01. August 2021 / 21:25 Uhr

Blau-Weiß Dahlewitz verteidigt Kreispokal-Titel vor über 500 Zuschauern

Blau-Weiß Dahlewitz verteidigt Kreispokal-Titel vor über 500 Zuschauern

Lars Sittig
Märkische Allgemeine Zeitung
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So sehen Sieger aus: Die Kicker des SV Blau-Weiß Dahlewitz stemmen zum zweiten Mal in Folge den Kreispokal in die Höhe. © Lars Sittig
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Kreispokal Dahme/Fläming: Trotz des Erfolgs über die SG Niederlehme verzichtet das Team von Trainer Dirk Kasprzak auf das Startrecht im AOK-Landespokal.

Als alles geschafft war, reckten sie den glänzenden Pokal in den Dahlewitzer Himmel und wenig später war klar, warum die Trophäe für den Sieger des Kreispokals des Fußballkreises Dahme/Fläming ein Wanderpokal ist – weil er von Spieler zu Spieler der SV Blau-Weiß wanderte. Von Verein zu Verein wird der Cup dieses Mal aber nicht weitergereicht, er bleibt bei den Dahlewitzern, die ihren Sieg aus dem Vorjahr wiederholten. Der Kreisoberligist setzte sich am Sonntagnachmittag zu Hause im Finale mit 2:0 (0:0) gegen den Landesklassevertreter SG Niederlehme durch.

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„Ich denke, über 90 Minuten gesehen war es ein absolut verdienter Sieg“, sagte Dirk Kasprzak. „In der ersten Halbzeit waren wir klar spielbestimmend, schlecht war nur, dass wir es nicht geschafft haben, ein Tor zu erzielen. In der zweiten Halbzeit haben wir dann das Spiel in unsere Richtung gelenkt.“ Fabian Szkoda hatte beide Treffer für Blau-Weiß erzielt (50., 82. Minute).

In Bildern: Blau-Weiß Dahlewitz gewinnt Pokalfinale gegen die SG Niederlehme.

Titelverteidigung gelungen: Dahlewitz (blaue Trikots) siegte im Pokal-Endspiel gegen die SG Niederlehme. Zur Galerie
Titelverteidigung gelungen: Dahlewitz (blaue Trikots) siegte im Pokal-Endspiel gegen die SG Niederlehme. © Lars Sittig

SGN-Trainer Stephan Rosenberg befand nach dem Duell vor der stattlichen Kulisse von 575 Zuschauern: „Wir sind natürlich ganz schön enttäuscht, aber man muss auch konstatieren, dass wir heute einfach nicht gut genug waren. Wir haben in der ersten Halbzeit viel zu ängstlich gespielt und nicht das gemacht, was wir uns vorgenommen haben. Insgesamt war das zu wenig, das müssen wir in Zukunft besser machen. Wir werden den Fußball in Niederlehme aber jetzt nicht einstellen. Das Leben geht weiter.“ Die SGN, die 2011 den Kreispokal gewonnen hatte, hätte sich den ersten Titel im FK Dahme/Fläming nach der Kreisreform 2014 sichern können.

Mit dem Finale wurde die Saison 2020/21 nun endgültig beendet. Nach dem coronabedingten Saisonabbruch war nur der Pokalwettbewerb ab dem Viertelfinale fortgesetzt worden. Der SV Blau-Weiß war besser ins Endspiel gekommen und erarbeitete sich einige aussichtsreiche Gelegenheiten und eine Vielzahl von Eckbällen – erst im letzten Drittel der ersten Spielhälfte tauchte die SGN ein paar Mal gefährlich im Dahlewitzer Strafraum auf. Nach der Führung und einer Gelb-Roten Karte für Florian Schnetka (63., wiederholtes Foulspiel) neigte sich das Blatt weiter in Richtung des Titelverteidigers, der schließlich den entscheidenden zweiten Treffer erzielte. Niederlehme versuchte zwar, noch einmal in Unterzahl zurückzukehren – ohne aber Blau-Weiß in ernsthafte Turbulenzen zu stürzen.

Verzicht auf Start im Landespokal

Dahlewitz, das sich auf dem Weg ins Finale gegen den Zellendorfer SV (8:0), MTV Wünsdorf (7:2), Grün-Weiß Deutsch Wusterhausen (6:0) und den FSV Admira (4:1 nach Verlängerung) durchgesetzt hatte, hat im Kreispokal inzwischen wettbewerbsübergreifend zehn Spiele hintereinander gewonnen. Niederlehme siegte auf dem Weg ins Endspiel gegen die SG Woltersdorf (6:0), den SV Siethen (6:2), den Ludwigsfelder FC II (8:7 nach Elfmeterschießen) und den MSV Zossen (5:4 nach Elfmeterschießen) und hatte bemerkenswerte Comeback-Qualitäten gezeigt – im Finale gelang die Rückkehr ins Spiel nach dem Rückstand jedoch nicht mehr.

Rund ein Jahr wird der Pokal nun in der Vitrine des SV Blau-Weiß stehen, in der ersten Runde des AOK-Landespokales wird der SV Blau-Weiß jedoch nicht antreten. „Wir haben uns mit dem Vorstand abgestimmt und uns gegen einen Start entschieden“, sagte Kasprzak. „Wir wollen uns auf die Meisterschaft konzentrieren.“ Am kommenden Wochenende steht das Derby gegen den BSC Preußen Blankenfelde-Mahlow II auf dem Programm. „Das“, betonte der Dahlewitzer Coach, „hat für uns Priorität."