27. Januar 2022 / 11:01 Uhr

Bitterer Rückschlag! Wolfsburgs Popp wird heute erneut am Knie operiert

Bitterer Rückschlag! Wolfsburgs Popp wird heute erneut am Knie operiert

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Muss erneut am Knie operiert werden: VfL-Kapitänin Alexandra Popp.
Muss erneut am Knie operiert werden: VfL-Kapitänin Alexandra Popp. © Imago (2)
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Bitterer Rückschlag für Alexandra Popp: Die Führungsspielerin des VfL Wolfsburg muss sich nach neunmonatiger Ausfallzeit einer weiteren Operation am rechten Knie unterziehen und fehlt ihrem Team somit erneut für mehrere Wochen.

Hiobsbotschaft für Frauenfußball-Bundesligist VfL Wolfsburg vorm Punktspielstart ins neue Jahr am Samstag (14 Uhr, live auf Magentasport) bei Turbine Potsdam: Führungsspielerin Alexandra Popp muss sich nach neunmonatiger Ausfallzeit einer weiteren Operation am rechten Knie unterziehen und fehlt ihrem Team somit erneut - diesmal für vier bis sechs Wochen. Bei der 30-Jährigen sind Schmerzsymptome im betroffenen Knie aufgetreten. Im Rahmen einer MRT-Untersuchung wurde ein gelöstes Knorpelfragment diagnostiziert, das operativ entfernt werden muss. Der Eingriff findet am heutigen Donnerstag im Klinikum Wolfsburg statt.

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"Nach dem Spiel gegen Frankfurt kam eine Reaktion, mit der wir so alle nicht gerechnet haben. Man kann sich vorstellen, dass das für sie die schwerste Botschaft war", bedauert VfL-Trainer Tommy Stroot. Popp feierte erst am vergangenen Sonntag bei der 1:2-Testspielniederlage gegen Eintracht Frankfurt nach 273 Tagen ihr Comeback auf dem Platz. Die schnelle Operation war nun eine bewusste Entscheidung. Es hätte zwar für Popp auch Möglichkeiten gegeben, trotzdem zu spielen, aber "mit den Vorschäden ist sie nicht in der Position, eine gewisse Reibung im Knie zuzulassen. Mit dem schnellen Eingriff tut sie ihrem Gelenk nur was Gutes."

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Stroot hofft im späteren Saisonverlauf auf die Rückkehr der Nationalspielerin: "Wir haben in den 45 Minuten gegen Frankfurt gesehen, was sie kann. Wir wollten nichts herauszögern, denn wir alle wollen eine fitte Popp haben, gerade mit Blick auf die anstehenden Spiele im März." Dort warten im DFB-Pokal-Viertelfinale der SC Sand und im Champions-League-Viertelfinale zwei Duelle mit Arsenal London.

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Im Mai 2021 wurde bei der Allrounderin ein Knorpelabriss im Knie diagnostiziert, nach der Operation kämpfte sich Popp in der Reha mühevoll zurück. 45 Minuten durfte sie gegen Frankfurt ran, zeigte sich auf der Sechser-Position präsent und zweikampfstark wie immer und freute sich nach der Partie zunächst noch darüber, dass das Knie sie nicht zurückwirft. "Das macht Hoffnung auf mehr", sagte sie direkt nach Abpfiff - jetzt muss sich die Führungsspielerin erneut gedulden.

Van de Sanden fehlt bis zur Länderspielpause

Neben Popp, Pauline Bremer (Muskelverletzung) und den Langzeitverletzten Pia-Sophie Wolter (Kreuzbandriss) und Ewa Pajor (Knie-OP) wird auch Shanice van de Sanden gegen Potsdam nicht spielen können. Die Niederländerin musste bereits beim Testspiel gegen Frankfurt aufgrund von Fußproblemen passen und wird bis zur Länderspielpause ausfallen. Ebenfalls keine Option ist Torfrau Katarzyna Kiedrzynek, die nach auskurierter Finger-Verletzung noch einiges aufholen muss. Parallel zum Frankfurt-Test der Profis absolvierte die Polin ein Testspiel mit der U20, wird sich im Konkurrenzkampf mit Almuth Schult, bei der in Sachen Zukunft vor den wichtigen Spielen im März Klarheit herrschen soll, und Lisa Weiß gedulden müssen.

"Almuth ist die Nummer 1, da gibt es für uns nichts dran zu rütteln", sagt Stroot klar. Weiß sei noch einen Schritt weiter als Kiedrzynek und habe sich in der Vergangenheit bereits mehrfach stark bewiesen. Aber: "Wir wissen, was bei Kasia möglich ist. Wir geben ihr jetzt das, was sie braucht: Spiel-Rhythmus und Trainingseinheiten. Sie ist noch nicht wieder komplett einsatzfähig für uns, aber wir unterstützen sie natürlich dabei, ihr volles Niveau wieder zu erreichen."