01. Dezember 2019 / 20:37 Uhr

Bischofswerdaer FV verspielt 2:0-Führung gegen Meuselwitz

Bischofswerdaer FV verspielt 2:0-Führung gegen Meuselwitz

Jürgen Schwarz
Dresdner Neueste Nachrichten
Der Bischofswerdaer Luca Shubitidze (r.) hat im Luftkampf mit dem Meuselwitzer Johann Weiß so seine Mühe.
Der Bischofswerdaer Luca Shubitidze (r.) hat im Luftkampf mit dem Meuselwitzer Johann Weiß so seine Mühe. © Steffen Manig
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Schlusslicht der Fußball-Regionalliga Nordost kassiert in der Nachspielzeit den 2:2-Ausgleich.

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Bischofswerda/Dresden. Die Hinrunde in der Fußball-Regionalliga Nordost ist beendet. Überraschend sicherte sich die VSG Altglienicke mit dem Ex-Laubegaster Tony Schmidt nach einem 2:2 beim 1. FC Lok Leipzig (3.) die Herbstmeisterschaft. Drittliga-Absteiger und Titelfavorit FC Energie Cottbus zog am 17. Spieltag durch ein 2:0 beim SV Lichtenberg nach Punkten mit Altglienicke gleich. Die Bischofswerdaer rangieren nach der ersten Halbserie mit nur neun Punkten aus 17 Partien auf dem letzten Platz. Dabei schien am Sonntag der dritte Saisonsieg Realität zu werden. Vor 141 Zuschauern im Wesenitzsportpark führten die Schiebocker gegen den ZFC Meuselwitz schon mit 2:0, kassierten aber in der Schlussphase noch zwei Gegentore.

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BFV-Torhüter Mika Schneider musste nach neun Minuten erstmals eingreifen, als eine Flanke der Gäste durch den Strafraum der Hausherren segelte. Nach einer Viertelstunde übernahm Meuselwitz das Zepter und forderte einen Elfmeter, nachdem Ben-Luca Moritz zu Boden gegangen war (15.). Der Berliner Schiedsrichters Philipp Kutscher entschied zurecht auf weiterspielen. Während Rene Weinert sieben Minuten später nur das Außennetz traf, verpasste auf der Gegenseite Tim Kießling die große Chancen zum 1:0 (23.). Für die Gastgeber war das aber das Signal, offensiv zuzulegen. ZFC-Oldie Henrik Ernst unterlief fast ein Eigentor (26.).

Thüringer bliesen sofort zur Aufholjagd

Nach einer kurzen Verschnaufpause zogen beide Teams zehn Minuten vor dem Pausenpfiff wieder an. Andy Trübenbach konnte seine lukrative Schussposition nicht nutzen (35.), 180 Sekunden jubelten die Hausherren. Alexander Mattern traf per Kopf zum 1:0 für Schiebock, wobei ZFC-Keeper Chris Korner keine glückliche Figur abgab. Gäste-Trainer Heiko Weber, der schon kurz vor dem Pausenpfiff den ersten Wechsel vornahm, hatte bei der Kabinenansprache offensichtlich die richtigen Worte gefunden, denn die Thüringer bliesen sofort zur Aufholjagd. Mit Glück und Geschick überstand der Tabellenletzte die erste Viertelstunde der zweiten Halbzeit – und schlug zurück. In der 65. Minute markierte Frank Zille seinen sechsten Saisontreffer.

Mit dem 2:0-Vorsprung im Rücken wirkten die Gastgeber spielsicherer, aber eine Viertelstunde für Spielende verkürzte Trübenbach überraschend auf 1:2. Torhüter Schneider hatte den Ball zunächst abgewehrt, aber der Meuselwitzer staubte erfolgreich ab. Die Schlussphase wurde für beide Mannschaften zu einer Nervenprobe. Die Zipsendorfer setzten alles auf eine Karte, die Platzbesitzer lauerten auf Konter. Die vierminütige Nachspielzeit hatten die Bischofswerdaer fast schon überstanden, da fiel doch noch das 2:2 für die Weber-Schützlinge. Der eingewechselte Sebastian Albert drückte das Leder über die Torlinie. Entsetzen bei den Gastgebern, grenzenloser Jubel bei den ZFC-Fußballern.

Am kommenden Sonnabend beginnt die Rückrunde. Die Bischofswerdaer empfangen den Berliner AK. Am 15. Dezember steht dann noch das Gastspiel beim BFC Dynamo auf dem Programm. Ob in der Winterpause in den Kader investiert wird, hängt davon ab, ob es eine reelle Chance auf den Ligaverbleib gibt. Aus den Spielen in Rathenow (0:1) und gegen Meuselwitz sollten sechs Punkte eingefahren werden – ein magerer Zähler wurde es am Ende. So oder so muss Präsident Jürgen Neumann im Winter-Trainingslager in der Türkei zusammen mit den Sponsoren und seiner Führungsriege zweigleisig planen.

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