06. Dezember 2019 / 13:26 Uhr

Blau-Weiß Deutzen empfängt Platzhirsche des Bornaer SV

Blau-Weiß Deutzen empfängt Platzhirsche des Bornaer SV

Heiko Henschel
Leipziger Volkszeitung
Bornas Johann Burkhardt (r./hier gegen Frohburg) hat mit seinem Team eine kurze Anfahrt zu bewältigen.
Bornas Johann Burkhardt (r./hier gegen Frohburg) hat mit seinem Team eine kurze Anfahrt zu bewältigen. © Thomas Kube
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Im Hinrunden-Finale in der Fußball-Kreisoberliga hat die BSV Einheit-Frohburg den Gegner Regis-Breitingen zu Gast. Der SV Blau-Weiß Deutzen spielt gegen die Platzhirsche aus Borna.

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Die Zeit seit Mitte August ist wie im Fluge vergangen, mit dem 15. Spieltag wird die erste Halbserie der Fußball-Kreisoberliga der Männer vorläufig abgeschlossen. Insgesamt fünf Begegnungen müssen allerdings noch nachgeholt werden (eine davon in diesem Kalenderjahr) beziehungsweise nach Sportgerichtsurteilen ihre Gültigkeit hinsichtlich des Ergebnisses erlangen, eine Partie der Rückrunde ist bereits absolviert. Am Wochenende stehen zwei direkte Regional-Duelle auf dem Programm, von denen eines ein echtes Derby ist.

Und zwar das Aufeinandertreffen des SV Blau-Weiß Deutzen (10.) mit dem Nachbarn Bornaer SV (1.) in der Glück-Auf-Sportstätte. Die neun Tabellenplätze Differenz täuschen ein wenig über die momentane Gefühlslage hinweg. Denn die Deutzener haben vor Wochenfrist in Burkartshain total zu Recht mit 2:0 gewonnen und noch zwei heiße Eisen – sprich offene Spiele – im Feuer. Dagegen hat der Lokalrivale von der Wyhra gegen Naunhof völlig unerwartet mit 1:2 verloren, ist jedoch Spitzenreiter geblieben.

Blau-Weiß-Trainer Rolf Tröger würde mit seiner Mannschaft nach den beiden knappen Niederlagen in der Vorsaison diesmal gerne etwas Zählbares gegen den großen Bruder einfahren: „Naunhof hat es schließlich vorgemacht und auch wir müssen uns nicht verstecken. Dennoch wäre alles andere als ein Bornaer Sieg eine Überraschung. Sie haben starke Leute in ihren Reihen und sind klarer Favorit. Das wird für unsere Defensivabteilung ein Härtetest, wir wollen über Konter Nadelstiche setzen.“ Kevin Kunath, Michael Hanowski und Jonny Lange (alle Job) sind nicht dabei.

Wiedergutmachung nach Ausrutscher

BSV-Coach Marco Gruhne sinnt mit seinem in fremden Gefilden ungeschlagenen Team auf Wiedergutmachung nach dem jüngsten Ausrutscher: „Der durch die individuelle Klasse des Gegners auf Schlüsselpositionen zu Stande kam, während es uns an Tempo und Überzeugung gemangelt hat. Gegen die Deutzener ist ein anderes Auftreten nötig, für den Gastgeber ist es das Spiel des Jahres. Wir müssen unsere Fitness nutzen und die Grundordnung halten. Es wird ein Kraftakt und eine Charakterfrage, mit Hurra-Fußball geht dort nichts.“ Rodger Baetge sitzt seine fünfte gelbe Karte ab. Der Einsatz von Eddie Vorwerk, Johannes Heisig und Felix Neumann ist fraglich.

Unterdessen kreuzen der BSV Einheit Frohburg (4.) und der SV Regis-Breitingen (14.) im Werner-Seelenbinder-Stadion die Klingen. Die Rennstädter waren zuletzt bei Schlusslicht Partheland mit 7:1 erfolgreich. Frust von der Seele geschossen oder zu alten Stärken gefunden? Die Wahrheit liegt wohl in der Mitte.

Einheits Co-Trainer Mirko Deißner sieht die Sache ähnlich: „Die Jungs haben die erhoffte Trotzreaktion gezeigt und auch in dieser Höhe verdient gesiegt, dennoch dürfen sie sich darauf nicht ausruhen. Regis ist erfahren und clever genug, wird uns das Leben so schwer wie möglich machen wollen. Aber vor der Weihnachtsfeier sollen unbedingt drei Punkte her, um dann die Winterpause genießen zu können. In personeller Hinsicht gibt es keine Probleme.“

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Gegentreffer kurz vor Ultimo

Der SVR hat beim 2:2 gegen Döbeln zwar gepunktet, aber erneut spät einen Sieg aus der Hand gegeben. Auch Coach Jochen Schulz ist hin und hergerissen zwischen dem angestrebten Teilerfolg und dem missliebigen Gegentreffer kurz vor Ultimo. In der Rennstadt könnte er mit einem erneuten Unentschieden allerdings sehr gut leben. Danach werden dann neue Kräfte in Vorbereitung der mit Sicherheit nicht vergnügungssteuerpflichtigen zweiten Halbserie gesammelt.

Ob sich der Höhenflug des FSV Alemannia Geithain (6.) nach dem 5:1 gegen Großsteinberg fortsetzt, wird sich im Match beim SV Naunhof (8.) erweisen. FSV-Trainer Marco Seifert träumt vor dem Auftritt seiner Truppe in der „Clade“ (Kunstrasen?) auf jeden Fall vom sechsten Dreier hintereinander: „Man hat gesehen, dass Euphorie Berge versetzen kann. Vorige Woche lief es wirklich perfekt, das wohl beste Spiel seit zwei Jahren. Trotzdem sollte der Ball flach gehalten werden, weil Naunhof richtig abgezockt ist.“ Michael Preis befindet sich noch im Urlaub, der eine oder andere muss eventuell arbeiten.

Zum Zuschauen verurteilt war der SV Chemie Böhlen (11.), weil die Bodenverhältnisse die Austragung der Begegnung gegen Leisnig nicht zuließen. Beim Döbelner SC (9.) im Heinz-Gruner-Sportpark kann dies nicht passieren, notfalls wird auf Kunstrasen gekickt. Gut so, denn die Pleißestädter haben erst zwölf Spiele bestritten, das Match gegen die nicht angetretenen Klinga-Ammelshainer wurde vom Sportgericht inzwischen mit 2:0 für Böhlen gewertet.

Duell auf Augenhöhe

Chemies Spielertrainer Toni Röder ist vor dem Premieren-Duell mit den Muldestädtern durchaus optimistisch: „Gegen eine direkten Kontrahenten erwarte ich ein Duell auf Augenhöhe, in dem kein Schönheitspreis vergeben wird. Wir wollen etwas mitnehmen, um gar nicht erst hinten rein zu rutschen. Einige fehlende Akteure dürfen nicht als Ausrede dienen.“

Anstoß ist jeweils morgen um 14 Uhr. Zur gleichen Zeit stehen sich der Roßweiner SV (3.) und der SV Ostrau (2.), der SV Tresenwald Machern (15.) und der TSV Burkartshain (13.) sowie der VfB Leisnig (12.) und der SV Klinga-Ammelshain (5.) gegenüber. 24 Stunden später ertönt der Anpfiff zur Partie TSV Großsteinberg (7.) gegen SC Partheland (16.).

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