05. November 2020 / 15:34 Uhr

Blau-Weiss Hohen Neuendorf träumt von der Rückkehr in die 2. Bundesliga

Blau-Weiss Hohen Neuendorf träumt von der Rückkehr in die 2. Bundesliga

Matthias Schütt
Märkische Allgemeine Zeitung
Hohenneuendorffrauen
Die junge Mannschaft aus Hohen Neuendorf spielt aktuell in der Frauen-Regionalliga Nordost. © Verein
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Frauen-Regionalliga Nordost: Die Mannschaft aus der Niederheide, will über den Nachwuchs zum Erfolg kommen.

Vor dem Sport-Lockdown wollten die Regionalliga-Fußballerinnen von Blau-Weiss Hohen Neuendorf noch einmal auf Punktejagd gehen. Doch das Duell am vergangenen Sonntag gegen den aktuellen Spitzenreiter der Nord-Staffel, Viktoria Berlin, fiel für die Hohen Neuendorfer Fußballerinnen um Trainer Patrik Schmidt aus.

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Mit sechs Punkten aus fünf Partien steht die Mannschaft aus der Niederheide aktuell auf Tabellenplatz sechs. „Wir sehen die Entwicklung der Mannschaft positiv“, sagt Victoria Targatz, Vorstandsmitglied bei Blau-Weiss. Von einer bisher „erwartbaren Saison“ spricht Oliver Zabel, Sportlicher Leiter der Frauen im Verein. Denn nach dem coronabedingten Abbruch der Vorsaison – die Mannschaft aus der Niederheide holte aus 15 Partien lediglich acht Punkte – „hieß es, diese Spielzeit erst einmal Selbstvertrauen aufzubauen. Die vielen Niederlagen aus der Vorsaison hingen doch noch nach“, berichtet Zabel.

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Dabei setzen die Verantwortlichen in Hohen Neuendorf wie schon in der Vorsaison auf den eigenen Nachwuchs, wollen junge Spielerinnen verstärkt in den Fokus rücken, um so zum Erfolg zu kommen. „Wir müssen einfach über die Jugendarbeit kommen, wollen eigene Talente entwickeln“, sagt Zabel. Dabei wissen die Hohen Neuendorfer um vermeintliche Standortnachteile im Norden, vor allem in unmittelbarer Nähe zu Berlin. „Wir müssen uns schon etwas einfallen lassen“, betont Zabel, der sich aktuell eine Rückkehr in die 2. Bundesliga nicht vorstellen kann.

Noch bis zur Spielzeit 2017/18 war die Mannschaft aus Hohen Neuendorf im Unterhaus aktiv, vertrat Oberhavel noch weiter über die Landesgrenzen hinaus als nun in der Regionalliga. „Das braucht aber Zeit und die 2. Frauenfußball-Bundesliga ist aktuell kein Thema. Vielleicht in fünf Jahren bei kontinuierlicher Entwicklung“, so Zabel. Diese Meinung teilt auch der Vorstand des Vereins, der bei sportlichem Erfolg im Umfeld alles möglich machen will, um einen eventuellen Aufstieg dann auch zu verwirklichen. „Wir würden sicherlich mitgehen und es ist im Verein ja auch gerne gesehen“, so Victoria Targatz, die einst selbst für die Blau-Weißen in der 2. Liga auflief.

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Aber aktuell heißt die Spielklasse noch: Regionalliga Nordost. Diese wurde für die aktuelle Saison in Nord- und Süd-Gruppe geteilt. Diese Lösung findet man in Oberhavel nicht vorteilhaft. „Wenn man sich die Gegner anschaut, ist es eine erweiterte Berlinliga“, sagt Zabel. „Wir hätten lieber wie im Vorjahr gegen alle Mannschaften aus der Spielklasse gespielt.“ Dennoch nehmen die Hohen Neuendorferinnen die Herausforderung an, wollen mit attraktivem Fußball weiter für eine ordentliche Heimspiel-Kulisse in der Niederheide sorgen. „Man merkt schon, dass die Frauen überregional spielen. Da sieht man auf dem Sportplatz dann immer das eine oder andere neue Gesicht“, sagt Targatz. „Die 2. Liga wäre sicherlich ein tolles Spektakel. Dafür muss aber einfach alles stimmen.“ Noch haben die Verantwortlichen ja ein bisschen Zeit, um diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen.

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