23. Dezember 2021 / 23:15 Uhr

Bittere Penalty-Pleite! Indians geht gegen die Rostock Piranhas die Luft aus

Bittere Penalty-Pleite! Indians geht gegen die Rostock Piranhas die Luft aus

Stephan Hartung
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Zu früh gefreut: Die Indians bejubeln an der Bank das erste ihrer zwei Tore. Doch nach 2:0-Führung kam Rostock.
Zu früh gefreut: Die Indians bejubeln an der Bank das erste ihrer zwei Tore. Doch nach 2:0-Führung kam Rostock. © Florian Petrow
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Das war ja (k)eine schöne Bescherung ... Die Hannover Indians aus der Eishockey-Oberliga haben ihr Vorweihnachts-Spiel gegen die Rostock Piranhas im Penaltyschießen verloren. Und das, obwohl die Indians schon 2:0 führten. Die Scorpions machten es am späten Donnerstagabend besser.

Es war ein bisschen wie beim Warten auf die Bescherung an Heiligabend: Man hofft, dass es endlich losgeht und etwas passiert, die Zeit bis dahin kann aber ganz schön langatmig werden. Das traf auf das Heimspiel der Hannover Indians in der Eishockey-Oberliga gegen Rostock lange Zeit zu. Richtig aufregend wurde es erst zum Schluss – mit einem verrückten Penaltyschießen, in dem Rostock den 3:2 (0:0, 0:2, 2:0)-Erfolg perfekt machten.

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Die Indians, bei denen Förderlizenzspieler Lars Stelzmann seine Premiere feierte, besaßen im ersten Drittel bei einem Versuch von Niko Esposito-Selivanov (13.) nur eine richtig gute Torchance. Das Mitteldrittel sorgte dann schon für mehr Abwechslung. Kyle Gibbons nahm die Scheibe, die nach einem Steilpass auf ihn von der Bande zurückprallte, per Direktabnahme. Seinen Schuss ließ Rostocks Lukas Schaffrath ins Netz durchrutschen (23.). Da sah der ehemalige Indians-Torhüter nicht gut aus.

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Auf ihr erstes Powerplay des Abends mussten die Indians vor 1200 Zuschauern am Pferdeturm bis zur 35. Minute warten – und trafen nur acht Sekunden nach Beginn der Piranhas-Zeitstrafe. Mit Branislav Pohanka traf der Mannschaftskapitän persönlich.

Im Anschluss an diesen Treffer sowie im Schlussdrittel drängte der ECH auf das 3:0 – und hätte damit einem entspannten Weihnachtsfest entgegensehen können. Doch die Rostocker, die vom jetzt gut aufgelegten Goalie Schaffrath im Spiel gehalten wurden, leiteten eine böse Bescherung für die Gastgeber ein. Dante Hahn (50.) und Jonas Gerstung (52.) glichen binnen 83 Sekunden zum 2:2 aus. Jakob von Ungern Sternberg schoss den entscheidenden Penalty an den Körper von Jan Dalgic, die Scheibe flog hoch und landete auf dem Eis – ehe sie von dort ins Tor trudelte.

Die Hannover Scorpions taten sich gegen Schlusslicht Hamm zwei Drittel lang schwer, machten es am Ende aber noch deutlich und gewannen mit 7:4 (1:1 2:3 1:3). Die Treffer für die Mellendorfer, die zwischenzeitlich 1:3 hinten lagen, erzielten Tyler Gron (1., 58.), Jan-Niklas Pietsch (25., 39.), Patrick Klöpper (36.), Michael Hammond (45.) und Christoph Kabitzky (56.). Für Hamm trafen Christopher Schutz (12., 25.) und Ibrahim Weißleder (28., 60.) jeweils doppelt.