06. Mai 2022 / 22:25 Uhr

Last-Minute-Niederlage gegen Bochum: Direkter Klassenerhalt für Bielefeld nicht mehr möglich

Last-Minute-Niederlage gegen Bochum: Direkter Klassenerhalt für Bielefeld nicht mehr möglich

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Arminia Bielefeld kassierte gegen Bochum die nächste Pleite.
Arminia Bielefeld kassierte gegen Bochum die nächste Pleite. © IMAGO/kolbert-press (Montage)
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Arminia Bielefeld hat die Möglichkeit auf den direkten Klassenerhalt in der Bundesliga verspielt. Die Ostwestfalen unterlagen am Freitagabend beim VfL Bochum durch ein spätes Eigentor. Die Mannschaft von Interimstrainer Marco Kostmann kann nun maximal noch die Relegation erreichen.

Der Bundesliga-Verbleib von Arminia Bielefeld rückt immer weiter in die Ferne. Die Ostwestfalen kassierten am Freitagabend beim VfL Bochum eine 1:2 (1:1)-Niederlage und blieben auch im zehnten Liga-Spiel in Serie ohne Sieg. Den direkten Klassenerhalt können sie bei sechs Punkten Rückstand zum rettenden Ufer nicht mehr erreichen. Sebastian Polter (21.) brachte den bereits geretteten VfL in Front. Joakim Nilsson gelang zwar der Ausgleich für die Arminia (35.), ein Eigentor von George Bello besiegelte kurz vor Schluss jedoch die Pleite (89.). Bielefeld muss mit 27 Zählern auf dem Konto nun auf einen Punktverlust des VfB Stuttgart (29 Punkte) gegen den FC Bayern hoffen, um am letzten Spieltag gegen RB Leipzig zumindest die Möglichkeit auf die Relegation zu wahren. Hertha BSC kann durch die Niederlage der Ostwestfalen indes nicht mehr direkt absteigen.

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Bielefeld musste in Bochum erneut ohne Verteidiger Cédric Brunner auskommen. Der 28-Jährige war gegen den VfL Wolfsburg vor knapp einem Monat nach einem Zusammenprall kurz bewusstlos gewesen und hatte seither nicht mehr gespielt. Ebenfalls nicht im Aufgebot beim Tabellenvorletzten stand Mittelfeldspieler Fabian Kunze, der sich kurzfristig krankgemeldet hatte. Nach dem 1:1 gegen Hertha nahm Interimstrainer Marco Kostmann zwei Änderungen vor. Anstelle von Kunze und Burak Ince standen Alessandro Schöpf und Florian Krüger neu in der Startelf. Bochum-Coach Thomas Reis veränderte sein Team im Vergleich zum 4:3-Derbysieg bei Borussia Dortmund lediglich ein Mal. Als Linksverteidiger spielte Danilo Soares anstelle von Herbert Bockhorn.

Ehe es auf dem Feld zur Sache ging, sorgte zunächst Pyrotechnik im Gästeblock für eine rund dreiminütige Verzögerung des Anpfiffs. Im Nachgang legten die Hausherren aus Bochum einen druckvollen Start hin. Gleich in der Anfangsphase kam der Revierklub zu mehreren hochkarätigen Möglichkeiten. Polter traf per Kopf den Pfosten (2.), Gerrit Holtmann zielte nur eine Zeigerumdrehung später aus kurzer Distanz zu hoch (3.). Auch weitere Angriffe des VfL vereitelte spätestens Bielefeld-Keeper Stefan Ortega, der gegen Milos Pantovic (13.) und Maxim Leitsch (15.) noch glänzend reagierte. Kurz darauf war jedoch auch der Arminia-Schlussmann machtlos: Nach einer Flanke von Pantovic war Polter per Kopf zur Stelle und traf zur Führung (21.).

Ein Rückschlag für die Ostwestfalen – der als Wachmacher fungierte. Denn die Arminia kam in der Folge besser in die Partie. Die Belohnung: Nach einem Freistoß von Gonzalo Castro stieg Verteidiger Nilsson am höchsten und nickte mit der ersten echten Chance der Gäste zum Ausgleich ein (35.), mit dem es auch in die Kabinen ging.

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein zunehmend offenes Spiel. Die zwingenden Strafraumszenen blieben zunächst weitestgehend aus. Bochum musste angesichts des bereits gesicherten Liga-Verbleibs nicht mehr viel tun, Bielefeld agierte zu ideenlos, um doch noch den entscheidenden Punch zu setzen. Stattdessen bugsierte ein Eigentor von George Bello die Arminia in Richtung zweiter Liga (89.). Damit könnte die Arminia bereits bei einem Sieg von Stuttgart am Sonntag (17.30 Uhr, live sehen mit DAZN-Abo [Anzeige]) beim alten und neuen deutschen Meister Bayern München als zweiter Absteiger nach Greuther Fürth feststehen.