03. Dezember 2018 / 19:50 Uhr

Boris Becker gibt auf: Tennis-Legende verzichtet auf Immunität bei Insolvenz-Verfahren

Boris Becker gibt auf: Tennis-Legende verzichtet auf Immunität bei Insolvenz-Verfahren

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Boris Becker beruft sich bei seinem Insolvenzverfahren laut seinem Anwalt nicht mehr auf seinen Diplomatenstatus.
Boris Becker beruft sich bei seinem Insolvenzverfahren laut seinem Anwalt nicht mehr auf seinen Diplomatenstatus. © imago/ZUMA Press
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Ärger im Insolvenz-Verfahren um Boris Becker: Die Tennis-Ikone ist nicht vor einem Londoner Gericht erschienen. Auch privat läuft es nicht - ein Liebes-Comeback ist für Ehefrau Lilly ausgeschlossen.

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Der ehemalige Tennis-Star Boris Becker (51) behauptet nicht mehr, diplomatische Immunität zu genießen. Bei einer Anhörung in Beckers Insolvenz-Verfahren sollte es am Montag in London auch um diesen Punkt gehen. Becker war nicht vor Gericht erschienen. Das Insolvenz-Verfahren gegen ihn wurde auf unbestimmte Zeit verlängert.

Hier lesen: Boris Becker zu Pleite-Vorwürfen - "Das ist eine Menschenjagd"

Becker argumentiert nicht mehr mit Diplomatenstatus - ist das der Grund?

„Becker war niemals ordnungsgemäß zu dem Gerichtstermin geladen worden“, sagte sein Berliner Anwalt Christian-Oliver Moser der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage. Außerdem sei schon länger bekannt, dass sich der 51-Jährige nicht mehr auf den Diplomatenstatus berufe. Es habe um diesen Punkt einfach zu viel Ärger gegeben.

Laut Insolvenz-Verwalter Tony Beswetherick, so berichtet die Nachrichtenagentur AFP, habe ihm Becker in einer E-Mail geschrieben, ihm bleibe keine andere Wahl, als auf den Verweis auf diplomatische Immunität zu verzichten. Der angebliche Grund: Becker sei aktuell finanziell nicht in der Lage, die Angelegenheit weiter vor Gericht auszutragen.

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Trophäen und Erinnerungsstücke von Boris Becker sollen versteigert werden

Becker hatte zuvor behauptet, als Attaché für Sport, Kultur und humanitäre Angelegenheiten der Zentralafrikanischen Republik nicht mehr von seinen Gläubigern belangt werden zu können. Es gab von Anfang an Zweifel daran, ob er mit dieser Argumentation durchkommen könnte. Zudem wollten einige Regierungsvertreter aus dem bitterarmen Land nichts von Beckers angeblichem Diplomatenstatus gewusst haben. Sogar von einer Fälschung des Diplomatenpasses war dabei die Rede.

Die Insolvenz-Verwalter in London waren verärgert, dass Becker einen Teil seiner Trophäen aus seiner Karriere angeblich nicht aushändigte. Becker fühlte sich hingegen gedemütigt. Dutzende Erinnerungsstücke sollten online versteigert werden, darunter Socken des Ex-Weltranglistenersten. Vorübergehend konnte er dies verhindern.

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Becker sieht sich als Opfer eines Kredithais. Er habe die Summe längst hinterlegt, die er einer englischen Privatbank rechtmäßig schulde, sagte er einmal in einem Interview. Die Bank aber fordere mehr als das Doppelte, weil sie 25 Prozent Zinsen draufgeschlagen habe - das sei „weder rechtskräftig noch rechtswirksam“.

Trennung von Frau Lilly Becker wird zum Drama

Zu der Misere um seine finanziellen Verhältnisse kam auch noch die Trennung von seiner Frau Lilly nach neun Ehejahren. Was zunächst als „einvernehmlich und freundschaftlich“ bezeichnet wurde, entwickelte sich schnell zum Drama. Lilly Becker hält ein Liebes-Comeback mit Becker für ausgeschlossen. „Es ist zuviel passiert“, sagte die 42-Jährige am Sonntagabend im RTL-Jahresrückblick mit Günther Jauch.

2018 sei die schlimmste Zeit in ihrem Leben gewesen. Sie habe sich getrennt und ihre Großmutter verloren. Momentan seien sie und Becker keine Freunde. Sie könne nicht mit einem Mann befreundet sein, der sie so maßlos enttäuscht habe. Was es so schlimm mache, sei, dass alles jetzt in der Öffentlichkeit passiere. Aber sie habe einen öffentlichen Mann geheiratet, vielleicht gehöre das dazu. „Ich glaube, wir haben beide Fehler gemacht, und ich schäme mich dafür.“

Das Allerwichtigste bei der Scheidung sei, dass die Zukunft des gemeinsamen Sohnes Amadeus (8) geregelt sei, sagte Lilly Becker. Ihr Noch-Ehemann könne diesen sehen, wann er wolle. Derzeit sehe das Paar sich nur, wenn er Amadeus abhole. „Und das reicht auch.“

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