27. Dezember 2019 / 18:04 Uhr

Blumenhagen möchte das Zünglein an der Waage sein

Blumenhagen möchte das Zünglein an der Waage sein

Matthias Preß
Peiner Allgemeine Zeitung
Germania Blumenhagen (von rechts: Benjamin Welge, Remon Fanelli, Chris Homann) kann dem einen oder anderen Favoriten ein Bein stellen. Der TSV Eixe (links, hier die zweite TSV-Mannschaft) ist am Sonntag in Gruppe 2 im Einsatz.
Germania Blumenhagen (von rechts: Benjamin Welge, Remon Fanelli, Chris Homann) kann dem einen oder anderen Favoriten ein Bein stellen. Der TSV Eixe (links, hier die zweite TSV-Mannschaft) ist am Sonntag in Gruppe 2 im Einsatz. © Foto: Sönke Rathje
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Die Gruppen 1 und 2 des Fußball-Turniers um den PAZ-Cup werden am Samstag beziehungsweise Sonntag ausgespielt, und vor allem in Gruppe 1 werden einige der zu den Favoriten zählenden Teams rausfliegen. Nicht weniger als fünf Mannschaften aus der Endrunde des PAZ-Cups vor einem Jahr treffen aufeinander, und nur zwei kommen weiter.

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Das Fußball-Spielfeld in der Silberkamp-halle ist groß, aber dennoch dürfte es für einige Mannschaften eng werden. Die Gruppen 1 und 2 werden am Samstag beziehungsweise Sonntag ausgespielt, und vor allem in Gruppe 1 werden einige der zu den Favoriten zählenden Teams rausfliegen. Nicht weniger als fünf Mannschaften aus der Endrunde des PAZ-Cups vor einem Jahr treffen aufeinander, und nur zwei kommen weiter.

Gruppe 1

Viktoria Woltwiesche (vor einem Jahr 8.), VfB Peine (4.), TSV Sonnenberg (6.), Rot-Weiß Schwicheldt (3.) und der SV Bosporus (5.) rechnen sich Chancen auf den erneuten Einzug in die Endrunde aus. In diesem illustren Kreis fühlt sich Germania Blumenhagen (2. Kreisklasse) überraschenderweise ziemlich wohl. „Wir rechnen uns nicht unbedingt den Einzug in die Endrunde aus. Aber wir können das Zünglein an der Waage werden“, sagt Germania-Spielertrainer Patrick Tschapke. „Es wird in der Gruppe so eng sein, dass sich keine Mannschaft einen Ausrutscher erlauben darf. Und wenn wir einen oder drei Punkte holen, können wir eine entscheidende Rolle spielen.“

Darauf will Tschapke die Taktik ausrichten. „Wir werden sicherlich anfangs tief stehen, aber auch immer mal umstellen, um nicht ausrechenbar zu sein.“ Er ist optimistisch, dass es seiner Mannschaft gelingt, nicht punktlos zu bleiben. „Wir haben eine gute Mischung aus Jung und Alt. Und wir haben einige dabei, die PAZ-Cup-Erfahrung haben.“ In der Endrunde stand Tschapke selbst schon, außerdem Benjamin Welge, Jean-Marie Lohmann und Sascha Voges. Auch auf Remon Fanelli hält der Germania-Trainer große Stücke: „Er hat mich in der Halle bisher positiv überrascht.“

Auch Hüseyin-Nuh Elma, Trainer des SV Bosporus, hat die Germanen auf der Rechnung. „Das ist keine schlechte Mannschaft“, stellte er fest und hofft, dass sein Team eine ähnlich gute Leistung zeigt, wie beim 1:0 gegen Lengede oder 5:3 gegen Schwicheldt in der Vorrundengruppe des Edemissener Weihnachts-Cups. Allerdings hätten seine jungen Spieler noch nicht die nötige Konstanz gezeigt. Denn gegen Lengede verlor der SV in der Weihnachtscup-Endrunde mit 0:5, und gegen Schwicheldt gab es beim Turnier des BSC Bülten ein 2:4. Schafft es seine Mannschaft, die Konzentration vor allem in der Defensive beizubehalten, habe sie Chancen auf den Endrunden-Einzug. „Aber so eine starke Gruppe habe ich weder als Spieler, noch als Trainer bisher erlebt“, sagt Elma. „Wenn man da durchkommt, hat man schon etwas zu feiern. Denn diese Gruppe hat Endrunden-Charakter.“

Rot-Weiß Schwicheldt hat beim Turnier des VfB Oedelum Rang 2 erreicht, beim Weihnachts-Cup in Edemissen Rang 3, und beim Gemeindewerke-Cup des BSC Bülten den Gruppensieg und damit den Einzug in die Endrunde. „Mit unserer Leistung bin ich bisher zufrieden. Aber für den PAZ-Cup müssen wir unser taktisches Positionspiel noch verbessern“, sagt Trainer Tobias Dreyer. Er hat bei den bisherigen Turnieren den VfB Peine und den SV Bosporus als „taktisch starke Mannschaften“ gesehen, die „sehr unangenehm“ für die Rot-Weißen werden dürften. Gar nicht einschätzen könne er Viktoria Woltwiesche. René Rieger wird diesen Samstag mitspielen, verzichten muss Dreyer aber auf Victor Del Rio Seoane, der sich eine Oberschenkel-Blessur zugezogen hat.

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Gruppe 2

Ob die Pfeile aus Broistedt in der PAZ-Cup-Gruppe stechen werden, kann Trainer Fred Matejasik nicht am Spielfeldrand verfolgen. Er ist im Kurzurlaub. Neun Spielern aus seinem Kader traut er die Hallentauglichkeit zu, auch gegen den jüngsten PAZ-Cup-Sieger Teutonia Groß Lafferde zu bestehen. Ruslan Eggert aber hat schon abgesagt, da er gerade Vater geworden ist und momentan andere Prioritäten hat. Und Co-Trainer Dennis Büttner möchte gar nicht in der Halle spielen.

Gegner in der Gruppe sind Arminia Vechelde, Ausrichter TSV Eixe, TSV Dungelbeck, der Zweitplatzierte der Wild-Card-Gruppe und Teutonia Groß Lafferde. Als Titelgewinner des letzten PAZ-Cups gilt Teutonia als Favorit – zumindestens in der Gruppe 2. „Die Favoritenrolle ist mir aber Wurscht“, sagt Teutonia-Trainer Marco Heidemann. „Wir haben vergangenes Jahr beim Hallenturnier in Vöhrum das Finale mit 0:1 gegen Eixe verloren, weil die Eixer ein Tor geschossen und gut verteidigt haben. Soetwas ist in der Halle immer möglich.“

Der Einzug in die Endrunde wäre bei seinem vorerst letzten PAZ-Cup (Heidemann hört im Sommer als Teutonia-Coach auf) zwar schön, aber: „Wir haben den Vorteil, dass wir es nicht müssen.“ Vorrangiges Ziel sei es, Spaß zu haben, gut zu kombinieren und den Zuschauern ein Spektakel zu bieten. Das bestimme die Spielweise: „Draufgehen, dem Gegner keine Zeit lassen.“ Auf Thomas Tracz und Tim Paul, der im PAZ-Cup-Finale gegen Lengede den 2:1-Siegtreffer geköpft hatte, muss er allerdings am Sonntag verzichten. „Aber die anderen können auch Tore schießen.“

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