25. Oktober 2021 / 10:54 Uhr

Bischofswerdaer FV schlägt Rudolstadt und rückt an Budissa Bautzen heran

Bischofswerdaer FV schlägt Rudolstadt und rückt an Budissa Bautzen heran

Jürgen Schwarz
Dresdner Neueste Nachrichten
Vor kurzem mussten die Fußballer aus Bischofswerda (blau) und Budissa Bautzen noch gegeneinander ran: Hier erzielt Tim Hoffmann das 1:0. Bautzens Torwart Gorzelanski hat keine Abwehrchance.
Vor kurzem mussten die Fußballer aus Bischofswerda (blau) und Budissa Bautzen noch gegeneinander ran: Hier erzielt Tim Hoffmann das 1:0. Bautzens Torwart Gorzelanski hat keine Abwehrchance. © Steffen Manig
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Die Schiebocker bleiben in der Oberliga ein Phänomen: Der Absteiger aus der Regionalliga, der auswärts noch punktlos ist, kann abermals seine Heimstärke beweisen und Einheit Rudolstadt 3:0 schlagen. Dagegen kassierte Budissa Bautzen gegen Einheit Wernigerode zuhause eine mehr oder weniger deutliche Niederlage.

Dresden. Am 11. Spieltag der Oberliga hat der VFC Plauen die Tabellenführung in der Staffel Süd übernommen. Die Vogtländer fertigten zu Hause den SV Arnstadt mit 6:0 ab. Der bisherige Spitzenreiter FC Rot-Weiß Erfurt konnte erneut nicht ins Geschehen eingreifen. Aufgrund mehrerer Corona-Fälle bei den Blumenstädtern musste die Partie gegen den FCO Neugersdorf verlegt werden.

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Bischofswerda spielt vogelwild

Ein Phänomen sind die Bischofswerdaer. Auswärts ist der Regionalliga-Absteiger mit null Punkten die schlechteste Mannschaft im 19er Feld, aber die Heim-Tabelle führen die Schiebocker mit 16 Zählern an. In der Volksbank-Arena sahen 182 Zuschauer den 3:0-Sieg über Einheit Rudolstadt. Jonas Krautschick (20.) und Tom Grellmann (40.) sorgten mit ihren Treffern für die 2:0-Pausenführung. Nach dem Seitenwechsel zeichnete Tim Hoffmann in der 78. Minute für den 3:0-Endstand verantwortlich.

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„Wir wollten nach dem Derbysieg gegen Bautzen unbedingt wieder gewinnen“, so Trainer Frank Rietschel. „In den ersten Minuten haben wir uns schwergetan und die erste Viertelstunde nach der Pause haben wir etwas vogelwild agiert. Da müssen wir ruhiger am Ball werden. Wichtig war, dass unsere Defensive stabil war und wir zum ersten Mal ohne Gegentor blieben.“

Berechtigter „Elfer“ für Wernigerode

In der Tabelle rückte der BFV auf Platz acht vor, rangiert nur noch zwei Punkte hinter Bautzen. Budissa kassierte im Aufsteigerduell gegen Einheit Wernigerode eine 1:3-Heimniederlage. Schon nach 14 Minuten lag Budissa mit 0:2 im Hintertreffen. Dominic Lehmpfuhl (11.) und Paul Hans Kirchner trafen. „Wir praktisch noch gar nicht auf dem Feld“, ärgerte sich Trainer Stefan Richter, der wie schon im Derby auf seinen torgefährlichen Kapitän Tom Hagemann verzichten musste (muskuläre Probleme). „Nach dem 0:2 war es schwierig, der Gegner stand tief und teilweise mit einer Sechserkette hinten drin. Da hatten wir offensiv auch zu wenig Optionen.“

In der 73. Minute kam Co-Trainer Torsten Marx ins Spiel und verkürzte mit seiner ersten Ballberührung auf 1:2. Die Freude über das Anschlusstor wehrte aber nur drei Minuten. Kevin Hildach traf per Strafstoß zum 3:1 für Wernigerode. „Der Elfmeter war berechtigt, kurz zuvor übersah der Schiedsrichter aber ein klares Handspiel der Gäste, sodass es zu dieser Strafraumszene gar nicht hätte kommen dürfen“, so Richter.