09. November 2018 / 12:47 Uhr

Boateng und ter Stegen fehlen: Löw gibt DFB-Kader für Spiele gegen Russland und Holland bekannt

Boateng und ter Stegen fehlen: Löw gibt DFB-Kader für Spiele gegen Russland und Holland bekannt

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Joachim Löw hat seinen Kader für die DFB-Spiele gegen Russland und die Niederlande bekannt gegeben.
Joachim Löw hat seinen Kader für die DFB-Spiele gegen Russland und die Niederlande bekannt gegeben. © 2018 Getty Images
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Joachim Löw hat seinen Kader für die anstehenden DFB-Länderspiele gegen Russland und die Niederlande bekanntgegeben. Jerome Boateng fehlt. Auch Torwart Marc-André ter Stegen ist nicht dabei. 

Zum Abschluss des verkorksten WM-Jahres braucht der Rekord-Bundestrainer Spieler mit guten Nerven für den Abstiegskampf in der Nations League. Nun hat Löw seinen Kader für den Test gegen WM-Gastgeber Russland am 15. November in Leipzig und das Abstiegsendspiel in der Nations League vier Tage später gegen die Niederlande in Gelsenkirchen veröffentlicht.

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Nicht dabei ist Weltmeister Jerome Boateng. „Mit Jerome Boateng habe ich gesprochen. Ich bin davon überzeugt, dass auch ihm aktuell eine Pause gut tut”, wird Löw zitiert „Ich habe ihm gesagt, dass wir auch auf seiner Position viele Alternativen haben, gerade mit jüngeren Spielern.”

Auch Torwart Marc-Andre ter Stegen wird fehlen. Der Torhüter des FC Barcelona soll die Länderspielpause nutzen, um Schulterbeschwerden, die ihn seit einigen Wochen plagen, ohne Belastung auszukurieren und behandeln zu lassen. Real-Star Toni Kroos wird erst nach dem Spiel gegen Russland anreisen. Ihm gewährt der Bundestrainer eine längere Regenerationsphase.

Auf diese Spieler setzt Bundestrainer Löw in den Spielen gegen Russland und Holland.

Der DFB-Kader für die Spiele gegen Russland und die Niederlande

Tor: Manuel Neuer (FC Bayern München) Zur Galerie
Tor: Manuel Neuer (FC Bayern München) ©

Abstieg in der Nations League? Löw: "Das wollen wir verhindern"

Logischerweise ist ein Abstieg in der Nations League nicht unbedingt wünschenswert. Das wollen wir verhindern“, sagte Löw nach der großen Oktober-Enttäuschung mit dem 0:3 im Hinspiel in Amsterdam gegen die Niederlande und dem folgenden 1:2 in Frankreich, bei dem Löw mit dem Turbo-Sturm um Leroy Sané und Serge Gnabry notgedrungen Mut zum Wandel zeigte. Löws Überzeugung bleibt: „Die jungen Spieler haben Potenzial, aber sie brauchen Zeit.“

Sieg gegen Oranje würde DFB-Elf retten

Läuft es für die DFB-Auswahl schlecht, könnte der Abstieg aus der Gruppe der Topnationen schon vor dem Duell gegen Oranje besiegelt sein. Gewinnt Holland am 16. November gegen Frankreich, ist Deutschland definitiv Letzter der Gruppe 1 und müsste bei der nächsten Auflage des Wettbewerbs im Jahr 2020 gegen Teams der Kategorie Tschechien und Österreich antreten.

Verlieren die Niederländer gegen den Weltmeister, wäre die Löw-Elf mit einem eigenen Sieg gegen Oranje gerettet. Spielt Holland zuvor gegen Frankreich Remis, müsste ein eigener Sieg mit vier Toren Vorsprung her. Bei einem 0:0 zwischen Holland und Frankreich und einem 3:0 Deutschlands gegen Holland würde die Fair-Play-Wertung über den Klassenverbleib entscheiden.


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Auch bei Abstieg: DFB-Chef Grindel vertraut Löw

Auch bei einem Scheitern in der neuen Nations League und der Abstufung in die zweitklassige B-Liga kann Löw offenbar auf das Vertrauen von DFB-Chef Reinhard Grindel bauen. „Wir haben uns im Präsidium nach der WM im Sommer die Frage gestellt, wer der Richtige ist, um den Neuaufbau einer neuen Mannschaft voranzutreiben. Wir trauen Joachim Löw absolut zu, dass er das bis 2020 schafft“, sagte Grindel am Mittwochabend bei einem Termin im südhessischen Traisa.

„Er wird dabei aber nicht auf den ein oder anderen erfahrenen Spieler verzichten können, sondern Stück für Stück eine neue Mannschaft bilden“, beschrieb der DFB-Boss den von der Verbandsspitze abgesegneten Löw-Kurs: „Ich denke, beim jüngsten Spiel in Paris gegen Frankreich ist das eingeleitet worden.“

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