12. Juni 2019 / 08:34 Uhr

Blau-Weiß Blasewitz-Präsident Stephan: „Bundesliga gibt uns einen großen Schub“

Blau-Weiß Blasewitz-Präsident Stephan: „Bundesliga gibt uns einen großen Schub“

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Michael Stephan zieht ein positives Saisonfazit.
Michael Stephan zieht ein positives Saisonfazit. © Christel Becker
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Michael Stephan, Präsident von Blau-Weiß Blasewitz, spricht im SPORTBUZZER-Interview über den Klassenerhalt, Zuschauerzuspruch und Perspektiven

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Dresden. Seit nun schon fast einem Jahrzehnt führt Michael Stephan als Präsident den TC Blau-Weiß Blasewitz an. In diesem Jahr betrat der mit etwa 700 Mitgliedern, darunter 250 Kinder und Jugendliche, größte und erfolgreichste Tennisverein der neuen Bundesländer Neuland und bestand das Abenteuer 1. Bundesliga erfolgreich. Mit dem abschließenden 6:3-Sieg gegen den neuen deutschen Meister TC Bad Vilbel belegt der absolute Neuling in der deutschen Eliteliga in der Endabrechnung einen hervorragenden vierten Platz, was den sicheren Klassenerhalt bedeutet. Der SPORTBUZZER führte mit dem 55-jährigen Rechtsanwalt das folgende Gespräch.

SPORTBUZZER: Herr Stephan, welches Fazit ziehen Sie nach dem ersten Jahr 1. Bundesliga?

Michael Stephan: Ein durchweg sehr positives. Natürlich auch, aber nicht nur wegen des geschafften Klassenerhalts, den wir uns zwar sehr gewünscht, aber natürlich nicht für sicher gehalten haben. Wie hart es in dieser Liga zugeht, unterstreicht allein schon die Tatsache, dass mit DTV Hannover eine Mannschaft abgestiegen ist, wo ein DTB-Bundesstützpunkt ansässig ist. Dieser Erfolg war aber nur möglich, weil in dieser Mannschaft, in der Spielerinnen aus sieben Ländern vereint sind, ein hervorragender Sportsgeist herrscht. Das haben auch die beiden entscheidenden Heimspiele sehr eindrucksvoll gezeigt. Auch daran haben die dafür Verantwortlichen mit dem Fördervereinschef Frank Lepschy, Teammanager Sven Grosse und Cheftrainer Tomas Jiricka an der Spitze herausragenden Anteil. Dafür bedanke ich mich ganz herzlich.

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Die Seitenwahl im Dameneinzel Andrea Petkovic (rechts) gegen Kirsten Flipkens. Zur Galerie
Die Seitenwahl im Dameneinzel Andrea Petkovic (rechts) gegen Kirsten Flipkens. ©
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Hatten Sie damit gerechnet, dass die 1. Tennis-Bundesliga der Damen so gut von den Dresdner Sportanhängern angenommen wird?

Wir haben eine geile Atmosphäre erlebt. Treffendere Worte fallen mit da wirklich nicht ein. Denn was hier passiert ist, das ist einfach sensationell und übertrifft selbst meine kühnsten Erwartungen. Schon zum Auftaktspiel gegen Karlsruhe kamen Anfang Mai etwa 1000 Zuschauer, und das bei widrigsten Witterungsbedingungen. Das alles wurde aber in den letzten Tagen noch getoppt. 1200 Zuschauer am Freitag gegen Essen, 1500 am Pfingstsonntag gegen Bad Vilbel. Das war eine unglaubliche Kulisse, und damit kamen zu unseren Spielen weit über doppelt so viele Fans wie zu den Spielen in Stuttgart, Hannover Kassel, Essen oder Aachen. Worüber ich mich aber ganz besonders gefreut habe: Dass sie all unsere Spielerinnen hervorragend unterstützt haben, ganz gleich aus welchem Land sie kommen. Dabei haben sie sich aber nie unsportlich gegenüber unseren Gästen verhalten. Das hat auch die Verantwortlichen vom TC Bad Vilbel sichtlich beeindruckt.

Werden die Asse auch über ihre Auftritte in den Spielen im Club wirksam?

Selbstverständlich. Ich möchte da nur Andrea Petkovic nennen, die mit ihrer Bekanntheit mit Abstand nicht nur für die Fans die meiste Zugkraft hat. Sie war schon seit vergangenem Mittwoch in Dresden. Zwischen den beiden Spielen hat sie mit etwa 20 Mädchen und Jungen gespielt und dabei große Begeisterung ausgelöst. Solche Vorbilder sind für unsere Talente ganz wichtig. Die Zugehörigkeit unserer Damenmannschaft zur 1. Bundesliga gibt unserem Verein einen großen Schub.

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Wie ist es bei Blasewitz um den Unterbau zur 1. Bundesliga bestellt?

Unsere zweite Damenmannschaft, in der überwiegend junge heimische Spielerinnen wie Emily Welker oder die erst 13-jährige Clara-Marie Schön zum Einsatz kommen, führt die Tabelle in der Ostliga klar an und steht vor dem Aufstieg in die Regionalliga Südost. Und unsere Herrenmannschaft, die wir ja aus der 2. Bundesliga nach der Saison 2016 zurückgezogen hatten, spielt in diesem Jahr nach dem vorjährigen Titelgewinn in der Ostliga wieder in der Regionalliga Südost. Die Punktspiele dieser dritthöchsten Spielklasse stehen ja im Juli erst noch bevor.

Rolf Becker

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