12. Oktober 2019 / 12:16 Uhr

Blau-Weiß Wermsdorf muss im Kreispokal nach Schildau

Blau-Weiß Wermsdorf muss im Kreispokal nach Schildau

Volkmar Beier
SPORTBUZZER-Nutzer
Die Wermsdorfer Pascal Weidner (am Ball) und Florian Böttger blasen zum Angriff. USER-BEITRAG
Die Wermsdorfer Pascal Weidner (am Ball) und Florian Böttger blasen zum Angriff. © André Kamm
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Drei Collm-Teams hoffen aufs Viertelfinale im Kreispokal: Merkwitz muss nach Selben und die Dahlener Reserve empfängt Top-Favorit Torgau.

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Nordsachsen. Als die Wermsdorfer Jugendspielerin Helene Baumann die Lose für die Achtelfinalbegegnungen im Kreispokal aus dem Topf zog, herrschte nicht überall Jubelstimmung. Speziell im eigenen Fanlager hatte man sich ein unterklassiges Team gewünscht. Doch die Chance darauf ist nicht hoch, wenn zehn der 16 verbliebenen Teams aus der Nordsachsenliga kommen. Überhaupt werden sich an diesem Wochenende mindestens vier Nordsachsenligisten verabschieden müssen, denn vier Mal duellieren sich die Teams klassenintern. Dazu zählt auch Blau-Weiß Wermsdorf. Und es hätte sicherlich schlimmer kommen können. Die aus Hubertusburger Sicht unbeliebtesten Lose waren zweifellos Hartenfels Torgau und SG Zschortau, also das aktuelle Führungsduo der Nordsachsenliga. Und die blieben den Blau-Weißen erspart. Das leuchtete dann auch kurz nach der Auslosung dem Anhang ein.

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Wenn am Sonnabendnachmittag am Horstsee fleißig Fischsuppe und Geräuchertes verzehrt wird, tritt das Team von Blau-Weiß Wermsdorf beim Ligarivalen in Schildau an. Und spätestens gegen 16.30 Uhr ist dann auch klar, wer von beiden feiern kann. Spiele zwischen beiden Teams sind meist eng. Am dritten Spieltag zogen die Hubertusburger gegen die Gneisenaustädter knapp mit 0:1 den Kürzeren. Das war schmerzlich, doch daran konnte das Schildauer Team nicht anknüpfen. Anders die Truppe von Dierk Kupfer, der gegen Süptitz und Dahlen postwendend der Gegenstoß gelang. Doch man kann eben mit dem Führungsduo aktuell nicht mithalten. Und das weckt Begehrlichkeiten für den Pokalwettbewerb. Da dürften die Blau-Weißen bis in die Haarspitzen motiviert sein, treffen aber auf einen kampfstarken Gegner.

Hartenfels trifft auf Spielgemeinschaft

Den SC Hartenfels Torgau wollte kaum ein Team zugelost bekommen. Und ausgerechnet einen Kreisklassisten hat es dann getroffen. Die klar favorisierten Kreisstädter reisen am Sonntag nach Dahlen und treffen dort auf die Spielgemeinschaft Dahlen II/Oschatz II. Deren jeweils erste Garnituren sind bereits ausgeschieden. Nun muss man kein Prophet sein, um zu erwarten, dass sich das Reserveteam wie schon in der zweiten Runde beim 3:1-Coup gegen Doberschütz-Mockrehna im Rahmen des Erlaubten auf der einen oder anderen Position verstärken wird. Dass dies gegen den spielstarken Gast reicht, ist nicht anzunehmen – aber sicherlich auch nicht das Ziel. Den haushochen Favoriten ärgern und sich achtbar aus der Affäre ziehen wäre ja schon was. Doch Hartenfels zeigte beim jüngsten Liga-3:3 gegen Schenkenberg erstmals Schwächen – und Träumen ist erlaubt.

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Ebenfalls auf einen Kreisklassevertreter trifft der SV Merkwitz. Vorjahresabsteiger Grün-Weiß Selben führt derzeit mit bisher nur einer Niederlage die Tabelle der Kreisklasse West an und wittert seine Chance auf die nächste Runde. Ebenso die Merkwitzer, die ihrerseits auf den Einzug ins Viertelfinale hoffen. Doch die Elf von Rene Zwetkoff hat bei der Generalprobe in der Kreisliga letzte Woche gegen die LSG Löbnitz gepatzt. 2:3 hieß es am Ende. Aber meist ist die schlechte Generalprobe ja ein gutes Zeichen für den eigentlichen Auftritt.