15. Februar 2021 / 11:32 Uhr

Blick zurück: Drei Kreisligatitel für Bornaer C-Jugend-Teams

Blick zurück: Drei Kreisligatitel für Bornaer C-Jugend-Teams

Wilko Finke
Leipziger Volkszeitung
In dieser Spielszene kämpfen die SG Wurzen/Trebsen/Röcknitz (blau) und die SG Gleisberg/Mochau um das Leder.
In dieser Spielszene kämpfen die SG Wurzen/Trebsen/Röcknitz (blau) und die SG Gleisberg/Mochau um das Leder. © Bettina Finke
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Im Muldental/Leipziger Land wurden in der Kreisliga A der C-Jugend bisher neun Meister ermittelt. Aus der Region Borna konnten sich drei Teams am Ende der Saison als Tabellenführer durchsetzen. Durch die Corona-Pandemie endete die vergangene Saison ohne Meisterernennung und auch in der aktuellen Saison wird es voraussichtlich keinen geben.

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Döbeln/Borna/Grimma. Nach zehn Jahren Muldental-Liga und sechs Jahren Grimma-Döbeln-Liga brachte die Kreisreform das Muldental und Borna zum Landkreis Leipzig unter einen Hut – und hatte auch Veränderungen für das Fußballgeschehen der Region zur Folge. Die Fußballverbände Borna und Döbeln sowie der des Muldentals wurden aufgelöst, unter dem Dach des Fußballverbandes Muldental/Leipziger Land ging es weiter.

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Das hatte auch Auswirkungen auf den Spielbetrieb in der Altersklasse der C-Junioren. Aufgrund der Zunahme von Mannschaften begann die Meisterschaft mit Spielen in zwei Staffeln, die territorial (Nord und Süd) aufgeteilt wurden. Dadurch hielten sich die Anfahrtswege zum Auswärtsspiel etwas in Grenzen. Nur der Sieger durfte das Endspiel bestreiten. Neun der elf bisher ausgetragenen Saisons wurden ordnungsgemäß beendet. 2019/20 gab es keinen Meister und auch 2020/21 könnte es wegen der Corona-Pause erneut dazu kommen. Derzeit ruht der Spielbetrieb.

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Bislang wurden in der Kreisliga A dieser Altersklasse neun Meister ermittelt. Um den Titel kämpften 13 Mannschaften, die in Spielgemeinschaft antraten, nur fünf Vertretungen (FC Grimma II, Hohnstädter SV, Döbelner SC, BC Hartha, SV Mügeln-Ablaß) waren eigenständig.

Zwei Vertretungen aus dem Altkreis Muldental (Grimma II und Hohnstädt) schafften den Finalsieg, drei aus dem Ex-Kreis Borna (SG Pegau/Kitzen, SG Groitzsch/Auligk/Zwenkau, SG Flößberg/Frankenhain) und vier aus dem Altkreis Döbeln (SG Gleisberg/Roßwein, SG Leisnig/Hartha/Geringswalde, SG Leisnig/Hartha, Döbelner SC ).

Fünf Vereine in Finalrunde 2012/13

In der Premierensaison 2010/11 setzte sich die SG Gleisberg/Roßwein zweimal knapp gegen die SG Naunhof/Großsteinberg (4:3, 2:1) durch. Beide Endspielgegner beendeten ihre Staffel mit je drei Punkten Vorsprung. In der nächsten Serie (2011/12) wurde der Meister ohne Team aus dem Muldental ermittelt. Der SV Mügen-Ablaß gewann mit drei Zählern Vorsprung in seiner Staffel. Kontrahent SG Pegau/Kitzen eroberte zwölf Zähler mehr als die Konkurrenz, doch diese Referenz nutzte nichts. Der Titelkampf wurde eine enge Kiste, beide Mannschaften gewannen einmal. Nur aufgrund der Auswärtstorregel ging der Titel an das Team aus der Bornaer Region (Pegau/Kitzen), das mit 2:1 beim Finalgegner das so wichtige Auswärtstor schoss. Die 0:1-Heimniederlage sorgte dennoch für aufregende 2 x 35 Minuten.

In der Finalrunde 2012/13 traten Spieler aus fünf Vereinen an. Gastgeber SG Frohburg/Geithain setzte das erste Spiel in den Sand, ließ vier Gegentreffer zu und traf selbst nur zweimal (2:4). Aber die Vertretung aus der Bornaer Region versuchte alles, um den Spieß umzudrehen. Doch die Hypothek aus dem Hinspiel war zu schwer, das 2:1 sorgte zumindest für etwas Spannung.

Der FC Grimma II durchbrach 2013/14 die Phalanx der Spielgemeinschaften, ließ beim 4:1 auswärts und 5:1 zu Hause im Spiel gegen die SG Leisnig/Hartha rein gar nichts anbrennen. Aber die Mannschaft aus dem Altkreis Döbeln sagte sich: „Was nicht ist, kann noch werden.“ Sie eroberte den Titel im darauffolgenden Spieljahr 2014/15. Ihr gelang bei der SG Frankenhain/Frohburg beim 1:1 ein Auswärtstor und nutzte dann im Gegensatz zur Konkurrenz den Heimvorteil zu einem Sieg, der mit 2:1 aber knapp ausfiel.

Döbeln wurde zuletzt Meister

2015/16 kämpfte in den zwei Finalspielen mit der SG Ostrau/Ablaß-Mahlis eine kreisübergreifende Spielgemeinschaft (Kreis Mittelsachsen/Kreis Nordsachsen) gegen die Mannschaft der SG Groitzsch/Auligk/Zwenkau, die laut Google Maps 90 Kilometer weiter südwestlich beheimatet ist – und mit dem Handicap einer 2:3-Heimniederlage zum Rückspiel anreiste. Mit einem nie für möglich gehaltenen 7:1-Sieg war das Hinspielergebnis schnell korrigiert. Ein Jahr später (16/17) hatte Ostrau/Mügeln-Ablaß erneut die Südstaffel erfolgreich abgeschlossen, trat erneut an, ging aber letztlich leer aus. Weil der Hohnstädter SV sich im Hinspiel mit 5:2 in Vorhand spielte und auswärts die Begegnung mit 2:1 kontrollierte. Der Titelträger der nächsten Saison 2017/18 gewann ebenfalls beide Spiele. Mit 3:0 (A) und 2:0 (H) siegte die SG Flößberg/Frankenhain gegen den BC Hartha.

Als vorläufig letzter C-Juniorenmeister im Fußballverband Muldental/Leipziger Land ist 2018/19 der Döbelner SC gelistet. Er ließ der SG Colditz/Grobothen/Sermuth keine Chance, stand eigentlich schon nach dem Hinspiel (6:1) als Sieger fest. Und auch im Heimspiel hatte er die Nase vorn (2:0).

Staffelleiter Wilfried Gatzsche (r.) bei der Pokalübergabe.
Staffelleiter Wilfried Gatzsche (r.) bei einer seiner zahlreichen Pokalübergaben. © Bettina Finke

Wie es mit der aktuell unterbrochenen Saison 2020/21 weitergeht, steht noch in den Sternen. Mehr als eine Randnotiz: Nach 50 Jahren als Staffelleiter geht Wilfried Gatzsche, der auch in den zehn Jahren Kreisliga A dieses Amt inne hatte, in den Ruhestand. In seiner langen Schaffensperiode ließ er sich durch nichts aus der Ruhe bringen, kürte Meister auf dem Großfeld sowie in der Halle und zudem auch noch zig Pokalsieger.