11. Juni 2018 / 07:24 Uhr

Blau Weiß Deutzen und der Roßweiner SV trennen sich 1:1-Unentschieden

Blau Weiß Deutzen und der Roßweiner SV trennen sich 1:1-Unentschieden

Stefan Gentsch
Leipziger Volkszeitung
Deutzens Doppeltorschütze Sandy Eisert (rechts), hier gegen Frohburg. 
Deutzens Doppeltorschütze Sandy Eisert (rechts), hier gegen Frohburg.  © Thomas Kube
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Roßwein verschenkt gegen personell gebeutelte Gastgeber wichtige Zähler beim Kampf um den Aufstieg. Deutzens Sandy Eisert trifft in beide Tore.

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Deutzen/Roßwein. Für die Deutzener stand am vergangenen Samstag mit dem Spiel gegen den Roßweiner SV der letzte Spieltag der diesjährigen Saison auf dem Programm. Für Coach Tröger, der sich im Urlaub befand und Sandy Schädlich, der am Vortag heiratete, nahm Sören Franke auf der Trainerbank Platz.

Neben den hochsommerlichen Temperaturen sprach auch das spärlich besetzte Spieleraufgebot nicht gerade für den Gastgeber. Insgesamt fehlten acht wichtige Spieler aufgrund unterschiedlicher Verpflichtungen. Mit Sebastian Hergesell und Sebastian Herter sprangen sogar zwei Akteure der Alten Herren in die Bresche. Letzterer spielte sogar die gesamte Spielzeit durch. So hieß die Devise gegen die formstarken Roßweiner bloß nicht baden zu gehen und keine Klatsche zu kassieren.

Zur großen Überraschung aller Anwesenden stand nach intensiven 95 gespielten Minuten ein 1:1 auf dem Papier, wobei Deutzen durch zwei Treffer von Sandy Eisert selbst für das Ergebnis sorgte. Deutzen kann sich nächste Woche nun entspannt zurücklehnen, da die zweite Vertretung von Grimma während der Saison den Rücktritt vermeldete und Deutzen somit spielfrei hat, für Roßwein geht es zu Hause gegen den SV Ostrau dagegen um alles, sofern der gewünschte Aufstieg in die Landesklasse aus eigener Kraft geschafft werden soll.

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So mancher blau-weißer Anhänger verweilte bei den heißen Temperaturen am Samstag sicherlich am See oder im eigenen Pool. Aber die Fußballverrückten, die den Weg in die Glück-Auf-Sportstätte fanden, mussten sich zunächst an die Aufstellung des Gastgebers gewöhnen. Doch trotz der zahlreichen Umstellungen – so spielte Torhüter Martin Klaus zum Beispiel im Sturmzentrum – war Deutzen von Beginn an bemüht, Ball und Gegner vom eigenen Sechzehner fern zu halten. Dies gelang auch ganz gut und Roßwein fand kein geeignetes Mittel.

So war es beispielhaft, dass ein Freistoß von Jens Arnold im ersten Abschnitt aus zentraler Position noch die gefährlichste Aktion war. Doch Ronny Lachky im Deutzener Tor war auf der Hut und lenkte den Ball noch um den Pfosten. Deutzen wiederum versuchte sich trotzdem nicht ganz hintenrein zu drängen und startete hin und wieder eigene Angriffe meist über Peter Neumann und Michael Hanowski im Mittelfeld. Nach gut zwanzig Minuten war es dann allerdings Sandy Eisert, der dieses Mal auf der ungewohnten Sechser-Position spielen musste und von Neumann in Szene gesetzt wurde.

Auf Höhe der Strafraumkante nahm er ein Zuspiel von Neumann auf und drang in den Strafraum ein und verlud Torsten Jentzsch im Roßweiner Tor und traf zur überraschenden Führung. Im Anschluss daran verflachte das Spiel ein wenig und Roßwein war um Lösungsmöglichkeiten bemüht. Doch Deutzen hielt bis zum Pausenpfiff von Schiedsrichter Bachmann die knappe Führung. Mit Wiederbeginn und sicherlich nach ein paar deutlichen Worten ihres Trainers drängte Roßwein nun auf den Ausgleich. Deutzen verschanzte sich nun vor dem eigenen Strafraum und blockte jeden Angriff vorerst ab. So versuchten die Gäste meist über ihre robusten Spieler Brambor und Krohndorf die Deutzener Hintermannschaft zu knacken, aber wirklich zwingendes kam dabei nicht raus. Außer man zählt die Abschlüsse hinzu, die meiste mehrere Meter am Tor vorbeiflogen. Für den Ausgleich sorgte dann ausgerechnet der unermüdlich laufende Eisert. Einen gegnerischen Eckball wollte dieser im Strafraum klären, doch durch einen Schubser rutschte ihm der Ball über die Stirn und flog über den verdutzten Lachky hinweg ins Tor. Natürlich drückte Roßwein nun weiter aufs Gaspedal, doch Deutzen blieb weiterhin bissig und kratzte und kämpfte mit allen Mitteln. Mit gefühlt achtzig Prozent Ballbesitz fiel den Gästen allerdings zu wenig ein und die Zeit lief weiter runter. Beinahe hätte Deutzen sogar wieder vorlegen können. Denn nach einem kräftezehrenden Lauf über das halbe Feld von Eisert kam der Ball zum mitgelaufenen Sebastian Herter. Doch der Verteidiger überlegte zu lange und konnte im letzten Moment am Abschluss gehindert werden. Die reine Spielzeit war nun erreicht, als Schiedsrichter Bachmann noch fünf Minuten drauf packte.

Roßwein witterte noch einmal die Chance auf die wichtigen drei Punkte und warf alles nach vorne. Aber jeder auf Deutzener Seite lief für den anderen und so überstand man auch diese Minuten. Blau-Weiß freute sich im Anschluss bei einem kalten Getränk über einen vorher nicht geglaubten Punkt, aber auch in dem Wissen, dass man beide Tore selbst erzielt hatte. Für die aufstiegswilligen Roßweiner war dies natürlich zu wenig und dies sah man den Spielern und Verantwortlichen auch an. Im letzten Spiel gegen Ostrau entscheidet sich nun, ob der Gang nach oben angetreten werden kann oder ob man noch von den Bennewitzern abgefangen wird.

Tore: 1:0 Eisert (22.), 1:1 Eisert (55./ET).

Deutzen: Lachky, Herter, Gentsch, Loth, Eisert, Fobian, Depling, Neumann, Kreisel, Hanowski, Klaus.

RSV: Lehmann, Arnold, Nartzschke, Singer, Krondorf, Renner, Burkhardt, Seydel, Brambor, Polefka. 

SR: Richard Bachmann. 

Zuschauer: 45.

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