04. Oktober 2021 / 10:09 Uhr

Blau-Weiß Wermsdorf macht das halbe Dutzend voll – Rackwitz gewinnt knapp

Blau-Weiß Wermsdorf macht das halbe Dutzend voll – Rackwitz gewinnt knapp

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Das nennt man einen Topstart: Wermsdorf (blau-weiß) landet den sechsten Sieg in ebensovielen Spielen. 
Das nennt man einen Topstart: Wermsdorf (blau-weiß) landet den sechsten Sieg in ebensovielen Spielen.  © Andre Kamm
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Mike Rische, der Co-Trainer des Nordsachsenliga-Spitzenreiters Blau-Weiß Wermsdorf, war trotz der sechs Tore und des klaren 6:3-Heimsieges der Hubertusburger über Spröda längst nicht zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. Des Weiteren gewann Rackwitz gegen Oschatz, während sich Süptitz und Dahlen remis trennten.

Blau-Weiß WermsdorfSV Spröda 6:3 (2:1)

„Wir hätten einfach besser verteidigen können.“ Denn obwohl den Wermsdorfern bekannt war, dass Gäste-Torjäger Felix Pietzsch in bisher sechs Punktspielen elf Treffer erzielen konnte, war es eben genau der aktuelle Nordsachsenliga-Torschützenbeste aus Spröda, der die Gäste in der 21. Minute mit 1:0 in Führung schoss.„Die erste Halbzeit lief bei uns nicht so gut – obwohl wir dominant waren“, ergänzte Rische. So war gleich zweimal in den ersten 45 Minuten bei Abschlüssen von Ben Dechert das Aluminium des Sprödaer Tores im Weg. Dennoch gelang Sebastian Körner vor 120 Zuschauern in der 38. Minute der 1:1-Ausgleich, bevor Denny Beckedahl ein weiteres Mal unterstrich, warum er bei Freistößen so extrem torgefährlich ist. „Er hat wieder zwei Freistoß-Traumtore erzielt“, schwärmte Rische am Abend nach dem Spiel.

Grund: Der schussgewaltige Beckedahl zirkelte bei einem seiner Treffer zum 2:1 in der 44. Minute das Leder aus 25 Metern – an einer sieben Spieler umfassenden Sprödaer Abwehrmauer vorbei – ins rechte obere Eck des Gästetores. Eine halbe Stunde später versenkte der Wermsdorfer den nächsten Freistoß zum 6:2 für Blau-Weiß im Sprödaer Gehäuse. Damit war die Partie natürlich längst gelaufen, auch wenn Felix Pietzsch in der 79. Minute mit dem 3:6 sein Saison-Torekonto noch auf 13 Treffer erhöhen konnte. Rische: „In der zweiten Halbzeit haben wir gezeigt, was wir können und richtig guten Fußball gespielt. Auch unser zweifacher Torschütze Pascal Ziegler war stark und hat im Mittelfeld viel geschafft, obwohl er auch am Wochenende im Schichtdienst-Einsatz war.“ Ziegler war es, der sein Team drei Minuten nach dem Seitenwechsel mit 3:1 in Führung brachte und in der 67. Minute mit dem 5:2 alles klar machte.

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Bleibt nachzutragen, dass der Wermsdorfer Sebastian Körner in der 38. Spielminute hellwach war, als sein Teamkollege Ben Dechert einen Elfmeter verschoss – und Körner im Nachschuss den 1:1-Ausgleich erzielte. „Ich denke schon, dass Spröda sich in der Nordsachsenliga halten wird“, meinte Blau-Weiß-Co-Trainer Rische nach dem Abpfiff zur Vorstellung der Gäste. Mit fünf Punkten aus bisher sieben Spielen dürfte das aber nicht so einfach werden – während die Hubertusburger nach sechs Partien mit glänzend weißer Weste und 18 Zählern von ganz oben grüßen.

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SV SüptitzFSV Wacker Dahlen 3:3 (1:2)

Das Spitzenspiel der Nordsachsenliga in Süptitz hat mit sechs Toren das gehalten, was es versprochen hatte. Allerdings fanden bei bestem Fußballwetter nur 55 Zuschauer den Weg in die Sportarena zur Partie gegen Dahlen. Das Problem der Gäste: „Wir haben eigentlich ohne Stürmer gespielt“, berichtete Wacker-Coach Thomas Patommel nach dem Unentschieden. Dafür sind drei Dahlener Tore allerdings beachtlich. „Ich musste Florian Bär im Angriff ins kalte Wasser werfen. Er hat sein erstes Spiel gemacht in dieser Saison.“

Dafür waren auf den Außenpositionen und im Mittelfeld torgefährliche Dahlener unterwegs. Christian Seidel (35.) und Florian Göbel (45+1.) sorgten so für die 2:1-Pausenführung der Gäste, nachdem Rico Drabon die Hausherren schon nach einer Viertelstunde mit 1:0 in Front gebracht hatte. Bis zehn Minuten vor Schluss mussten die Süptitzer Fans zittern, ehe Robert Mühlbach per Fallrückzieher der 2:2-Ausgleich gelang.

Als André Werner in der 85. Minute sogar die 3:2-Führung für das Heimteam von Trainer Markus Kessel gelang, schien sogar ein SV-Erfolg möglich. „Obwohl ich kaum Wechselmöglichkeiten hatte, hat mein Team tolle Moral bewiesen“, befand Wacker-Coach Thomas Patommel nach dem 3:3-Ausgleich durch den sieben Minuten zuvor eingewechselten Lukas Däbritz fast direkt vor dem Abpfiff. Dahlen und Süptitz bleiben damit in der Nordsachsenliga-Spitzengruppe dabei.


TSV RackwitzFSV Oschatz 2:1 (1:0)

Über diese Partie gibt es nur wenig zu berichten. Chefcoach Steffen Wiesner musste sich von Beginn an selbst aufstellen. Das frühe 1:0 für Rackwitz durch Burchardt (10. Minute) glich Peter Gärtner kurz nach dem Seitenwechsel aus (1:1/51.). Nach dem 2:1 durch den eine Minute zuvor eingewechselten Rackwitzer David Schultheiß (66.) gab es noch drei Gelbe Karten für Oschatz – aber an der Auswärtsniederlage änderte das nichts mehr.