09. November 2019 / 22:09 Uhr

Bisher beste Saisonleistung: SC DHfK Leipzig überrascht bei der MT Melsungen

Bisher beste Saisonleistung: SC DHfK Leipzig überrascht bei der MT Melsungen

Antje Henselin-Rudolph
Leipziger Volkszeitung
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Berechtigter Jubel: Der SC DHfK legte bei der MT Melsungen einen starken Auftritt hin. © Rainer Justen
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Die Bundesliga-Handballer des SC DHfK Leipzig haben mit einer unglaublich souveränen Vorstellung einen 34:31-Sieg (17:14) bei der MT Melsungen geholt. Eine Woche nach der bitteren Last-Second-Niederlage gegen den SC Magdeburg präsentierten sich die Grün-Weißen hellwach und in jeder Phase konzentriert.

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Kassel. Mit diesen zwei Punkte hatten auch die kühnsten Optimisten eher nicht gerechnet: Doch der SC DHfK Leipzig zeigte am Samstagabend beim Gastspiel bei der MT Melsungen, wozu er im Stande ist. 34:31 (17:14) setzten sich die Schützlinge von Coach André Haber vor 4300 Zuschauern durch. Rund zwei Drittel der Partie lagen die Grün-Weißen in Führung, agierten dabei souverän wie lange nicht. Die Fehlerstafetten der vergangenen Partien: Vergessen! "Das war ein Genusstag heute, einfach Wahnsinn", kommentierte Lucas Krzikalla. Es war der erste DHfK-Sieg in Kassel überhaupt.

Klasse-Leistung beider Außen

Wie schon beim Aufeinandertreffen im DHB-Pokal (27:30) agierte die MT mit ihrem großen und massiven Mittelblock um Julius Kühn und Finn Lemke sowie Marino Maric. Die machten den Messestädtern auch von Beginn an das Leben schwer. Tore aus dem Rückraum der Grün-Weißen blieben zunächst Mangelware.Bis zur 22. Minute - beim Stand von 11:11 - kamen aus diesem Leipziger Mannschaftsteil lediglich zwei Treffer. Es fehlte schlicht an Wurfmöglichkeiten.

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Nach der Niederlage im DHB-Pokal in eigener Halle, musste der SC DHfK Leipzig am 9. November 2019 in der Liga bei der MT Melsungen ran. Zur Galerie
Nach der Niederlage im DHB-Pokal in eigener Halle, musste der SC DHfK Leipzig am 9. November 2019 in der Liga bei der MT Melsungen ran. © Rainer Justen
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Dass zur Halbzeit dennoch eine Drei-Tore-Führung für den SC DHfK zu Buche stand, lag zum Einen an den beiden Außen Lucas Krizikalla und Lukas Binder. Gemeinsam sorgten sie in Halbzeit eins für acht Treffer. Klar! Wenn es nicht über die Mitte geht, ist der Weg außen herum der logische. Die beiden waren es auch, die das Tempospiel der Sachsen bestimmten. Hier zeigte sich Melsungen verwundbar. MT-Coach Heiko Grimm monierte in der ersten Auszeit denn auch das Rückzugsverhalten seiner Jungs. Zum Anderen zeigte sich Leipzigs Keeper Jens Vortmann auf dem Posten, vereitelte mehrere freie Würfe der Hausherren. Das 14:17 zur Pause, es war hoch verdient.

"Ich denke ausschlaggebend waren heute unser Ehrgeiz und unsere Schnelligkeit", so Krzikalla später. "Wir hatten da noch was offen aus dem Pokal, wollten für Philipp gewinnen." Gemeint war Philipp Müller, der von 2013 bis zum Sommer diesen Jahres für Melsungen auf der Platte stand und am Samstag das erste Mal an die alte Wirkungsstätte zurückkehrte.

Immer neue Lösungen

Nach Wiederbeginn machte die Haber-Sieben genau da weiter, wo sie aufgehört hatte. Bissig, immer nah dran am Mann, überlegt in den Abschlüssen, konzentriert: Es war schlicht und ergreifend die bis dato beste Saisonleistung. Denn zu keinem Zeitpunkt geriet die Führung, die zwischenzeitlich bei vier Toren und in der 55 Minute erstmals bei fünf Toren lag, wirklich ernsthaft in Gefahr. Zumal inzwischen auch der Leipziger Rückraum immer häufiger Lücken in den Melsunger Deckung zu nutzen wusste. Insbesondere Viggo Kristjansson zeigte sich hellwach, setzte seine Kollegen mit tollen Pässen in Szene.

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Mitentscheidend für den schlussendlichen Erfolg: Egal, was die MT auch versuchte, die Grün-Weißen präsentierten eine Lösung. Und wenn es der Kempa-Trick nach Direktpass des Torhüters über das komplette Spielfeld war. Egal ob das Spiel in Unterzahl nach Zeitstrafen, die Umstellung des Gegners auf eine deutlich aggressivere 5-1-Deckung oder ein Torwartwechsel: Der SC DHfK hatte auf alles eine Antwort.

"Wenn du nicht bereit bist, in die Zweikämpfe zu gehen, hast du in so einem Spiel nichts zu suchen", fand Melsungens Kai Häfner anschließend deutliche Worte. "Man kann kein Spiel in dieser Liga mit nur 80 Prozent gewinnen", monierte er und schob nach, gemeint sei die ganze Mannschaft. Bei den Leipzigern herrschte dagegen völlig zu Recht euphorische Ausgelassenheit. "Ich freue michz schon auf die Heimreise", so Krzikalla. "Da wird bestimmt das eine oder andere Bier getrunken."

Die Statistik zum Spiel:

Melsungen: Sjöstrand; Simic; Maric (3); Kühn (5); Lemke (2); Reichmann (2); Ignatow; Kunkel (2); Mikkelsen; Danner (1); Schneider; Allendorf (5/5); Sidorowicz (1); Häfner (7); Salger; Pavlovic (3).

Leipzig: Vortmann; Birlehm; Semper; Wiesmach; Krzikalla (9/4); Binder (7); Janke (4); Müller; Roscheck (1); Weber (4); Mamic (2); Remke; Gebala (1); Milosevic (2); Kristjansson (4); Santos.

Siebenmeter: Melsungen 5/5; Leipzig 4/5.

Strafen: Melsungen 2; Leipzig 3.

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