24. November 2021 / 11:40 Uhr

Bittere Wertung kostet Kampfsportler Ögüt die nächste WM-Medaille

Bittere Wertung kostet Kampfsportler Ögüt die nächste WM-Medaille

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Hielt nichts in den Händen: Der Wolfsburger Yavuz Ögüt schied unglücklich bei der WM aus.
Hielt nichts in den Händen: Der Wolfsburger Yavuz Ögüt schied unglücklich bei der WM aus. © Privat
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Den Kampf gegen die Kilos gewann er, der Start in die WM im Brazilian Jiu Jitsu gelang, doch dann stoppte eine bittere Wertung die Medaillenjagd von Yavuz Ögüt vom VfL Wolfsburg.

Eigentlich erlebt Yavuz Ögüt (VfL Wolfsburg) bei der WM im Brazilian Jiu Jitsu in Las Vegas oft goldene Zeiten. Doch diesmal war in den USA bereits im Viertelfinale Endstation. Aufgrund einer Wertung, die nicht Ögüt, sondern zu seinem Erstaunen Kontrahent Anthony Duncan erhalten hatte.

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Doch der Reihe nach: Eine große Herausforderung hatte der Kampfsportler bereits im Vorfeld geschafft – er reduzierte sein Gewicht innerhalb von drei Wochen um satte 14 Kilogramm 105 auf 91. „Nach fast zwei Jahren Wettkampfpause war ich doch recht gut aufgestellt“, so Ögüt, der nach einem kampflosen Sieg und einem Erfolg gegen Seth Black im Viertelfinale stand. Gegner: Der US-Amerikaner Duncan.

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„Anthony hat einen sehr unbeliebten Stil. Er wartet eigentlich nur auf einen Fehler seines Gegners, um dann seinen Punktevorsprung über die Zeit zu bringen“, so Ögüt. Der VfLer machte von Beginn an Druck, sicherte sich die Führung. Doch dann: „Bei einem weiteren Angriff und dem Versuch, ihn zu Boden zu bringen, entschied der Ringrichter zur Verwunderung aller Anwesenden, dass Duncan die zwei Punkte bekam!“ Da auf der Matte das Reden verboten ist – ansonsten gibt es Strafpunkte - „musste ich diese bittere Pille schlucken. Mein Gegner tat dann das, was er am besten kann: Klammern und seine Punkte über die Zeit bringen.“

Duncan störte auch eine Ermahnung wegen Passivität nicht, Ögüt war aus der WM ausgeschieden. „In Las Vegas konnte ich die letzten Jahre immer ordentlich Gold scheffeln, diesmal ging ich leider mit leeren Händen wieder heim...“ Den Kopf in den Sand zu stecken bringe aber nichts. Die nächste große Herausforderung steht bereits in drei Wochen an: Dann geht es um den Titel North American Master.