22. August 2021 / 17:04 Uhr

Blau-Gelb Falkensee dreht ein enges Stadtderby 

Blau-Gelb Falkensee dreht ein enges Stadtderby 

Axel Eifert
Märkische Allgemeine Zeitung
Für Blau-Gelb Falkensee war es der zweite Derbysieg gegen Eintracht Falkensee nach dem 1:0 vor einem Jahr im Kreispokalfinale.
Für Blau-Gelb Falkensee war es der zweite Derbysieg gegen Eintracht Falkensee nach dem 1:0 vor einem Jahr im Kreispokalfinale. © Michael Hundt
Anzeige

Gastgeber setzen sich gegen Eintracht Falkensee nach 0:1-Rückstand knapp mit 2:1 durch - Siegtor durch David Buchalik.

Das Stadtderby in der Landesklasse West zwischen Blau-Gelb Falkensee und Eintracht Falkensee gewann diesmal im Vorfeld sogar noch etwas an Brisanz, da beide Mannschaften zum Saisonauftakt eine Woche zuvor nicht gerade ihre Wunschergebnisse erzielt hatten. Am Sonnabend lieferten sich beide Kontrahenten vor 150 Zuschauern auf dem Sportplatz an der Straße der Einheit über 90 Minuten ein enges Match, das am Ende die blau-gelben Gastgeber knapp mit 2:1 (1:1) für sich entschieden.

Anzeige

Damit machte die Heimvertretung nicht nur ihrem Vereinsvorsitzenden Jörg Schmidt ein schönes Geburtstagsgeschenk, denn mit den drei Punkten vermied sie nach der Auftaktniederlage in Seddin (0:2) auch einen richtigen Fehlstart in die neue Saison. Eintracht Falkensee muss dagegen weiter auf den ersten Sieg warten, will diesen nun aber im dritten Anlauf nächsten Sonnabend im Heimspiel gegen den SV Babelsberg 03 II schaffen.

Frühe Gästeführung durch Kibbieß

Mehr zur Landesklasse West

Gästetrainer André Bittner war nach dem Derby hin- und hergerissen, denn er fand, dass seine Mannschaft eigentlich ein gutes Spiel gemacht hat. „Für mich waren wir gefühlt über die 90 Minuten das bessere Team. Der Gegner hat aber ein Tor mehr geschossen als wir und das zählt am Ende“, sagte der Eintracht-Coach. Ein Knackpunkt in dem Derby war es sicherlich, dass die Gäste nach ihrer frühen 1:0-Führung trotz einiger guter Gelegenheiten das 2:0 nicht nachgelegt haben.

Bereits in der siebenten Minute war die Eintracht-Elf nach einem guten Pass von Mirco Viehbak in die Tiefe, den der diesmal im Sturm spielende Jan Kibbieß verwertete, mit 1:0 in Führung gegangen. Die nächste Chance zu erhöhen, hatte wieder Kibbieß, aber er schoss knapp am Tor vorbei, während im Gegenzug Blau-Gelb-Stürmer Benjamin Baur aus spitzem Winkel nur den Pfosten traf.

Eintracht Falkensee verpasst das 2:0

Eintracht-Coach Bittner zählte weitere Chancen seines Teams zum 2:0 auf: „Dann stand Cobey Degen allein vor dem Tor und traf den Ball nicht richtig. Carlos Rosales köpfte eine Ecke knapp vorbei, dann war Patrick Jeschke auf links durch und vergab. Dadurch, dass das 2:0 nicht fiel, haben wir eine Vorentscheidung verpasst“, meinte Bittner.

Stattdessen fiel in der 24. Minute das 1:1 für die Blau-Gelben durch Simon Kostian, der von der Strafraumgrenze auf halblinker Seite mit einem Schuss in die kurze Ecke erfolgreich war. Die Gäste monierten allerdings, dass unmittelbar vor dieser Situation ihr Abwehrstratege Gregor Lohse klar gefoult worden sei, aber der Pfiff ausgeblieben war. Es sollte nicht die einzige strittige Entscheidung des Unparteiischen aus Sachsenhausen bleiben.


Über das zweite Tor von Blau-Gelb Falkensee in der 65. Minute gab es aber keine Diskussionen. „Dem ging ein individueller Fehler in unserer Abwehrkette voraus. Da hätten wir den Ball eher klären müssen. In dieser Situation haben wir hinten nicht gut ausgesehen“, sagte Bittner. So konnte Blau-Gelb-Angreifer Baur den Ball so quer legen, dass ihn David Buchalik nur noch einschieben musste.

Spannung bis zum Schlusspfiff

In der Schlussphase kam es noch zu jeweils einer weiteren strittigen Szene vor beiden Toren. Dazu sagte Blau-Gelb-Trainer Thomas Achterberg: „Bei einem klaren Foul im Eintracht-Strafraum hätten wir eigentlich Elfmeter kriegen müssen, aber es gab keinen Pfiff. Im direkten Gegenzug landet der Ball in unserem Netz, aber das Tor zum 2:2 wurde wegen Abseits nicht gegeben.“

So blieb es beim 2:1 für Gastgeber Blau-Gelb Falkensee, der damit ins Mittelfeld der Tabelle rutschte. „Es war ein intensives Spiel und es ging sehr eng zu. Jedenfalls fand ich, dass es knapper war als bei unserem 1:0-Sieg vor einem Jahr im Kreispokalfinale. Wir waren am Ende aber wieder um das eine Tor besser“, meinte Blau-Gelb-Coach Achterberg. Aus seinem Team hob er den in der Abwehr eingesetzten Robert Kress heraus, der eigentlich in der zweiten Mannschaft spielt. „Er hat gegen die Eintracht-Stürmer einen unglaublichen Job gemacht, was übrigens alle bei uns so gesehen haben“, so Achterberg.

Blau-Gelb Falkensee: Busse – Kress, Büttner, Diebold, A. Cikin, Buchalik (ab 87. Piontek), Kostian (ab 69. Rübner), Krug, D. Cikin (ab 69. F. Schmidt), L. Schmidt (ab 78. Prescher), Baur. Trainer: Thomas Achterberg. Co-Trainer: Carsten Schröder.

Eintracht Falkensee: Konrad – Degen (ab 71. Siegen-thaler), Jensch, Lohse, Anders (ab 71. Giese), Pluskat, Jeschke (ab 58. Yavuz Cakmak), Pasch (ab 78. Yunus Cakmak), Viehbak (ab 58. Nkemakolam), Rosales, Kibbieß. Trainer: André Bittner. Co-Trainer: René Hübner, Matthias Jensch.