05. November 2019 / 08:04 Uhr

Blau-Weiß Wermsdorf holt noch ein Unentschieden

Blau-Weiß Wermsdorf holt noch ein Unentschieden

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Alle schauen gebannt zu, wie der Freistoß des Wermsdorfers Denny Beckedahl (nicht im Bild) zum Anschlusstreffer einschlägt. USER-BEITRAG
Alle schauen gebannt zu, wie der Freistoß des Wermsdorfers Denny Beckedahl (nicht im Bild) zum Anschlusstreffer einschlägt. © René Wegner
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Fußball-Nordsachsenliga: Ein Freistoß-Knaller leitet die Aufholjagd in Bad Düben ein und die Wermsdorfer ergattern noch einen Punkt. Endstand 2:2.

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Bad Düben. Am Samstag stand für die Blau-Weißen aus Wermsdorf in der Fußball-Nordsachsenliga ein echter Härtetest an. Es ging nach Bad Düben, wo ein unangenehmer Gegner wartete – unter dem Vorzeichen, dass beide Kontrahenten nur 14 Tage später an selber Stelle erneut aufeinandertreffen, wenn es um den Einzug ins Pokal-Halbfinale geht. Dementsprechend groß war die Motivation, Akzente zu setzen und Selbstvertrauen einzuholen. Das gelang beim 2:2 (2:1) schließlich beiden Teams, den Gastgebern zunächst aber weit besser.

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Während die Hubertusburger in Gedanken noch beim Mittagsschlaf sind, treibt Bad Düben den Ball nach vorn und nach nur zwei Minuten darf Sebastian von Gahlen unbedrängt zur Führung einschieben. Die Mannen von Trainer Dierk Kupfer finden auch danach nur schwer Zugang zum Geschehen, rennen über weite Strecken hinterher. Einige Abschlüsse testen Torhüter Benjamin Schönitz, der sich als einziger auf der Höhe zeigt. Mit zunehmender Spieldauer wird das Wermsdorfer Spiel nach vorne zwar gefälliger, vor allem schnelle Tempogegenstöße verheißen aber immer wieder Gefahr.

Große Proteste der Gäste nach 24 Minuten, als Florian Böttger im Strafraum ungeahndet gefoult wird. Auf der anderen Seite kommt Bad Düben über Standards zu Chancen und ist dabei deutlich zielstrebiger. Nach einem Eckball in der 33. Minute herrscht in Wermsdorfs Hintermannschaft Uneinigkeit, man verschiebt nicht kollektiv und rennt ins offene Messer. Der Ball wird an den Fünfmeterraum gechippt, wo Johannes Rücker vergessen wurde und allein auf weiter Flur zum 2:0 einnicken kann.

Sebastian Körner antwortet

Wer meint, es geht nun dahin mit den Collmkickern, sieht sich kurz darauf getäuscht, als Sebastian Körner schon eine Minute später antwortet und mit dem Anschlusstreffer die Moral einige Etagen anhebt. Über die rechte Außenbahn bricht Wermsdorf durch, und diesmal stimmt der Pass auf die Nummer 22, die im Rückraum die Ruhe behält und zum 2:1 einschießt.

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Die Hubertusburger nehmen den Schwung mit, drücken auf den Ausgleich und haben zwei Großchancen auf dem Fuß. Florian Böttger verlädt im Strafraum seinen Gegenspieler, schließt dann Richtung Kreuzangel ab, aber sein Schuss wird noch abgefälscht, so dass das Kunstleder Zentimeter am langen Pfosten vorbei segelt (40.). Die letzte Aktion des ersten Durchgangs gehört Dominic Arendt, der von Pascal Weidner mustergültig bedient wird, den Abschluss aber zu zentral setzt und an Bad Dübens Schlussmann David Börner scheitert.

Die Pause tut dem blau-weißen Offensivdrang keinen Abbruch. Die zweite Halbzeit ist nur wenige Sekunden alt, da steht Spezialist Denny Beckedahl zum Freistoß bereit. Aus gut 30 Metern setzt der Libero ein Geschoss ab, das vor Börner einen Knick macht und im linken Toreck einschlägt. Die Hubertusburger kommen also früh zum verdienten 2:2-Ausgleich und haben durch ihre gelungene Aufholjagd mächtig Wind in den Segeln. Körner verzieht aus der Distanz (52.), Jakob Jülich wird in höchster Not noch geblockt (56.). Auf der anderen Seite bleiben die Hausherren durch weite Bälle in die Schnittstelle gefährlich.

Offener Schlagabtausch

So entwickelt sich ein offener Schlagabtausch, der für beide Mannschaften zu einem kräftezehrenden Abnutzungskampf wird. Blau-Weiß wirkt hinten raus griffiger und zeigt Ausdauervorteile, fängt sich aber beinahe den erneuten Rückstand ein. Nach 74. Minuten fällt das Spielgerät am Fünfmeterraum vor die Füße des eingewechselten Emilio Jimenez, dessen Schuss aber abgeblockt wird.

Die Gäste lassen die letzte Konsequenz im Abschluss vermissen, vergeben immer wieder vielversprechende Ansätze wie nach 79 Minuten, als Justus Keller im Überzahlangriff die Chance durch einen kapitalen Fehlpass vergeigt. Es sind diese Situationen, die es in Blau-Weiß im kommenden Pokalauftritt unbedingt abzustellen gilt. Aufbauen können die Kupferlinge hingegen auf ihrer Ordnung im zweiten Spielabschnitt, die gut gestaffelt wenig Raum anbietet und dem Offensivspiel der Gegner überzeugend den Zahn zieht.

Vielbeinige und tiefe Abwehr

So haben die Gäste von der Sachsendorfer Straße in der Schlussphase das Heft des Handelns in der Hand, sehen sich aber spätestens nach einer berechtigten gelb-roten Karte gegen Bad Düben (83.) einer vielbeinigen und tiefen Abwehrreihe gegenüber. Der blau-weißen Offensive fällt in Überzahl zum Ende hin nur noch wenig ein, ein verzogener Keller-Kopfball auf Jülich-Flanke ist die letzte nennenswerte Aktion. So trennen sich die Kontrahenten im ersten von zwei Aufeinandertreffen im November letztendlich leistungsgerecht remis.

Das kann Wermsdorf, das vor Bad Düben Tabellenvierter bleibt, aufgrund der Aufholjagd durchaus als Erfolg verbuchen, doch will man sich im Spitzenfeld der Nordsachsenliga festsetzten, bedarf es in den kommenden Wochen einer spielerischer Steigerung und vor allem kollektiver Defensivarbeit. Moral und Einsatz stimmen, aber die Truppe von Trainer Dierk Kupfer ist so schnell nicht kleinzukriegen. Das darf Mut machen für den Pokal-Auftritt in 14 Tagen, wenn das Ziel Halbfinale heißt.

Blau-Weiß Wermsdorf:Schönitz, Dominik Weidner, Beckedahl, Staude (46. Böhm), Keller, Köppe, Böttger, Körner, Jülich, Arendt, Pascal Weidner.Tore: 1:0 von Gahlen (2.), 2:0 Rücker (33.), 2:1 Körner (34.), 2:2 Beckedahl (46.). Schiedsrichter: Jörg Schlenski. Zuschauer: 55.

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