09. April 2019 / 08:00 Uhr

Blau-Weiß Wermsdorf klettert auf Platz drei

Blau-Weiß Wermsdorf klettert auf Platz drei

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der Wermsdorfer  Robby Staude, hier im Derby gegen Dahlen, behauptet energisch den Ball.
Der Wermsdorfer Robby Staude, hier im Derby gegen Dahlen, behauptet energisch den Ball. © Pauline Kamm
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Nordsachsenliga: Die Hubertusburger gewinnen in Naundorf trotz schlechter Chancenverwertung mit 3:1 Toren.

Wermsdorf. Bei strahlendem Sonnenschein gastierte Blau-Weiß Wermsdorf am Sonntag in Naundorf. Beim Duell mit dem Elftplatzierten der Nordsachsenliga war für die Kupferlinge nach Mügelns samstäglicher Niederlage gegen Schildau alles angerichtet, der Sprung auf Platz drei wurde ins Auge gefasst – und mit einem 3:1 (2:0)-Sieg) auch geschafft.

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Dabei war die Personalsituation abermals kritisch. Routinier Martin Scholz, am Vortag noch mit der Zweitvertretung in Dommitzsch aktiv, ging mit gutem Beispiel voran. Der Allrounder verzichtete zunächst aufs wohlverdiente Sonntagsbier und schloss sich der Ausfahrt ins ferne Naundorf an. Während „Scholle“ vorerst auf der Bank Platz nehmen durfte, feierte Tom Köppe seine Premiere auf der rechten Außenbahn.

DURCHKLICKEN: Der SV Zwochau gegen Blau-Weiß Wermsdorf aus der letzten Saison

SV Zwochau - FSV Blau-Weiß Wermsdorf (2-2) (Alexander Prautzsch) (13) Zur Galerie
SV Zwochau - FSV Blau-Weiß Wermsdorf (2-2) (Alexander Prautzsch) (13) © Alexander Prautzsch

Konzentriert und schwungvoll starteten die Gäste. Die Sturmreihe um Pascal Weidner attackierte den Gegner früh. Das schnelle Umschaltspiel griff gut und so wurde es gefährlich. Eine Weidner-Flanke fand den eingerückten Justus Keller, der in aussichtsreicher Position verstolperte. Besser machte es kurz darauf Stürmer Dominic Arendt. Von Keller in Szene gesetzt, verlud er den Naundorfer Torwart, wurde jedoch aufgrund einer strittigen Abseitsentscheidung zurückgepfiffen. Die Gastgeber versuchten es mit kontrolliertem Passspiel und suchten in der Spitze Kapitän Stefan Raudnitschka. Die Wermsdorfer Defensive um Libero Denny Beckedahl kommunizierte gut, verschob klug und ließ kaum Lücken zu.

Blau-Weiß belohnt sich für Engagement

Der Druck blieb hoch und schließlich belohnte sich Blau-Weiß für die engagierte Anfangsphase. Beckedahl führte einen Freistoß schnell aus und chippte den Ball in den Lauf von Pascal Weidner, der frei durch war und das 0:1 (23.) besorgte. Die Hubertusburger legten umgehend nach. Maik Eckert bediente Sebastian Körner, der die Ruhe behielt und die Kugel über den herauseilenden Torwart zum 0:2 ins Netz hob (27.). Die Gäste spielten befreit auf, Naundorf fand keine Mittel. Pascal Weidner hatte sogar den dritten Treffer auf dem Fuß, traf aber nur die Latte.

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Die ausgelassene Großchance brachte einen Knick im Wermsdorfer Spiel. Das Team verlor den Zugriff und wurde in die eigene Hälfte gedrückt. Die Platzbesitzer übernahmen das Heft des Handelns, verzeichneten die ersten gefährlicheren Abschlüsse. Blau-Weiß hatte dennoch kurz vorm Halbzeitpfiff den Führungsausbau auf dem Fuß. Außenverteidiger Dominik Weidner setzte sich auf der rechten Bahn durch und suchte Zwillingsbruder Pascal im Zentrum, der aber nicht richtig an den Ball kam.

Trainer Dierk Kupfer rüttelte seine Farben in der Pause wieder wach, warnte vor falscher Selbstsicherheit und drehte an einigen Stellschrauben. Die Gäste kamen hellwach zurück. Eine ganze Reihe von Abschlüssen konnte aber nicht genutzt werden, was sich nach einer Stunde rächen sollte. Wermsdorf verpasste das Nachlegen und fing sich prompt den Anschlusstreffer nach einem Standard ein: Stefan Raudnitschka traf zum 1:2 (63.).

Das Kollektiv funktioniert

Die Angriffe der Wermsdorfer wurden nun energischer, die Entscheidung sollte erzwungen werden. Man wollte sich nicht schon wieder um den Lohn für die harte Arbeit bringen, und so kämpfen sich die Kupferlinge jetzt zu vielen Ballgewinnen. Das Kollektiv funktionierte und die Defensive packte energisch zu. Sebastian Freiberg war es, der nach Körner-Einwurf die Belohnung abholen wollte. Wie das Schiedsrichtergespann seinen Treffer aufgrund einer Abseitsentscheidung zurücknehmen konnte, blieb das Geheimnis des Tages.

Das Schicksal schlug aber in der 70. Minute zurück. Körner brachte einen Freistoß scharf vor den Kasten, wo Raudnitschka offenbar Mitleid mit den Gästen hatte und per Eigentor das 1:3 besorgte. Mangelnde Abschlussstärke war das Motto für die Schlussphase der Partie. Erst fehlten Keller aus dem Gewühl heraus Zentimeter, dann kopierte der eingewechselte Robyn Staude den Weidner-Slapstick der ersten Hälfte und traf ebenfalls nur die Latte, um wenig später gar über das leere Tor zu schießen. Sebastian Körner wiederholte dieses Kunststück, schob das Spielgerät vollkommen frei am rechten Pfosten vorbei.

Weitere Spiele in der Nordsachsenliga

Der Chancenwucher war eklatant, wurde aber nicht mehr bestraft. So durfte der eingewechselte Martin Scholz die Partie mit einem letzten Abschluss beenden und zeigte seinen Mitspielern immerhin noch, wie man zumindest auf das Tor schießt. Die Blau-Weißen verdienten sich dank Team- und Kampfgeist drei Punkte und krönten die Ausfahrt nach Naundorf mit dem Vorrücken auf Platz drei der Nordsachsenliga. Soll dieser verteidigt werden, gilt es in den folgenden Spielen und in konzentrierter Trainingsarbeit an der Chancenverwertung zu arbeiten. Scholle als erfahrener Hase wird für die jungen Dachse sicher noch den ein oder anderen Hinweis parat haben.

Wermsdorf: Schönitz, D. Weidner, Beckedahl, Robby Staude, Freiberg, Eckert, Körner, Keller, Köppe, Arendt (Robyn Staude), Weidner (Scholz)

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