27. Juni 2019 / 11:02 Uhr

Blick geht beim Heikendorfer SV nach vorn

Blick geht beim Heikendorfer SV nach vorn

Jan Claas Harder
Kieler Nachrichten
Lino Schneeberger überzeugte bei 18 Einsätzen, nach der Winterpause aber kam der Youngster verletzungsbedingt nicht mehr zum Einsatz im HSV-Trikot.
Lino Schneeberger überzeugte bei 18 Einsätzen, nach der Winterpause aber kam der Youngster verletzungsbedingt nicht mehr zum Einsatz im HSV-Trikot. © Sonja Paar
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Landesliga: Heikendorf fand nach starkem Herbst in der Rückrunde nicht mehr in die Spur - Personalmangel war größte Sorge

In der Spielzeit 2017/18 trat der Heikendorfer SV noch in der Fußball-Landesliga Schleswig an, doch in der zurückliegenden Saison erfolgte der Wechsel in die Holstein-Staffel, die der HSV letztlich auf dem zehnten Tabellenplatz beendete und somit das anvisierte Ziel zwischen Rang fünf und neun minimal verfehlte. Doch der eine oder andere zusätzliche Punktgewinn wäre für die Mannschaft von HSV-Coach David Lehwald durchaus möglich gewesen, so dass eine bessere Platzierung absolut im Bereich des Machbaren lag.

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Personalsorgen machen HSV zu schaffen

Doch ohnehin sollte man dem Tabellenstand in diesem Fall nicht mehr allzu viel Bedeutung schenken, denn in der Rückserie hatte der HSV mit enormen Personalsorgen zu kämpfen, so dass eine Detail-Bewertung dieser Resultate nur wenig Sinn macht. Hinzu kommt, dass man die letzten Partien mehr im Sinne des Eingespieltseins im Hinblick auf die bevorstehende Saison nutzen wollte und weniger, um einfach nur positive Ergebnisse zu erzielen.

Folglich sollte man die Bilanz vor der Winterpause nicht vergessen, um die abgelaufene Spielzeit des HSV zu bewerten. Dabei muss man feststellen, dass sich das Team im Winter auf einem soliden sechsten Platz einfand. Desweiteren lässt sich konstatieren, dass die Heikendorfer vor allem durch ihre Heimstärke bestachen und dabei die TSG Concordia Schönkirchen (5:0), Grün-Weiß Siebenbäumen (2:1), SV Schackendorf (3:0), TSV Pansdorf (3:0), TSV Travemünde (3:1) und den Lübecker SC (4:2) jeweils mit Niederlagen nach Hause schickten.

Der Blick bleibt optimistisch

In personeller Hinsicht nahm der HSV eine positive Entwicklung. Die vor der Saison aus Schinkel zurückgekehrten Arber Azemi und Premton Jasari wurden zu Stammkräften, und auch der eigene Nachwuchs konnte erfolgreich integriert werden. Leon Prüßmann beispielsweise, im Vorjahr noch bei den eigenen A-Junioren, kam in 25 Partien zum Einsatz. Gleiches gilt auch für Lino Schneeberg (18 Einsätze), der verletzungsbedingt im Jahr 2019 jedoch gar nicht mehr Erscheinung treten konnte.

Ebenso einen guten Eindruck hinterließ Richard Sören Schnoor, der zu Saisonbeginn von der U19 der SpVg Eidertal Molfsee zum Team stieß und in zehn absolvierten Spielen sogar fünf Treffer erzielen konnte. Ein Auslandsaufenthalt verhinderte dann jedoch weitere Einsätze im HSV-Trikot. „Wir haben uns in der Landesliga gefestigt und etliche junge Spieler an den Fußball im Herrenbereich herangeführt. Des Weiteren haben wir uns menschlich und fußballerisch entwickelt, sind als Mannschaft weiter zusammengewachsen und nun bereit den nächsten Schritt zu gehen“, erklärt Heikendorfs Trainer David Lehwald.

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Die personellen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Spielzeit sind jedenfalls gegeben, denn das Team bleibt zusammen und wird noch verstärkt und ergänzt werden. Mit Malik Ferhat und Philip Süß sind hingegen lediglich zwei Abgänge zu verzeichnen.