischofswerdaer FV gastierte beim Schlusslicht in Merseburg und feierte den zweiten Auswärtssieg der Saison (1:0). Der VfB 1921 Krieschow überrollte die U20 des FC Carl Zeiss Jena (3.) mit 6:0 und schob sich an die Spitze der Süd-Staffel. Der VfL Halle 96 (5.) behielt zu Hause gegen Tabellenneunten Einheit Rudolstadt mit 3:1 die Oberhand. Wenig Aussagekraft hat die aktuelle Tabelle, da die 19 Teams zwischen elf und 15 Partien absolviert haben.

„Wir beenden den Trainingsbetrieb und sind froh, dass wir zum Anschluss noch einmal drei Punkte geholt haben“, sagte BFV-Trainer Frank Rietschel nach dem knappen Erfolg vor nur 74 zahlenden Besuchern im Merseburger Stadtstadion. Steve Zizka, „der ein richtig gutes Spiel gemacht hat“, so Rietschel, war der Matchwinner. Sein sehenswerter 25-m-Freistoß (15.) sicherte dem Regionalliga-Absteiger den siebenten Saisondreier.


Bischofswerda ließ viele Chancen liegen

„Der Sieg war verdient, auch wenn wir defensiv einige Male gewackelt haben“, meinte Rietschel. Auch die Chancenverwertung der Schiebocker war ausbaufähig. Tom Grellmann traf zwar vor der Pause zum 2:0 (23.), aber Schiedsrichter Reinhard Meusel (Förtiztal) hatte zuvor beim Torschützen ein Handspiel gesehen.

Nach dem Seitenwechsel erspielten sich die Bischofswerdaer weitere fünf glasklare Chancen durch Justin Jacob (2), Paul Fromm, Kapitän Pavel Cermak und den eingewechselten Ricards Zaldovskis – aber das 2:0 fiel nicht. „So mussten wir bis zum Schlusspfiff zittern, zumal unser Torwart Kycek nicht so sicher wie an anderen Tagen wirkte“, schätze Rietschel ein. An seine Spieler richtete der Coach ein großes Lob. „Für den Kopf ist das alles nicht einfach. Ich selbst war von einer Absage ausgegangen, aber am Freitagabend kam die Information, dass das Spiel definitiv stattfindet. Daher ein großes Kompliment an die Jungs, wie professional sie mit dieser Situation umgegangen sind. Es war schwierig, bei diesen Begleitumständen die Konzentration hochzuhalten und die Trainingsbelastung richtig zu steuern.“

Am kommenden Wochenende dürfte der Spielbetrieb in der 5. Liga endgültig zum Erliegen kommen. Die Bischofswerdaer, die bis auf zwei Punkte an Budissa Bautzen (ein Spiel weniger absolviert) herangerückt sind, hätten am Samstag den FC An der Fahner Höhe zu Gast. Budissa würde in einer vorgezogenen Partie vom 18. Spieltag die Merseburger empfangen. Bautzens Trainer Stefan Richter hatte ein Drehen der Begegnung angedacht, dürfte von der Idee aber inzwischen abgerückt sein. Der FCO Neugersdorf müsste in Zorbau auflaufen.