05. Juli 2019 / 08:19 Uhr

Blasewitzer Tennis-Herren zurück in der 3. Liga

Blasewitzer Tennis-Herren zurück in der 3. Liga

DNN
Dresdner Neueste Nachrichten
Mark Tanz meldet sich mit den Herren des TC Blau-Weiß Dresden Blasewitz in der Regionalliga zurück.
Mark Tanz meldet sich mit den Herren des TC Blau-Weiß Dresden Blasewitz in der Regionalliga zurück. © Steffen Manig
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Teammanager Sven Grosse gibt gegen die durchweg bayrische Konkurrenz als Saisonziel den Klassenerhalt aus. 

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Dresden. Angesichts der überragenden Erfolgsstory, die die Damen von Blau-Weiß Blasewitz vor Kurzem in der 1. Tennis-Bundesliga geschrieben haben, in der sie als absoluter Neuling mit einem vierten Platz den Klassenerhalt schafften, ist es vielleicht etwas untergegangen, dass auch die Herren aus dem Waldpark wieder nach oben geklettert sind. Dabei gehörten sie von 2014 bis 2016 der 2. Bundesliga an, aus der sie sportlich auch nie abgestiegen sind. Doch als 2016 die Blasewitzer Damen mit dem Staffelsieg in der Regionalliga Südost den Aufstieg in die 2. Bundesliga geschafft hatten, entschied sich der Vorstand aus verschiedenen Gründen ganz auf deren Karte zu setzen. Mit dem Ergebnis, dass die Herren nicht nur aus der 2. Bundesliga zurückgezogen wurden, sondern dass man sie gleich in die Ostliga, also zwei Klassen tiefer, einstufen ließ. In der erkämpften sie im Vorjahr den Titel und schaffte damit die Rückkehr in die Regionalliga Südost, der man von 2010 bis 2013 schon vier Jahre ununterbrochen angehörte. Zu den bekanntesten Spielern in dieser Zeit gehörte der Tscheche Jiri Vesely, der 2012 als Weltranglistenerster der Junioren für Blasewitz aufschlug. Beim diesjährigen Wimbledon-Turnier warf Vesely bekanntlich gleich zum Auftakt Deutschlands aktuell besten Tennisspieler Alexander Zwerev aus dem Rennen.

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Die Punktspiele in der Regionalliga Südost der Herren werden im Gegensatz zu fast allen anderen Spielklassen deutlich später ausgetragen und beginnen erst am Sonnabend. Das hat für die Dresdner Tennis-Anhänger den Vorteil, dass sie auch im Juli hochklassigen Sport zu sehen bekommen. Denn in dieser dritten Liga bekommen es die Blasewitzer ausschließlich mit Mannschaften aus Bayern zu tun, die durchweg mit Profis aus vielen Ländern hervorragend besetzt sind. Das trifft ganz besonders für den Auftaktgegner Rot-Weiß Landshut zu, bei dem die Blasewitzer am Sonnabend gastieren. Die Landshuter bieten mit dem italienischen Weltranglistenspieler Giovanni Fonio (21) an der Spitze auf den ersten sechs Plätzen ausschließlich Ausländer auf, darunter allein fünf Tschechen.

„Unser klares Ziel ist der Klassenerhalt. Wir wissen, dass das gegen die starke Konkurrenz eine sehr schwere Aufgabe, aber machbar ist“, unterstreicht der Blasewitzer Teammanager Sven Grosse. Dabei vertraut Blasewitz im wesentlichen der Mannschaft, die im Vorjahr den Aufstieg geschafft. Einziger Neuer ist der erfahrene Tscheche Jaroslav Pospisil (38), der im Vorjahr für Schott Mainz ebenfalls in der Regionalliga spielte und nun bei den Blau-Weißen die Spitzenposition besetzt. Mit ihm gehören mit Michal Franek (30), der schon seit 2009 ununterbrochen für die Blasewitzer spielt, Lubomir Masjsajdr (31), Tomas Musil (28) und Adam Kalivoda (22) vier weitere Tschechen, der Slowake Juraj Masar (26) sowie die drei Deutschen Mark Tanz (31), Paul-Philipp Schön (17) und Franz Assmann (16) zum Aufgebot. Nach dem Auftaktspiel in Landshut kommt es beim Doppelprogrann in einer Woche gleich zu zwei Heimspielen gegen TC Augsburg-Siebentisch und TC Ismaning.

Rolf Becker