20. April 2020 / 12:12 Uhr

Blau-Gelbs Tim Klützke: "Gesprochene Wörter fängt man nicht mehr ein"

Blau-Gelbs Tim Klützke: "Gesprochene Wörter fängt man nicht mehr ein"

Mirko Jablonowski
Märkische Allgemeine Zeitung
Tim Klützke (r.) von Blau Gelb Falkensee und seine Tattoos.
Tim Klützke (r.) von Blau Gelb Falkensee und seine Tattoos. © Benjamin Feller, Privat/SPORTBUZZER-Montage
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Sportler erklären die Bedeutung ihrer Tattoos (Teil 10): Kreisoberliga-Fußballer Tim Klützke von Blau-Gelb Falkensee hat drei Tattoos und arbeitet als Gesundheits- und Krankenpfleger im Klinikum in Nauen.

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Trotz der Aussetzung des Trainings- und Spielbetrieb kann sich Tim Klützke von Fußball-Kreisoberliga-Spitzenreiter Blau-Gelb Falkensee aktuell nicht über zu viel Freizeit beschweren. „Ich bin gerade viel am Arbeiten“, sagt der gelernte Gesundheits- und Krankenpfleger, der im Krankenhaus in Nauen angestellt ist. Den linken Oberarm des 23-Jährigen, der im Winter 2018 zum Blau-Gelb-Team von Trainer Thomas Achterberg wechselte, zieren gleich drei Tattoos.

„Mein erstes habe ich mir 2017 stechen lassen, das waren die Initialen von mir und meinen Eltern. Damit ich sie immer bei mir habe – egal wo ich bin“, erläutert der Kicker, der seine fußballerische Ausbildung komplett bei Falkensee-Finkenkrug durchlief und in der Gartenstadt wohnt. 2018 folgte seine zweite Körperverzierung: ein Löwe mit einer Indianer-Frau. „Mit dem Löwen verbinde ich Attribute wie Stärke, Loyalität und Willenskraft. Die Frau soll es optisch aufhübschen, da ich nicht nur einen einfachen Löwen haben wollte“, sagt der Kreisoberliga-Fußballer, der in seinem letzten A-Jugend-Jahr bereits für die Männermannschaft des Schönwalder SV auflief.

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Das war in der Spielzeit 2015/16, in der die Mannschaft unter Trainer Mario Berg den siebten Tabellenplatz belegte, im Anschluss an die Saison aber dennoch freiwillig auf das Startrecht in der Landesliga verzichtete. „Das war bisher auch mein schönstes Jahr im Männerbereich. Als sich die Mannschaft dann aufgelöst hat, haben sich einige von uns Falkensee-Finkenkrug angeschlossen – so auch ich“, sagt Klützke, für den der Aufwand beim Brandenburgligisten kurz nach dem Abschluss seiner Ausbildung aber zu hoch war. „Ich fing an, im Drei-Schicht-System auf der Intensivstation zu arbeiten und so wurde es natürlich immer schwieriger, Fußball, Arbeit und Privates unter einen Hut zu bringen.“

Da es ganz ohne die schönste Nebensache der Welt aber trotzdem nicht ging, wechselte der Defensivspieler in die Kreisoberliga, in der er beim Tabellenführer in dieser Saison zehn Mal zum Einsatz kam und dabei einen Treffer erzielte. Sein drittes Tattoo, auf der Innenseite des linken Oberarms, soll ihn auch auf dem Fußballplatz vor unnötigen Verwarnungen bewahren. „Regel Nummer 1: Gesprochene Wörter fängt man nicht mehr ein“ steht dort geschrieben. „Das ist ein Spruch meines Lieblingsmusikers Kontra K. Es passt gerade im Fußball sehr gut, wo ich mit voller Leidenschaft dabei bin und das Mundwerk manchmal schneller ist als der Kopf“, sagt Klützke selbstkritisch, aber auch mit einem Schmunzeln und schließt nicht aus, dass in Zukunft weitere Tattoos folgen.