02. Februar 2021 / 12:25 Uhr

Björn Sörensen kann sich ein Final Four mit den besten Mannschaften der Südstaffel vorstellen

Björn Sörensen kann sich ein Final Four mit den besten Mannschaften der Südstaffel vorstellen

Reinhard Gusner
Kieler Nachrichten
Obere Reihe: Physiotherapeutin Nicole Steinert, Sebastian Hummel, Luca Groth, Stian-Petter Waschko, Tilman Stegner, Florian Härter, Philipp Spohn, Athletiktrainer Tobias Hipp. Mitte: Co-Trainer Michael Nordheim, Cheftrainer Björn Sörensen, Physiotherapeut Marco Peters, Eugen Halili, Marvin Mohr, Jannick Ostermann, Alexander Meyerfeldt, Aaron Meyerfeldt, Malte Lucht, Sebastian Klimmek, Ligamanager Peter Brandt, Betreuer Roland Gogolok, Co-Trainer Thorsten Gutzeit. Vorne: Jan-Niclas Bräunling, Mika Jöhnck, Jasper Bandholt, Thorsten Schütt, Felix Rathjen, Maximilian Musci, Jannik Holz, Nick Lemke.
Obere Reihe: Physiotherapeutin Nicole Steinert, Sebastian Hummel, Luca Groth, Stian-Petter Waschko, Tilman Stegner, Florian Härter, Philipp Spohn, Athletiktrainer Tobias Hipp. Mitte: Co-Trainer Michael Nordheim, Cheftrainer Björn Sörensen, Physiotherapeut Marco Peters, Eugen Halili, Marvin Mohr, Jannick Ostermann, Alexander Meyerfeldt, Aaron Meyerfeldt, Malte Lucht, Sebastian Klimmek, Ligamanager Peter Brandt, Betreuer Roland Gogolok, Co-Trainer Thorsten Gutzeit. Vorne: Jan-Niclas Bräunling, Mika Jöhnck, Jasper Bandholt, Thorsten Schütt, Felix Rathjen, Maximilian Musci, Jannik Holz, Nick Lemke. © Reinhard Gusner
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Beim TSV Bordesholm, Spitzenreiter der Oberliga-Nordstaffel, hält man sich nach einer Ruhepause über die Weihnachtstage weitgehend mit Laufen und Mobilisation fit.

„Das arbeiten die Spieler individuell ab“, erklärt TSVB-Coach Björn Sörensen. Einmal wöchentlich erfolgt ein Athletiktraining für 60 bis 90 Minuten über eine Videoplattform. „Wir wissen natürlich, dass unsere Trainingspläne keine fußballspezifischen Trainingsabläufe ersetzen“, sehnt Sörensen die normale Belastung und Steuerung des Trainingsbetriebes herbei. Skepsis bleibt bei ihm aber: „Ich gehe davon aus, dass wir vor Ende März nicht loslegen können. Bis dahin werden wir nicht strukturiert planen können. Alles ist eben abhängig von den Inzidenzen und den politischen Entscheidungen.“

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Wenn die Saison vom SHFV nicht abgebrochen wird, könnte Björn Sörensen sich bei einer Fortsetzung des Spielbetriebes eine einfache Runde oder ein Final Four mit den besten Mannschaften der Südstaffel vorstellen. Seinem personell unveränderten Kader zollt der Bordesholmer Coach Riesenrespekt: „Alle Spieler verzichten auf ihre Aufwandsentschädigung und auch unsere Sponsoren unterstützen uns weiterhin.“

Mehr Fußball aus der Region

Unser Kader ist so geblieben, wie er vor der Zwangspause war“, gibt es bei Nadeem Hussain, Coach des TSV Kronshagen, keine personellen Veränderungen während der Wechselperiode. Wohl aber wie bei allen anderen Klubs auch veränderte Trainingsmethoden: „Wir haben Fitnessvorschläge gemacht, die eigenständig zu bewältigen sind und vertrauen dabei auf den Anspruch unserer Spieler. Es ist unter den gegebenen Umständen schwer, über einen so langen Zeitraum die Motivation hoch zu halten, um im Flow zu bleiben.“ Sollte die Pause sich noch länger hinziehen, sieht Hussain negative Auswirkungen: „Bei einem eventuellen Neustart der unterbrochenen Runde müssten sich die Spieler wieder an die Fußballbelastung gewöhnen, wobei die Verletzungsgefahr aus meiner Sicht vorprogrammiert ist.“

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In diesem Zusammenhang greift für den TSVK-Coach auch eine 14-tägige Vorbereitungszeit nach dem „grünen Licht“ für eine Fortsetzung der Serie viel zu kurz: „Zu einer vernünftigen Planung gehören auch Vorbereitungsspiele. Mindestens vier, besser noch fünf Wochen Trainingsvorlauf wären nach der monatelangen Pause angebracht.“ Für Nadeem Hussain ist nach dem aktuellen Stand eine Wiederaufnahme des Spielbetriebes „sehr spekulativ“, womit für ihn zu einem späteren Zeitpunkt im Frühjahr der Abbruch der Saison eine Option wäre. Sorgen wegen eventueller finanzieller Engpässe gibt es in Kronshagen nicht: „Wir sind ohnehin sehr schmal aufgestellt und werden auch von keiner Seite beschnitten.“

Klickt euch durch die Bilder zum Aufsteigerduell der Fußball-Oberliga Staffel Nord zwischen dem TSV Altenholz und dem TSV Kronshagen:

Der Kronshagener Lars Wethgrube (mi.) beobachtet, wie sein Teamkollege Lennart Kock (re.) den Altenholzer Jan Patzel (li.) stoppt. Zur Galerie
Der Kronshagener Lars Wethgrube (mi.) beobachtet, wie sein Teamkollege Lennart Kock (re.) den Altenholzer Jan Patzel (li.) stoppt. ©

Bei Maik Haberlag, Chefcoach des Eckernförder SV, stellt sich der Blick nach vorne als „reines Raten“ dar: „Die entscheidenden Stellen wissen nicht genau, wie es weitergeht. Das gilt dann zwangsläufig auch für uns“, hält er Prognosen für schwer. Auch für ihn ist die momentane Situation alles andere als erfreulich: „Am Ende des Tages wollen wir alle doch gerne mit Fußball loslegen.“ Bis dahin ist permanentes Laufen und Dehnen angesagt sowie Videokonferenzen auch mit Athletiktrainer Alexander Bloch und Physiotherapeutin Merle Eggers, die aus ihren Bereichen Übungsteile anbieten. Haberlag würde gerne auf Individual- und Mannschaftstraining umschalten können, „auch damit die Spieler mal wieder einen Ball vor die Füße bekommen.“

Für die Ballgewöhnung nach der langen Pause setzt er allein zwei Wochen an. „Wer ist bloß auf diesen Wert gekommen, dass eine komplette Vorbereitungszeit von insgesamt nur zwei Wochen vor der Fortsetzung des Spielbetriebes reichen. Selbst drei Wochen wären zu knapp“, hat er kein Verständnis für einen Kaltstart. „Der Körper muss sich doch erstmal wieder an einen normalen Trainingsprozess gewöhnen. Das wird hart genug.“ Einen Abbruch der Saison mit einer Wertung nach der Quotientenregelung hält er angesichts der wenigen ausgetragenen Spiele für unrealistisch: „Am liebsten wäre uns allen, dass es auf dem Platz wieder losgeht“, sind Rechenspiele zur Ermittlung einer Tabelle keine Option.