25. Mai 2019 / 07:39 Uhr

Bleibt Bischofswerda auf Jahre hinaus die Nummer eins ?

Bleibt Bischofswerda auf Jahre hinaus die Nummer eins ?

Jürgen Schwarz
Dresdner Neueste Nachrichten
Jürgen Neumann Präsident des Bischofwerdaer FV.
Jürgen Neumann, Präsident des Bischofwerdaer FV, plant für die kommenden Spielzeit eine Etaterhöhung um etwa 150000 Euro. © Steffen Manig
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Die Bischofswerdaer sind nach den freiwilligen Rückzügen der FSV Budissa Bautzen und des FC Oberlausitz das fußballerische Aushängeschild der Region. Präsident Jürgen Neumann plant zudem, den Regionalliga-Etat zu erhöhen. 

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*Dresden. *Nur wenige Tage nach dem letzten Spieltag der Fußball-Regionalliga Nordost konnte zumindest einer der beiden sportlichen Aufsteiger aufatmen: Optik Rathenow verbleibt durch den Rückzug der Neugersdorfer in der 4. Liga, vorausgesetzt der FSV Zwickau und der Chemnitzer FC erhalten die Lizenz für die 3. Liga. Hätten die Bautzener am letzten Regionalliga-Spieltag gegen Meuselwitz (1:2) gewonnen, wären sie der erste Nachrücker gewesen.

So aber zieht sich Budissa sogar in die 6. Liga, die Landesliga Sachsen, zurück. Ein Schritt, den Ex-Trainer Thomas Hentschel, der Budissa 2014 erstmals in die vierthöchste Spielklasse geführt hatte, nicht nachvollziehen kann, zumal die Spreestädter laut ihrer Pressemitteilung eine langfristige Rückkehr in die Regionalliga nicht ausschließen. „Sportlich macht das für mich keinen Sinn.“ Aber vielleicht hatte Präsident Ingo Frings, der seinen Rücktritt bekannt gegeben hat, gar keine andere Wahl?! Hauptsponsor „Henschke Bau“ soll zu weiteren Zahlungen für die ersten Herren-Mannschaft nur für den Fall bereit gewesen sein, dass Budissa in die Sachsenliga geht. In der ungeliebten und für Sponsoren wohl auch unattraktiven Oberliga, in der Bautzen von 2004 bis 2014 kickte, ist zukünftig der FC Oberlausitz unterwegs.

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Die Neugersdorfer wollen in der 5. Liga spielen, um einige erfahrene Kicker zu halten und den nachrückenden A-Regionalliga-Junioren eine vernünftige Spielklasse anzubieten. Wirtschaftlich war der Verbleib in der Regionalliga nach Ansicht von Sportchef Manfred Weidner zu riskant, zumal der Verband bis 2020 eine Flutlichtanlage forderte. „Die Stadt sah dafür keine Notwendigkeit, also hätten wir als Verein für die Kosten aufkommen müssen“, so Weidner. Allerdings, so ehrlich sollten alle Protagonisten sein, zeichnete sich der Rückzug schon seit Dezember 2018 ab, als Präsident Ernst Lieb, ein erfolgreicher Unternehmer, seinen Rückzug ankündigte. Auch die Verpflichtung von Stefan Fröhlich als Trainer für die kommenden Saison war bereits ein Fingerzeig in Richtung Oberliga.

Bleiben die Bischofswerdaer, die 2018 nach 22 (!) Jahren in die Regionalliga zurückkehrt waren. Sportlich nur knapp dem Abstieg entgangen, wird der Klassenerhalt als einer der größten Erfolge seit der Wende eingestuft. „Es war schwer, sehr schwer“, gibt Trainer Erik Schmidt zu. „Ich meine nicht im taktischen und fußballerischen Bereich, aber die individuelle Klasse einiger Spieler ist in der Regionalliga zum Vergleich zur Oberliga wesentlich höher. Und das kann den Unterschied machen. Wären wir abgestiegen, hätte ich als Trainer beim BFV aufgehört.“ Schmidts Vertrag läuft bis 2020 und hatte auch Gültigkeit für die 5. Liga.

Präsident Jürgen Neumann plant, den Etat um rund 150.000 Euro aufzustocken. Damit würden die Schiebocker mit etwas mehr als 600.000 Euro für 2019/20 planen können. „Wir können nicht mit dem gleichen Kader weitermachen, dann steigen wir 2020 ab“, sagt Erik Schmidt. Und der 39-Jährige zählt gleich noch die ersten Spieler-Abgänge auf: „Ogün Gümüstas, Tomas Petracek, Cornelius Gries, Thomas Sonntag und Torhüter Dominic Reissig werden uns verlassen.“

Auch bei Budissa Bautzen gibt es den ersten Abgang offiziell zu verkünden: Der 19 Jahre alte Marcel Bäre wechselt zu Rot-Weiß Erfurt und bleibt somit in der Regionalliga

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