12. November 2019 / 17:28 Uhr

Blau-Weiß Greifswald holt drei wichtige Punkte 

Blau-Weiß Greifswald holt drei wichtige Punkte 

Alexander Kruggel
Ostsee-Zeitung
Man of the Match: Marco Sander (m.) traf gegen Bergen doppelt. Danny Drzymotta und Felix Franetzki (v.l.) nehmen ihn hier in die Zange.
Man of the Match: Marco Sander (m.) traf gegen Bergen doppelt. Danny Drzymotta und Felix Franetzki (v.l.) nehmen ihn hier in die Zange. © Ronald Krumbholz
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FSV bestätigt Heimbilanz mit 2:0-Sieg gegen den VfL Bergen. Greifswalder setzen sich von den Abstiegsplätzen ab.

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Greifswald. „Das war eine ganz tolle Leistung Jungs, daran wollen wir anknüpfen“, nahm Blau-Weiss Trainer Andreas Reiter seine Elf nach der Partie gegen den VFL Bergen in die Pflicht. Auch nach dem 2:0 (1:0), das der FSV am Samstag in dem Heimspiel erzwang, bleiben die beiden Landesligisten bis auf weiteres Tabellennachbarn – doch ab sofort haben die Blau-Weißen die Nase vorn.

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VFL-Trainer Martin Handschug war entsprechend angefressen: „Das war eines unserer schlechtesten Spiele“, urteilte Handschug, „Wir haben zwar derzeit viele Verletzte – aber das darf keine Ausrede sein.“ Besonders die Defensiv-Leistung seiner Mannschaft war dem Insulaner ein Dorn im Auge: „Unsere Verteidiger haben sich im Zentrum häufig die Räume weggenommen, aber außen konnte Greifswald ungehindert agieren“, analysierte Handschug. Auch im Spielaufbau war Bergen zu sehr auf Sicherheit bedacht. Anstatt bei Ballbesitz zum Tor zu ziehen, versuchten die Rüganer häufig, den Ball in den eigenen Reihen zu halten und spielten lieber einmal zu oft in den Rückraum, als einmal zu wenig. „Angst ist kein guter Berater“, lautete das knappe Fazit von Handschug.

Fotos aus der Landesliga Ost: FSV Blau-Weiß Greifswald - VfL Bergen

Christian Stolt (Nr. 21) und Felix Essner (2.v.r.) verteidigen gegen den Greifswalder Leon Felzmann.
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Christian Stolt (Nr. 21) und Felix Essner (2.v.r.) verteidigen gegen den Greifswalder Leon Felzmann. ©

Die blau-weisse Offensive hingegen legte nach dem Anpfiff los wie die Feuerwehr. Die erste Möglichkeit, die der FSV nutzen konnte, servierten die Bergener Gäste jedoch eigenhändig auf dem Silbertablett.

Schon in der zehnten Minute bat der VFL zum High Noon am Elfmeter-Punkt. Marco Sander trat für die Greifswalder in den Ring, nahm Maß, schoss und versenkte die Kugel im Kasten von Torhüter David Heine, der mit seinem Foul den Strafstoß überhaupt erst ermöglicht hatte. Nur wenige Minuten später revanchierte sich der FSV dankenswerter Weise und die Bergener hatten die Gelegenheit ungehindert einzulochen – doch nicht mit Niclas Schulze. Der Greifswalder reagierte souverän und hielt seinen Kasten sauber. „Ich war mir relativ sicher“, kommentierte Schulze seine Glanzparade, „Letzte Woche habe ich auch schon einen Elfmeter gehalten und hatte daher ein gutes Gefühl.“

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„Endlich haben wir hinten mal wieder zu Null gespielt“, zeigte sich Blau-Weiss Coach Reiter erleichtert. Im Vorfeld der Begegnung benannte Reiter die Defensive noch als die hauptsächliche Baustelle der Mannschaft – doch die führte vor, was auch Martin Handschug gerne von seiner Elf gesehen hätte: schnell abfangen, wenige Berührungen, nach vorne denken. In der 56. Minute war es wieder Sander, der von dieser Spielweise profitierte und eine Flanke über die unverteidigte Außenbahn nur noch zum 2:0 einschieben musste.

Während Andreas Reiter gerne auf diesen Erfolg aufbauen will, muss Handschug andere Überlegungen anstellen: „Eigentlich wollten wir unter die ersten fünf kommen – jetzt müssen wir uns Gedanken über den Abstiegskampf machen. Dafür brauche ich keine Fußballer, sondern Leute, die über 90 Minuten kämpfen. Fußballerisch war Greifswald heute nicht unbedingt die bessere Mannschaft, aber von der Mentalität her, war der FSV uns überlegen“, gab Handschug zu bedenken.

FSV: Schulze – Langenstein, Fuhrmann, Sander, Ehlert, Büchner (80. Tank), Münchberg (89. Rother), Felzmann (64. Gross), Gust, Paulun, Müller.
Tore: 1:0/2:0 Sander (10. FE/56.).

Blau-Weiß Baabe unterliegt Spitzenreiter

Eine achtbare Leistung zeigte hingegen der SV Blau-Weiß Baabe auf eigenem Platz gegen den Spitzenreiter Greifswalder FC II. Das Team von Robert Fröhlich musste sich der Oberliga-Reserve erst durch ein Tor in den Schlussminuten mit 1:2 geschlagen geben.

Nach einer torlosen ersten Halbzeit brachte Philip Birk die Gastgeber sogar in Führung, die drittanfälligste Defensive der Liga schaffte es aber nicht, den knappen Vorsprung über die Zeit zu bringen. Zunächst glich William Gutknecht nur fünf Minuten nach dem Birk-Treffer aus. Der Punktgewinn war bis zur 81. Minute greifbar für die Hausherren, doch dann traf André Gellentin zum Sieg.